117 maliziös Mammut 118 m., mhd. mãlœre, mäler, md. mit Umlaut weichen zubereitetes Getreide. Mhd.-ahd.
meler, ahd. mãlari, mnd. maler, meler m.; dazu Malerei, f., 1595 bei Ayrer 4,2369, 33 K. u. 1641 bei Schottel 310 aus Aventin Mahlerey;, nd. 1417 melerie Diefenb. n. gl. 291; Malerin, f., mhd. mãlerin(ne) f.(auch sich schminkende weibliche Person), u. malerisch, adj., 1691 bei Stieler. maliziös, adj.: boshaft, tückisch. 1728 bei Sperander malitios, 1703 bei Wächtler malicieu- sement, aus glbd. lat. malitiõsus, frz. malicieuæ, von lat. malitia, frz. malice f.«Bosheit, Tücke?. Mallepost, f.(Pl.-en): Brieffelleisen, Brief- post. Aus frz. malle, ital.-span.-port. mala f. «Felleisen», von ahd. mal(a)ha, mhd. malhe f. Ledertasche, Mantelsack, Reisesack», urverw. mit gr. Hoxrôc m. Sack von Rindsleder. malmen, v.: in kleine Teilchen zerreiben, üblicher zermalmen. Bei Luther zumalmen, 1, 520 2 malmen u. Dan. 6, 24. Ein md. Wort, das sich an got. malma m.«Sand, mhd. melm
m.«Staub, Sandy, md. Mulm m.«zerfallne
Erdey u. mahlen(s. d.) anschließt; dafür mhd. zermaln, zermüln zermalmen?.
Malstatt usw., s. 1Mal u. 1 Mahl.
Malter, m. n.(-s, Pl. wie Sg.): großes Getreidemaß, in Preußen u. Sachsen 12 Scheffel, in Baden 1 ½ Hektoliter, in Hessen 4 Simmer od. etwa 200 Pfund begreifend. Eig. soviel Getreide zum Mahlen als ein Mann eine Stiege hinauftragen kann(Reichssatzung von 1441 bei Frisch), od. auch die Tracht, die der Mühl- gast auf einmal mahlen läßt(Schmeller? 1, 1593). Mhd. malter, malder, ahd. malter n.; dazu and. maldar n. Von mahlen(s. d.). Ubrigens bezeichnete mhd. malter, mnd. malder n. auch eine Zahl von 30, 32 od. 64 Stück, im ältern Nhd. ein Holzmaß von 2 Ellen im Quadrat(Frisch 1741).
malträtieren(öst. maltrai-), v.: mißhan- deln. 1791 bei Roth. Aus glbd. frz. maltraiter.
Malväsier, m.(-s): köstlicher süßer Wein von der Stadt Napoli di Malvasig auf der Halbinsel Morea. Mhd. malfasier, im 15. Jh. malmasier, im 14. Jh. vereinzelt malmasy, vgl. engl. malmseg. Der Ton liegt auf der zweiten Silbe des viersilbigen Wortes, im Volksmund aber auf der letzten des dreisilbig gesprochnen Wortes, wie schon bei Günther 646, Scherffer 458, Zesen Helikon 2, 3, 9, Opitz 1, 162.
Malve, f.(Pl.-n): die Rosenpappel. 1546 bei Bock 1382 Malwa, aus glbd. lat. malva, gr. uokcxn f.
Malz, n.(-es, Pl.-e): zum Bierbrauen, Branntweinbrennen, Essigsieden durch Er-
malz n.; dazu and.-engl.-anord.-schwed.-dän. malt, ndl. mout, ags. mealt, malt n.; aus dem Germ. entl. frz. malt m. Malz», finn. maltas, abg. mlato, apreuß. piwamaltan. Gleichen Stammes wie ags. meltan, engl. melt«schmelzen, weich werden, sich auflösen»(urverw. mit gr. uéhʒdeiv«erweichen, schmelzen machen), aind. mardali«reibt, zerreibty, mydg«weich, zart, träge»), wozu das mhd.-ahd. Adj. mal⸗ chinschmelzend, kraftlosy, anord. maltr«ver- fault, verdorben»(vgl. schmelzen). Anders Btr. 20, 44. 43L. malzen, auch mälzen (nicht öst.-bayr.), v.: Malz bereiten, zu Mal⸗z dörren, mhd. malzen, melzen; dazu and. meltian, anord. melta«malzen). Mälzer, m.: das Malzgeschäft besorgender Brauknecht, spät- mhd. malzer, melzer, and. malteri m. ZUS. Malzdarre, f.: im Brauhaus Hürde od. Raum zum Dörren des Malzes, 1741 bei Frisch.
Mama, f.(Pl.-s): Mutter. Mit der Auf- nahme französischer Sitte im 17. Jh. üblich geworden u. allmählich aus der Kindersprache ins gemeine Leben gedrungen, 1711 bei Räd- lein Vorr. 11 u. 1716 bei Ludwig Mamãt aus glbd. frz. maman, span. mama f. Aber 1691 bei Stieler Mainma u. Mamme mit deutscher Betonung auf der ersten Silbe. Denn schon früher als Naturlaut der lallenden Kinder mamme, mam, memme«Mutterbrust» im 15. Jh. bei Diefenbach gl. 345(, 1578 bei Fischart 3, 205, 65 Kz. Memm, bei Rot 1571 Mäm u. bei Heupold 1620 Mam Mutter», 1536 bei Rebhun Susanna 3, 3 lieb memmelein, entspr. lat. mamma f. Mutterbrust,(als Ausdruck kleiner Kinder) Mutter»(s. Memme).
Mamelück, m.(-en, Pl.-en): von christ- lichen Eltern geborner, aber im mohammeda- nisch. Glauben erzogner Leibwächter(Sklave) des ägyptischen Sultans; Glaubensabtrünniger; Schandbube, Treuloser, Heuchler. In 1. Bed. 1497 bei Harff Pilgerfahrt 156, 22 mamme- loiche m.(diese ägyptische Leibwache ent- stand im 13. Jh. u. wurde 1811 vernichtet); in 2. Bed. 1519 Mamalugk(ZfdA. 5, 261) u. 1539 bei Alberus widder Jörg Witzeln; in 3. Bed. bei Luther. Aus ital. mammalucco m., von arab. mamläle«Sklavey.
Mammon, m.(-S): Reichtum an irdischem Gut. Bei Luther Matth. 6, 24 u. Luk. 16, 9ff.) aus chaldäisch mämön, mammon, hebr. matmõn «Schatz, Reichtum». Im Got. mammona nach gr. Gen. uaucvò, Dat. uauνvd, laενεεαμιανα.
Mammut, n.(-lels, Pl.-S u.-e): urwelt-
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