Teil eines Werkes 
2. Band (1910) L bis Z
Entstehung
Seite
115-116
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115 Makro-

malen 116

der Flußfisch cyprinus nasus, die Nase(Weist. 2, 62 Ende des 15. Jh. macrele). In der 1. Bed. mhd. im 14. Jh. macrél(Voc. opt. Nr. 40, 39), aus mnd. mackerele, ndl. 1598 mackereel, mlat. im 12. Jh. macarellaus m., afrz. im 13. Jh. maquerel, nfranz. maquereau m. Makrele». Makro- in einigen Zss., die Ende des 18. Jh. auftauchen, ist das gr. Hoxpôc groß. Makröne, f.(Pl.-"): Zuckergebacknes aus Mandelteig. 1700 bei Castelli der Pl. Macka- ronen. Aus glbd. frz. macaron m., von venezian. macarone«gerollte Nudel»(s. Mabkaroni). Makulatür, f.: Schmutz- oder Packpapier. 1516 bei Pinicianus G 8d macaulatur. Früher auch n.(Lessing 6, 10 u. 11, 662), bei Schottel 1664 Macultur u. bei Stieler 1691 Makeltur n. Aus mlat. maculatura f., von lat. maculãre cfleckig machen, beflecken», zu lat. macula f. Fleckeny(s. Makcel). 1 Mal, n.(-els, Pl.-e und Mäler): Er- kennungszeichen, Ziel-, Grenzzeichen; Zeit- punkt.

im Mhd. auch Zielpunkt, Zierat(bes. an der Rüstung), Grenzzeichen, bestimmte Essenszeit, Mahlzeit, Gastmahl(s. 2Mahl), Erkennungs- zeichen, Merkmal, obrigkeitliches Merkzeichen, Stempel, Fleck»(s. 2Mal); dazu asächs. mäl n. «ZLeichen, Bild»(in höbicml), ags. mäël, mal n., anord. Mül n.«Maß, Zeichen, Zeitpunkt, Zeit, Mahlzeit, Zeichen auf der Schwertklinge, Schwert», schwed. mäl, dän. maal, got. mél n. Zeitpunkt, Zeitteil, Zeit», im Pl. méla«Buch- stabenzeichen, Schrifty. Kaum zu der Wa. «messen?, da die urspr. Bedeutung«Punkt, Fleck» ist. Viel eher zu lat. macula f.«Flecken', vielleicht auch zu 1 Mahl, also aus*médlõm. Literatur bei Walde. An die Bed.«Zeitpunkt» schließen sich die Verbindung. wie ahd. zeinemo mãle«einmal), ze andermo mäle«zum zweiten Mal», ze mäle zumal», im Dat. Pl. ze drin mälen dreimal» und manigen mälen«manches Mal», mhd. eines mäöles zu einem Zeitpunkte, einstmals), 6 müles cehemals»(der Gen. ab- hängig von der Präp.), sint dem müle«sinte- mal», im 15. Jh.(Voc. theut. 1482) funfmalen, viermaln(Dat. Pl.) u. gekürzt acht-, hundert- mal, nhd. dermalen(eig. Gen. Pl.). 4BL. malig in einmalig, bildete sich erst im 17. Jh. ZUS. Malstatt, f.: Zielstatt, Ziel(Bürger 121), 1482 im Voc. theut. t 52 malstatt, mal, zyl, 2ylmaß,(lat.) meta«Bauplatz(zu einer Pfarrkirche)? 1483 bei Mone Anz. 7, 309. Ver-

Mhd.-ahd. mäl n.«ausgezeichneter Punkt dem Orte wie der Zeit nach, Zeichen, Zeitpunkt, Abschnitt u. Wechsel der Zeity,

schieden von Makhlstatt(s. d.). Malstein, m.: Grenzstein(spätmhd. im 15. Jh.); Gedenk- stein(bei Luther 3. Mos. 26, 1). Malzeichen, n.: Kennzeichen, Denkzeichen, Wundmal(bei Luther Gal. 6, 17).

2 Mal, n.(Lels, Pl.-e u. Mäler): Flecken, verunstaltende Stelle. 1469 im Voc. ex quo mal, fleck,(lat.) menda, mhd. u. ahd. mäl n. (davon ahd. anamäli f., frühnhd. anmal n., noch schweiz. Ammal n. Narbe, Flecken, Muttermal»), ist eins mit Mal n.«Zeichen) (s. 1Mal), ist aber verdrängend eingetreten für das in seinem Ursprung völlig verschiedne mhd.-ahd. meil n.«Flecken, Mal⸗, bes.«Wund- mal, sittliche Befleckung, Sündey, got. mail Runzel», noch tirol. Mail n.«Mal, Makel), ags. mäl n., engl. mole«Muttermal» neben dem Fem. mhd. meile, ahd. meila, noch bayr. Mailen f.«Fleck, Mal». Vielleicht nach ZfdA. 42, 62 zu got. maitan«hauen» aus*maνtlö-.

Malachit, m.(-Lels, Pl.-e): Berggrün, kohlensaures Kupfererz. 1562 bei Mathesius Sar. Vorr. a 73, aus glbd. mlat. malachites, gr. uokoxirnc m., von gr. oxdxn f.«Malve»(s. d.).

Malãria, f. Sumpffieber. Nach dem Ital. ge- bildet, eig. schlechte Lufts. Erst in neurer Zeit.

maledéien in vermaledeien: arg ver- wünschen. Mhd. vermaledilgen, im 15. Jh.) auch maled(g)en, 1571 bei Rot maledeien, aus lat. maledicere«schmähenꝰ?, eig.«Ubles sagen, Böses anwünschen», woraus auch ital. maledire, frz. maudire. Vgl. benedleien.

Malefiz, n.(es, Pl.-e): Kriminalver- brechen, im ältern Nhd. insbes. Zauberei, Hexerei. Mhd. maleflz n., aus lat. maleftcium n. Ubeltat, Frevel, Zauberei.

malen, v.(Prät. malte, Part. gemalt): aus- bildend darstellen, mit Farben bestreichen, in Farben darstellen. Uber die Schreibung s. mahlen. Mhd. mälen zZeichen machen, färben, bunt verzieren, mit Farben zeichnen, schminken, im Geiste entwerfen, aufzeichnen, verzeichnen, schreibeny, ahd. mälön, mälén czeichnen, malen, nachbildeny; dazu asächs. mälon«mit dem Schwerte zeichnen, ver- wunden», and. mälon«malen, färben»,(entl.) anord. mäla«ausmalen, beschreiben» u. mcœæla «malen», got.*jan«schreiben». Von ahd. mãl n.«zeichen», got. Pl. méla«Schriftzeichen, Schrift»(s. 1Mal). RA. einem etwas malen «was er nicht wirklich haben kann», 1511 bei Keisersberg Granatapfel 90 d. Den Teufel an die Wand malen Unheil prophezeien», 1520 bei Keisersberg Narrenschiff 774. 4 BL. Maler,