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299, 29 und bei Rot 1571), als Titel 1617 im Teutschen Michel 49. Aus lat. magnificentia f. Großartigkeity usw.
Magsame(n), m.(-/s, Pl.-n): der Same des Mohns, dann die Mohnpflanze. Mhd. mãge n)süme m.(s. Mohn, Mohnsamen). Bayr. schweiz.els. und am Rhein.
Mahagöni, n.(-s) und Mahagniholz, n.: das feine, braunrote, sehr harte Holz des Baumes swietenia mahagoni aus Mittel- und Südamerika. Im 18. Jh. aus engl. mahogang, das wohl nach einer westindischen Benennung gebildet ist. Das Holz, um 1700 als Ballast von dem Schiffskapitän Gibbons nach England gebracht, ließ kurz nachher dessen Bruder Dr. Gibbons zuerst zu Tischlerarbeit verwenden.
Mahd, f.(Pl.-en): das Mähen; das Ab- gemähte; das Abgemähte eines Tages. Mhd. mãät(Gen. mãädes, Pl. mãt und mœder) n., auch f.,«das Mähen, Heuernte, das Gemähte, Heu, Wiese», ahd. mãd n.; dazu ags. mcp n., engl. math in after-math«Grummetꝰ, ferner mhd. mäde f.«der Schwaden beim Mähen» (bayr. Mahden m., westerwäld. Mahde m., wetterau. Gemahde m.), mnd. mede f.«Heu- landy. Verbalabstraktum zu mühen(s. d.), wie urverw. gr. äunroc m. das Abmähen, Ernte, Erntezeit u. àunröc m. ceingeerntete Frucht, abgeerntetes Feldy zu duv«mähen, ernteny. Vgl. Grummet, Omet, Matte, Ge- mahde. Mähder, m.(-s, Pl. wie Sg.): der Mähende, mhd. mädcyre, müder, mœder, md. méder; ahd. mãdãri, mnd. meder m. mähdig, adi. in ein-, zweimähdig: ein-, zweischürig.
mähen, v., mit der Sense im Striche ab- schneiden. Mhd. majen, daneben mæwen, meuwen, mœgen, meigen, mei(h)en, mœn, md. méwen(noch wetterau. mé*οe), ahd. mäen; dazu mnd. mei(g)en, mégen, ndl. maaien, afries. nur méth«er mäüht⸗, ags. mäãtoan(Prät. moO*⁶), engl. οα αmõðõhens, anord. mã ab- nutzen',(entl.) schwed. meja, dän. meie«mäheny. Urverw. mit gr. Audv(S. Mahd), lat. metère «mähen, ernten», ir. methel, akymr. medel Abteilung von Schnitten». 4B L. Mäher, m.: Mähder(s. d.), im 15. Jh. meher, mewwer (Diefenb. gl. 359 ⁴) u. meiger(Weist. 4, 198), daneben im 15. Jh. md. mezwe m.(die syben fryen künste, Kasseler Hdschr. Bl. 1512), mnd. meier, meiger m.
1 Mahl, n.(dels, Pl.-e u. Mähler): öffent- liche Versammlung. Veraltet, schon mhd. nur in Ableitungen u. Zss. mahel, mäl(s. Gemuanl, vermählen), ahd. mahal n. Gerichtsstätte,
versammlung, verhandlung»(mlat. in den afränk. Gesetzen mallum und mallus), dazu ags. mal, mcẽëν n.«Rechtssache», anord. mäl n. «Rechtssache, Vertragy, schwed. mäl, dän. maal Stimme, Sprachey, neben got. mapl n. Versammlungsplatz, Markt»y, ags. meœdel n. «Versammlungy, samt dem Verb. got. mapljan, ahd. mahalen, ags. madelian, anord. νααffent- lich redeny». Die Grundformen sind agerm. xmũpla-(woraus mahl) u.madlã-(woraus mall), die(aus“malt)pla-) vielleicht zu got. gamoltan cbegegnen», engl. to meet«gehöremw. Vgl. Walde s. v. macula. S. auch Btr. 30,72. ZUS. Mahl- schatz, m.(Gellert Lustsp. 185 und 188), mhd. mahelschaz, mülschaz, daneben(ange- knüpft an mhd. mehelen«verloben, vermählen») mehelschaz m. die Verlobungs-, Brautgabes, besonders«der Verlobungsring», urspr.«das Kaufgeld für die Braut». Mahlstatt, Mahl- stätte, f.: öffentliche Gerichtsstätte unsrer Vorfahren, Gerichtsort, Versammlungsstätte, mhd. mahelstat, mälstat f.(auch Richtstätte), ahd. mahalstat f.«Gerichtsstätten.
2Mahl, n.(-Lels, Pl.-e u. Mähler): ein Essen, im edeln Ausdruck; ein feierliches Essen, mhd. mül n.«Gastmahl, Mahlzeity, urspr.«auf den Zeitpunkt Aufgetragnes»(mhd. gesaztiu mül Pl. Essen zu bestimmter Zeit», ZfdA. 8, 96, 6), also eins mit 1 Mal. Dazu ags. meel n., engl. meal«Mahlzeits, anord. mãl n.«(die zu etw. geeignete Zeit, dann) Mahlzeit, Hoch- zeitsmahl». ZUS. Mahlzeit, f.: größres Essen zu bestimmter Zeit; regelmäßig nach bestimmter Tagesabteilung sich wiederholendes Essen, spätmhd. mülzit n., 1495 in der Kölner und 1505 in der Straßburger Gemma malayt f. cconviviumy, dazu mnd. mtνd, ndl. maaltijd f.
mahlen, v.(Präs. mahle, mahlst, mahlt, Prät. mahlte, Part. gemahlen): durch Drehen zwischen Steinen, Walzenwerk usw. in kleine Teile zerreiben. Bei Luther malen, Frisch 1741 unterscheidet malen auf der Mühle und mahlen mit dem Pinsel, umgekehrt Stieler 1691 mahlen«molereꝰ und malen«pingere», was durch Gottsched allgemein üblich wurde. Duez 1642, Schottel 1663, Steinbach 1734, Ade- lung, Campe schreiben beide Wörter mahlen. Die schwache Form des Präs. du mahlst, er mahlt 1753 bei Gottsched, dafür noch 1734 bei Steinbach wie bei Stieler 1691, Schottel 1663 mählst, mäühlt; das schwachflekt. Prät. mahlte bei Gottsched u.(neben seltnerm mahl) bei Steinbach, dafür im 17. Jh. bei Schottel und Stieler stark miahl(noch heute


