105 Magdalena
magnifik 106
(bei Bürger), mhd. magetlich, megetlich, zsgez. meitlich, meidelich, ahd. magedlich. Magd- tum, n.: Jungfrauschaft, Jungfrauenstand, Jungfrauenalter(4 Mos. 30, 4), mhd. mage(t)tuom m. f. n., 288. meit f)uom, md. magetum, mege- tüm,«Jungfrauschafto, dazu mnd. magedom, m., anord. meydöomr m.
Magdaléna, Frauenname. Asächs. Magda- léna, aus gr.-Jat. Magdalene, bibl.-gr. Morda- Anvyi«die aus Magdala Gebürtiges, einer am Westufer des galiläischen Meeres gelegnen Stadt; daher ahd. Mariä Magdalénisga. Ge- kürzt Lene, das Dim. Lenchen.
Mage, m.(-n, Pl.-n): Seitenverwandter. Nur noch in Schoertmage«Verwandter von männlicher Seitey und Spillmage«Verwandter von weiblicher Seiten, mhd. sve᷑rtmäc,-mäge m. und spinnelmäc, im 15. Jh. Spilmäc m., das Schaert oder der Ger(daher mhd. germãc m.) zur Bezeichnung der männlichen, die Spindel oder Spille zur Bezeichnung der weiblichen Linie. Mhd. mäc, mãge, ahd.-asächs. mäg, afrs. méch, ags. mcẽg m. Bluts-, Seitenver- wandter», anord. mäãgr m.«Verwandter durch Heirat, Schwiegervater, Schwiegersohn, Schwa- gery, norw. maag, schwed. mag«ᷣSchwieger- sohny, adän. maag«Schwager, Schwieger- sohny. Vielleicht zu got. magas, f.«Magdv. Vgl. Btr. 30, 302.
Magen, m.(-s, Pl. wie Sg. und Mägen, bereits im Garg. 253): der in der Bauchhöhle befindliche häutige Sack zu Aufnahme und Verdauung der genoßnen Nahrungsmittel. Bei Luther Magen(schon um 1480 im Voc. inc. teut. p 42 magen), mhd. mage(Gen. magen), ahd. mago m.; dazu mnd. mage f. m., ndl. maag, ags. maga m., engl. mau(Gekröse, Magen), anord. magi m., schwed. mage, dän. mave; aus dem Germ. entl. ital. magone m.«Kropf der Vögely. Vielleicht verw. mit ir. mén «offner Mundꝰ(aus*makno). Vgl. Zupitza 134 und Btr. 28, 65. ZUS. MNagenbitter, m.: Schnaps zur Magenstärkung. Magenkrampf, m., 1777 bei Adelung. Magenpflaster, n., 1691 bei Stieler(aber bereits im Garg. 271 Magenpflästerer). Magenwurst, f., 1541 bei Frisius 4122.
mager, adj.: verhältnismäßig schwach an Fleisch; fettlos. Mhd.-mnd.-ndl.-dän.-schwed. mager, ahd. magar, ags. mœger, anord. magr, dän. auch maver. Urverw. mit(oder entl. aus) lat. macer«magery, gr. uaxedvôc ælang, schlank», uoxpc«langy. 4BL. Magerkeit, f., spätmhd. magerheit, magerkeit f. magern, v.:
mager werden, noch schweiz.-els., mhd. mage- ren, ahd. magarén, jetzt nur in Zss. abmagern. mägern, v.: mager machen, noch schweiz.- els., mhd. Megeren, ahd. magarran, magaren, dafür bei Stieler 1691 und bei Rückert magern.
Magjie, f.: Zauberei, schwarze Kunst. 1586 bei Fischart Bodinus 198 fg. Magy f. aus gr. Jat. magia, gr. uoreia f.«Lauberei». Ma- gier, m.(-I, Pl. wie Sg.): Zauberer(bei Goethe, Schiller), eig. persischer Priester und Weiser, aus dem Pl.(magi) des glbd. gr.-lat. magus, gr. ucoc m., von apers. magav-, Eigen- name eines Priesterstammes. 1773 bei Wie- land Aspasia Mage m. magisch, adj.: zauber- haft, 1566 bei Paracelsus Wundartzney 698, nach dem glbd. gr. lat. Adj. magicus, gr. uœxuc.
Magister, m.(-s, Pl. wieSg.): Lehrmeister; Lehrer der freien Künste, seit der Reforma- tionszeit von philosophischen Fakultäten er- teilte Gelehrtenwürde(1594 bei Frischlin Nomencl. Cap. 77, im 15. Jh. von theologischen Fakultäten verliehen); höherer Stadtschul- lehrer, dann Schulmeister überhaupt(bei Hagedorn, Hölty). Aus lat. magister m.«Vor- gesetzter, Lehrer»(s. Meister), woher schon ahd. das glbd. magister m.
Magisträt, m.(-Lels, Pl.-e): Stadtrat, Stadi- obrigkeit. 1509 bei Brant Layensp. A 3², aus lat. magistrãtus m. obrigkeitliches Amb. Z0S. Magisträtsperson, f.(Goethe 41, 1, 159).
Magnät, m.(-en, Pl.-en): Großer des Reiches. 1669 im Simpl. 445, aus dem glbd. mlat. Pl. magnates, von lat. magnus groß.
Magnét, m.(-en, Pl.-en): Eisen und eisen- haltige Körper anziehender Eisenstein. Mhd. magnes, magnet(e) m., aus lat. magnes m., gr. Xiéoc Mofvyrnc m. Magnetstein», eig. Stein aus der thessalischen Landschaft Mag- nesia». Dazu magnétisch, adj., 1566 bei Paracelsus Wundartzney 703 magnetische An- ziehung, nach dem gr. Jat. Adj. magnéticus. magnetisieren, v., bei Wieland 48, 97 u. 110 Gr., aus frz. magnétiser. Magnetismus, m.(Goethe, Schiller), bei Klopstock gramm. Gespr. 110 Magnetissem, aus frz. magnetismem. ZS. Magnétnadel, f., 1691 bei Stieler.
magnifik, adj.: großartig, prächtig, herr- lich, 1710 bei Elisab. Charl. v. Orleans 3, 180 magnific, aus glbd. frz. magnifique, lat. magni- ficus. Magniflzénz, f.,(Pl.-en): Hoheit, Herrlichkeit, dann Titel des Rektors und des Kanzlers auf Universitäten, auch des regieren- den Bürgermeisters einer freien Stadt. In urspr. Bed. im 16. Jh.(Zimm. Chron. ² 4,


