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nicht alle daraus erklären, trotz Btr. 13, 384. Entl. sind auch lit. Iãvas, I'eyas, abg. lôvi m. Löwey. Lit. Itas«Löwe» ist ein anderes Wort. 4BL. Löwin, f,, bei Luther und noch 1664 bei Duez Lezwin, mhd. lerwin(ne), leuoen, lõ(u)wwin, ahd. leroin, louaoin und lioin, lionna f.; dazu mnd. Iowinne, lauzwwinne(Diefenb. gl. 321°), in der Kölner Gemma 1495 leuacCinne, clevisch 1477 leroynne, nndl. leeutin, afries. lauaa, anord. leöna f.«Löwin». Vgl. auch Laroine. ZS. Löwenanteil, m.: der größte Anteil. Zurückgehend auf eine Fabel des Asop, auch bei Luther erzählt. Löwenfuß, m.: die Pflanze alchemille, wohl wegen der Form des Blattes so benannt, 1546 bei Bock 198 b Lewenfuß. Löwenmaul, n.: die Pfaanze antirrhinum, benannt nach der mit einem offnen Löwenrachen verglichnen Blume, 1519 bei Phrisius. Löwenzahn, m.: die Pflanze leontodon taraxacum, 1533 bei Rößlin 173³ Lewenzan(der bletter halben mit den spitzen zenen» Bock 1546, S. 100 b); dagegen im eig. Sinne schon mhd. lewenzan m.«zahn des Löweny.
loyâl, adj.: gesetz-, pflichtmäßig, gut-, treugesinnt(Wieland 29, 171 Gruber). 1712 bei Hübner(vom geschulten gehorsamen Pferd). Aus frz. loyal, von lat. légãlis ge- setzlich, zu lat. lex f.(Gen. légis)«Gesetzy. Loyalität, f. nach fra. Io--auté f. 1834 bei Petri.
Luch(mit 7), f.(Pl. Lüche): sumpfige Wiese, in der Mark Brandenburg. Mnd. läch (Gen.-ges)«Sumpf, Bruch». Aus glbd. sorb. 7uh.
Luchs, m.(Gen.-es, Pl. Luchse): das Raubtier lynx. Mhd. ahd. luhs m.(Pl. mhd. lühse); dazu and. lohs, mnd.-ndl. Ios(daraus dän. 10), ags. loæ, mit anderm Stamm schwed. do(Pl. lodjur) m. Urverw. mit gr.-Jat. Iynæ, gr. Xir-rk(Gen. MuTkéc) m., lit. laãsis m., apreuß.
lafsis, arm. lusanun«Luchs»; abg. r„ν m.
Panthery, russ. εν α‿uchs» sind zu trennen. ZUS. Luchsauge, n.: scharfes Auge zum Ausspähen, 1567 bei Junius 28 b Luchsenaug (schon ahd. lahs'niu ougen bei Notker).
luck, lück, adj.: unfestzusammenhangend, locker. Mhd. lücke, lack, älternhd. la, 1540 bei Alberus dict. u 4 läck, im 17. Jh. aus der Schriftsprache durch das abgeleitete locker (§. d.) verdrängt, aber noch bayr. lagk, schweiz. lagg, els. lack, westerw. lüche. Unerklärt. Viel- leicht zum folg.
Lücke, f.(Pl.-n): Öffnung, wo Schluf sein sollte; unterbrechende Leere. Noch älternhd. Lucke(1664 bei Duez) neben Lücke, mhd. lücke, lucke, ahd. lacka, lu(c)cha f.«Lücke,
Loch». Gleicher Abstammung wie Loch(s. d.). 48. lückicht, lückig, adj.: lückenhaft, bei Luther 2. Chron. 32, 5 llückicht, 1678 bei Krämer läckigt, 1741 bei Frisch luckig. Z0VÜS. Lückenbüßer, m., bei Luther 6, 5332 J., von die Lücken büßen«ausbessern, zumachen⸗ (Nehemia 4, 7), S. büßen.
Luder, n.(-s, Pl. wie Sg.): Lockspeise, Lockaas(mhd.); Fleischfülle an Säugetieren (1777 bei Adelung, obsächs.);(durch den Ge- ruch Tiere anziehendes) verwesendes Tier- fleisch(1741 bei Frisch); lockres, wüstes Leben, Schlemmerei(mhd.); zum besten haltendes Gespõtte(spätmhd. im 15. Jh. sein uder treiben); durchtriebne, verlockende Weibsperson(im 16. Jh. Zimm. Chron. ² 1, 512, 34). Mhd. Iaoder, md. Iũder m.«Lockspeise(bes. der Jagdfalken), Verlockung, Nachstellung, Hinterhalt, an- ziehendes verführerisches Weltleben, Schlem- mereiy». Unerklärt. Vgl. Idg. Forsch. 16, 111. Entl. viell. frz. leurre Lockspeise»d. 4 B.L. Luderchen, n.: durchtriebne Person, in scherzendem od. kosendem Sinne, bei Goethe 3, 89. Iudern, v.: ködern, dann lustig und locker, ausschweifend, wüst leben, mhd. laodern, md. Iãdern(auch«Possen treiben?). ZUS. Luderleben, n., 1691 bei Stieler.
Ludolf, Mannsname, ahd. Hladolf. Zsgs. aus hlud(s. Lothar) und ahd. ⁵‿† m.«Wolfy.
Ludwig, Mannsname. Mhd. Ludeawlc, spät Luchweig, md. auch Lodezwwig, ahd. Hludoig, Ludoꝛoig, merowing.-lat. Chlodovichus, Chlodo- vius, Chlodoveus, daraus afrz. Lodhaawigs, dann Chlovis, Logis(woher bei Wolfram v. Eschen- bach Löyν), später Louis. Zsgs. aus hlad (s. Lothar) und mhd.-ahd. awν-, asächs. w9 m., ags. Wig n., anord. vig n.«Kampf, Kriegy.
Bei Bürger 409 Ludezwig für Louisdor(s. d.).
Luft, f.(Pl. Lüfte): die frei bewegliche, durchsichtige, gasförmige Masse, die den Erd- körper umgibt. Bei Luther Lufft f., aber älternhd. noch häufig m.(wie noch bayr., ebenso im gemeinen Leben des 19. Jh.«der junge Mensch ist ein rechter Luft» im Sinne von Lüftling), mhd. luft m., md. Iu²t f., ahd. luft m. f.; dazu asächs. laft f. m., mrhein. im 11. Jh. laht(Germ. 9, 24), nürhein. im 13. Jh., mnd.-nnd.-nndl. Iacht f., ags. Iyft m. f. n., anord. lopt, loft n., dän.-schwed. laft m., got. Laftas m. Lufty. Wohl eins mit anord. lopt n., schwed. lopt«Lzimmerdecke, der darüber befindliche Bodenraumy, dän. loft«oberster Raum, Zimmerdecke, Stockwerky. Weitre Verbindungen bei Falk-Torp. 4L. Lüft-


