79 Logik
Lohfink 80
der Freimaurer(1737 entstand in Hamburg die erste Loge in Deutschland, nach engl. Vorbild). Schon im 13. Jh. kölnisch loitsche «Zelty(Hagen Reimchronik 4017). Aus afrz. loge f.«Hütte, Zelt», ital. loggia f. cbedeckter Gang, Galeriey, prov. Iotja, port. loja f., mlat. Iaupid, lawhia, lobia, logia, logea f. coffener Säulengang, Galerie», entl. aus dem Germ.(s. Laube). logieren, v.: wohnen, herbergen, beherbergen, mhd. loschieren, ndrhein. losgeren, md. logern«sich lagern, herbergen», loschiern, lotschieren«Herberge bereiten», aus glhd. frz. loger, mlat. logiare. Logis(spr. 1027), n.: Wohnung, 1716 bei Ludwig Logis, 1645 bei Mandelslo Reise- beschr. 1, 10 Logie, schon mhd. 1ogis n., aus glbd. frz. logis m., mlat. Jogicium n., woher mhd. im 14.Jh. logizieren«sich lagerm. S. Losier. Logik, f.(Pl.-en): Denklehre. 1664 bei Duez Logic, Logich, der Pl. Logiken bei Leibniz 1, 377 Guhr.; schon mhd. im 14. u. 15. Jh. löεcũ, löike, 1õ-, lõic f., aus glbd. gr.-lat. logica f., dem subst. F. des gr. Jat. Adj. logicus, gr. Noricòc«zur Vernunft gehörigy, von gr. Aéroc m.«Wort, Rede, Vernunftꝰ. Dazu Logiker, m.: Logik Vortragender, der Logik Kundiger, 1664 bei Duez u. 1711 bei Rädlein Logichs, 1801 bei Campe Logiker. logisch, adj., bei Campe 1801. Logogriph, m.(-s, Pl.-e): Wort-, Buch- stabenrätsel. 1663 bei Schottel 985 Wort- griflein, Logogriphus. Aus frz. logogriphe, neulat. Iogogriphas m., zgs. aus gr. Xôoc m. Worty und Tpiqoc m. Fischernetzy, dann «künstliches Geflecht, dunkle Rede, Rätsel». ¹Loh, niedriges Holz, Busch, Hain, Wald. Noch bayr.-hess. und weidmännisch, sowie in Wald- und Ortsnamen, z. B. Hohenlohe(d. i. zum hohen Lohe chohen Waldes, mhd. Höhen- löch). Mhd. löch, lö m. n., ahd. lõh m. n.; dazu mnd. 10(h) n. f., im 15. Jh. luge, in Orts- namen auch loch, loge, lage, loy, nndl. in Ortsnamen oo, ags. léah f., engl. lea und in Ortsnamen eigh, ley, lg. Urverw. mit lat.
lücus m.«Hain, Wald, lit. laãälas m. das
freie Feld, aind. loxas m. cfreier Raum, Welt,.
2Loh, f.(Pl.-en): nasse, sumpfige Boden- stelle; Sumpfwiese. Noch bayr., auf dem Fich- telgebirge, holst. Um 1480 im Voc. inc. teut. n1 b l0, m22 lau«Sumpf, Sumpfboden⸗, 1453 lou(Mon. boica 18, 473), mhd. lã f.«Lache, Sumpfwiesey. Unerklärt.
sLoh, n.: Rinde zum Gerben, s. 2Lohe.
loh, adj. flammend. Bei Klopstock, Schiller
(Tell 971). Im 18. Jh. entwickelt aus dem Subst. DLohe, angebahnt durch lichterloh(s. d.).
Lohde, s. Lode.
1Lohe, f.(Pl.-n): aufwallende Glut; rot- gelb aussehender Brand an Weizen, Gerste, Hopfen bei allzu trockner Witterung.(1753 bei Zincke öcon. Lex.). In der 1. Bed. älternhd. Loh(e) m.(bei Opitz) neben Lohe f.(bei Luther), mhd. Johe, 10 m., md. auch f., cauf- schlagende Flamme, flammendes Leuchten», neben mhd. louc m.(Gen. louges), frühmbd. louch, ahd. Iouς m., lauga f.«Flamme?; dazu asächs. logna f., mnd. lochene, logene, loche f., ags. lig, Iég m., anord. Iogi m., log n.«Flammey. Gleichen Stammes wie leuchten, Licht(s. d.). 4BL. Iohen, v.: glühend aufwallen, empor- flammen. Mhd. lohen, ahd. lohjan«aufflammen, flammend leuchten», nebst dem abgeleiteten Intensivum mhd. lohezen, lohazzan, got. lau- hatjan«leuchten, blitzen»; dazu ahd. lougazzan «feurig sein, in Feuer brenneny.
2Lohe, f.(ohne Pl.): Baumrinde mit Beiz- stoff zum Gerben. 1482 im Voc. theut. t 1 b loe, lohe, aber mhd.-ahd. 16 n.(Gen. lôwes), mnd. 10, love n., ndl. 100ν, noch bayr.-hess. usw. Loh n. Vielleicht zu Lauge. 4 BL. Iohen, v.: mit Lohe gar machen, 1472 lauwen. Löher, Löhermeister, m.: Loh- oder Rotgerber, noch hessisch Löher, Löwer, 1678 bei Krämer Löhrer, 1540 bei Alberus dict. aa 3² löer u. 0C 1 b lör, im 15. Jh. lõer, mhd. 1247 löher (Gudenus cod. dipl. 1, 598, 247), im 14. und 15. Jh. lözwer, Iourer, mnd. Ioer, loer, lorer m. ZUS. Lohbeize, f.: das Beizen mit Lohe; die Lohgrube. 1741 pei Frisch. lIohgar, adj.: mit Gerberlohe ausreichend zubereitet, 1602 bei Kirchhof Wendunmuth 2, 227. Loh- gerber, m., im 15. Jh. bei Diefenbach gl. 114 2 logheriwer aus nd. Quellen. Lohkäse, m., Lohkuchen, m.: in runde oder viereckige Form gepreßte Gerberlohe, im 16. Jh. Lo- Keoß(Fronsperger bei Frisch), Lohe-Kachen 1731 bei Zincke öcon. Lex. Lohmühle, f.: Mühle, welche Baumrinde zu Lohe stampft, 1519 lowmähl(Weisth. 5, 666), mnd. 1448 lomole f. Lohrinde, f.: zu Lohe abgeschälte Rinde, mhd. lôrinde f.
Loheiche, f.: die Roteiche, quercus robur, entweder zu Loh(Wald), daher auch Loch- eiche, oder zu 2Lohe, weil ihre Rinde zum Gerben benutzt wird, 1731 bei Zincke öcon. Lex. Lohe-Eiche.
Lohfink, m.(-en, Pl.-en): der Blutfink, Dompfaff, 1731 bei Zincke Lohe-Finche, wohl


