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Bindebasty; dazu mnd.-ndl. lint m.,«Band, Bortey, anord. lindi m.«Band, Gürtel». Von Linde(s. d.), zunächst wohl«Bast der Linde». lind, adj.: weich, weich und wohltuend auf die Empfindung wirkend, ohne Stärke und Beschwernis. Mhd. linde, lint«leicht nachgiebig und empfänglich, weich, zart, mild, ahd. lind(i); dazu asächs. lãdi, ags. lide, engl. lithe(biegsam). Im Adv. mhd. linde, ahd. lindo, ags. lide. Aus dem Germ. viel- leicht entl. span. port. lindo«schön, prächtigy. Urverw. mit lat. lentus«biegsam, geschmei- digy. Vgl. Walde. Vom Komp. linder abgel. lindern, v., im 15. Jh. bei Steinhöwel Esop 323; dazu Linderung, f., bei Luther 4, 338 5 J. Lindigkeit, f., mhd. lindecheit f.
Linde, f.(Pl.-n): der Waldbaum tilia. Mhd. linde, ahd. linta, linda f.; dazu and. lind(i)a, ndl. linde, ags. lind f., engl. lind, linden, anord.-schwed.-dn. lind f.«Linde; im Ahd., Ags. und Anord. auch Lindenschild aus Lindenholz gearbeitet oder aus Linden- bast geflochten. Urverw. sind russ. lutie n. Lindenwald», klruss. 2ute«Lindenbast» und wohl auch gr. edrn«Fichtey. UÜber Ver- wandtschaft mit lat. linter«Kahn» s. Walde. S. a. KZ. 40, 557. 4BL. linden, adj.: aus Lindenholz, Lindenbast, mhd. lindin, lintin. ZUS. Lindenbaum, m., 1537 bei Dasypodius. Lindenblatt, n., mhd. lindenblat n. Linden- plüte, f., 1546 bei Bock 65 b Lindenblüet.
Lindwurm, m.(ſels, Pl. würmer): ge- flügeltes schlangenartiges Ungeheuer. Mhd. lintwwurm(neben lintdrache, lintrache), ahd. lindaurm, anord. linnormr m., z88. aus ahd. lint, anord. linnr m.«Schlange», und Wurm (s. d.), mhd.-ahd. insbes.«Schlange, Drache? bedeutend. Im 15. Jh. auf das Krokodil bezogen(Voc. inc. teut. p 1 ⁵, Brack 1489 h 6b), im 17. Jh. erlöschend(noch 1678 bei Krämer) aber in den 70 er Jahren des 18. Jh.(z. B. 1777 bei Stolberg 1, 167) wieder belebt.
Lineäâl, n.(-S, Pl.-e): Richtscheit zum Ziehen gerader Linien. 1482 in Voc. theut. t1 pnial, um 1480 im Voc. inc. teut. p 1 b linial, 1468 bei Diefenb. nov. gl. 236 2 lineal. Aus mlat. lineale n., dem Neutr. des lat. Adj. Unedlis«in Linien bestehend, mit Linien gemacht», von lat. Nneg f. Linien.
ling, Ableitungssilbe zur Bildung männ- licher Subst., mhd.-ahd.-mndl.-linc, ags.-engl.- nndl.-dän.-schwed.-läing, anord.-lingr. Hervor- gegangen aus der Ableitungssilbe-ing(s. d.), die im Ahd. an abgeleitete Wörter mit-al,
-il,-ul trat und mit diesen Silben verschmolz. Davon lingin zur Bildung weibl. Subst., erst in der 2. Hälfte des 18. Jh. bei Dichtern. Das genitivische lings zur Bildung von Adverbien, die eine Beschaffenheit anzeigen, wie etwas geschieht, zuerst 1411(Frankf. Reichscorr. 1, 197), auf nd. Einfluß beruhend, dafür mhd. lingen, älternhd. gekürzt-ling, ahd. dingun; dazu mndl.-linghe, nndl.-ling(s) ags.-linga. 8. Baumgartner Zfd W. 3, 53.
Linguist, m.(-en, Pl.-en): Sprachkenner, forscher. 1593 bei Helber 13 und 20. Von lat. lingua f.«Zzunge, Sprache».
Linie, f.(Pl.-n): Ausdehnung eines Punktes in die Länge, Zeile; 1/10 od. 512 Zoll (1716 bei Wolff mathemat. Lex.); Aquator (1709 bei Hübner); Schlachtreihe des Heeres od. der Flotte(ebd., 1757 in Eggers Kriegslex.); die Feldtruppen im Gegensatz zur Landwehr (seit 1813); Abstammung(im 16. Jh., nach der Darstellung von Stammbäumen); ausge- spanntes langes dünnes Seil, Leine(Möser patr. Phant. 1, 123). In der 1. Bed. mhd. linie, ahd. linia, ahd.-and. linna f. Aus lat. linea f. Leine, leinener Faden, Linien, von lat. lnum n.«Lein»(s. d.). 43L. Alinig in gerad-, Krummlinig, 1775 bei Adelung. lin(i)ieren, v., im Voc. ex quo 1469 lingeren, von lat. linedre«nach der Richtschnur richten». ZUS. Linienschiff, n.: Schlachtschiff erster Größe, 1782 bei Jacobsson, dafür bei Frisch 1741 ein Schiff von der Linie, 1695 bei Ziegler Schauplatz 464 Haupt-Schiff, 905² Capital-Schiff.
link, adj., Gegensatz von crecht» nach der Hand genommen. Mhd. linc, lenc, im Ahd. lenkca f.«die linke Hands. Lidén Stud. 46 ver- gleicht aind. lawga-«lahm?. Durch dieses Wort wurden alle andern Ausdrücke derselben Bed. verdrängt, mhd. tenc, lerz(ndrhein. Iorz, lacrz), lerc, lirc, lurc, winster(ahd. u. and. winistar, anord. vinstre), got. hleickuma, mnd. lacht, locht (gew. im Komp. luchter, lochter, engl. lefl). Eine alte Nebenform ist ahd.-ndrhein.-mndl. u. nndl. slink; daraus vielleicht entl. afrz. esclengue, esclenche«linke Handꝰ, vgl. Körting. Im 15. und 16. Jh. die durch ge- verstärkte Form gelink(Bibel von 1483 Richter 5, 26), glinck(Voc. theut. 14821 24. 4 BL. Linke, f.: linke Hand(ahd. lenka f.); Gesamtheit der zur linken Hand des Präsidentenstuhles Sitzenden (im 19. Jh.). linkisch, adj., 1470 im mlat.- hochd.-böhm. Wb. 250 linkesch. links, adv., der Gen. Sg. von link, um 1480 im Voc. inc.
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