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Lied 66
schweig 249 Liebichen, 1650 bei Moscherosch Phil. 1, 72 Liebgen, ndrhein. in der 1. Hälfte des 16. Jh. Kfikcin, ndl. 1598 bei Kilian liefken n., dafür im 18. Jh. auch Liebelein, n.(Hölty 175), 1540 bei Alberus dict. B 3²2 Lieblin n. «Herzgeliebtey, mhd. liebelin n. Der Sup. des Adj. als Subst. Liebster, m.(mit Art. der Liebste), u. Liebste, f.: vor allen Ge- liebter(Matth. 12, 18, P. Fleming 157), Herz- geliebte(Fastnachtsp. 1293, Fleming 491), Ehegatte(1663 bei Schuppius 231), schon 1464 die süssen liebsten als kirchl. Gedächtnistag am 18. April, im 18. Jh. auch Herr Liebster und Frau Liebste(Gellert 3, 270 u. 404). 4BL. Liebe, f.: herzliche Zuneigung, mhd. liebe, ahd. liub?, auch liupa f.; dazu and. libi, ags. luf f., engl. love. Liebde, f.: Liebe, nur in Titulaturen Deine, Eure Liebden, 1443 eiorer liebde, 1478 bei N. v. Wyle 351, 5 als die fürsten aunser landen(Schwaben) bisher Pflegen haben ain andern zeschryben üwer lieb, heben getz etlich schriber an flemisch dar für zeschriben ioer liebde; gebildet nach md. im 14. Jh. leift f., mnd. lõbede, liefte, léfte f.«Liebey. lieben, v., mhd. lieben, ahd. liucbön clieben», liubén«lieb oder angenehm sein, gefalleny, liuben«angenehm oder lieb machen, Freude, Liebe erweisen», aber ags. lufian, engl. lobe clieben»; dazu das Frequentativum liebeln, v.: seine Liebe bezeugen(1540 bei Alberus dict. y 4b), flüchtig lieben(im 18. Jh. bei Stolberg, Bürger, Goethe). lieblich, adj., mhd. lieplich, ind. lieblich, löblich, ahd. liublih; dazu asächs. 1iο*ν, Lioblic, afries. Naflik, ags. léẽof lac, got. liubaleilcs. Im Adv. mhd. Niepliche, ahd. Iilihho, ags. léoflice. Davon Lieb- lichkeit, f., im 16. Jh. bei Fischart 3, 279 K., anders mhd. 1394 Meplichait f.«gütlicher Ver- gleich». Liebling, m., 1648 bei Zesen Ibr. 254; dazu im 18. Jh. Lieblingin, f., bei Lessing, Hölty, Voß. Liebschaft, f., mhd. liep-, Hebschaft f.«Lieben und lieb(e)schaft f. Liebesverhältnis».— Z0S. 1) mit dem Adv. lieb: Liebhaber, m., mhd. liephaber m. Liebender, Freund, Anhänger», ausgegangen von lieb haben, mhd. liep haben; davon Lieb- haberin, f., im 15. Jh. liebhaberinne, md. im Aufang des 14. Jh. liebheberinne f., und Lieb- haberei, f.: Vorliebe für etwas, 1777 bei Adelung.— 2) mit dem Subst. Liebe: a) mit Liebe-, Lieb-: Liebäugel, n., Name mehrerer Pflanzen, z. B. des Borretsch, der Hundszunge, der gelben Lupine, 1793 bei Nemnich Lieb- cugel, 1616 bei Henisch Liebäuglin«buglossum
Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl. II. Bd.
agrestey. liebäugeln, v.: um oder mit Liehe qiugeln, im 16. Jh. bei Agricola Sprichw. 61*, dafür bei Henisch 1616 liehaugen. Liebe- diener, m.: Schmeichler, 1716 bei Ludwig, schon 1663 bei Schuppius 548 Liebesdienerin f. «Schmeichlerin». liebevoll, adj., bei Klop- stock Mess. 2, 85. liebkosen, v.: zu Liebe zärtlich sprechen, eig. zu Liebe sprechen (Zimm. Chron. 2, 158, 6, s. Kosen), mhd. liep-, liebekõsen, mnd. levekosen neben levereden, Gegensatz ahd. argchösön«übelreden»; davon Liebkosung, f., um 1480 im Voc. inc. teut. p 1² lebkosung. Iieblos, adj., mhd. liebelõs. liebreich, adj., 1576 bei Mathesius Luther 109 b. Liebreiz, m., 1648 bei Zesen Ibr. 170, Lihbreiz für Cupido 1645 in der adr. Rose- mund 240. liebreizend, adj., 1641 bei Schottel 134.— b) mit Liebes-(zuerst im 15. Jh. bei Eberhard v. Cersne 3351 liebestat Liebestaty nachweisbar): Liebesbrief, m., 1648 bei Zesen Ibr. 519. Liebesdienst, m., 1739 bei Liscow Sat. 130. Liebeserklä- rung, f., bei Lessing 4, 201. Liebesgott, m., bei Opitz 2, 84. Liebeshandel, m., 1678 bei Krämer der Pl. Liebshändel. Liebes- lied, n., 1711 bei Rädlein. Liebesmahl, n., 1734 bei Steinbach. Liebestrank, m., bei- Opitz 2, 185. Liebeszeichen, n., bei Opitz 2, 117.— 3) mit dem Gen. Sg. des substantiv. Infinitivs Liebens-: liebenswert, adj., 1673 bei Lohenstein Ibr. Sultan 2, 153. liebens- würdig, adj., bei Opitz 2, 48 Liebens würdig, bei Ludwig 1716 liebenswürdig.
Liebstöckel, n. m.(-J, Pl. wie Sg.): die 4— 5 Fuß hoch wachsende Pflanze ligusticum levisticum. 1540 bei Alberus dict. EE 32 lieh- stõöckel, im mrhein. Voc. ex quo 1469 lieb- stuckel, um 1450 bei Mynsinger 56 liebstickel, 50 laubstickel, 1482 im Voc. theut. t 2 b lub- stickel, mhd. lubestechil n., lübestecke m., ahd. lubistechal, lupistechil m. n. und lubisteche m.; dazu mnd. lubbestoch, ags. lofestice m.(an- knüpfend an ags. 1u²a f.«Liebe»). Mit An- lehnung an lieb und Stöckel(Stöcklein), früher an mhd. lippe, ahd. Iuppi n.«stark wirkender Pflanzensaft, Zaubery(s. Lab), und an Stecken (ahd. steccho m.) od. an ahd. stechal m.«Becher, Kelch», aus mlat. levisticunn für lat. ligusti- cum n., d. i. urspr. aus Ligurien(Genua usw.) stammende Pflanze.
Lied, n.(els, Pl.-er): Singgedicht. Mhd. liet n.(Gen. liedes), ahd. liod n.; dazu ags. lõο n.«Lied, anord. Hοd n.«Gesangstrophe», got. liupön«singen?, liupareis m.«Sänger?,
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