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(ahd. auch«Lagerstatt, Polsterbetto, vgl. das urverw. gr.«Afvn f.«Lager, Ruhebett»). Siehe lehnen. ZUS. Lehnstuhl, m.: Stuhl mit Lehne, bei Duez 1664 neben Lehnestuhl.
²Lehne, f.: der Achsnagel, s. Lünse.
3Lehne, auch Lenne, f.(Pl.-n): der(nörd- liche) Spitzahorn, acer platanoides. 1793 bei Nemnich 1, 26 Lenne, Lehne, Lömme, 1741 bei Frisch Löhn(aus Chyträus 470), nach dem glbd. dän. Iön n., schwed. lônn f.; dafür mhd.-ahd. In-, limboum m.(noch bayr. Lein-, Leimbaum, Lein-, Leimahorn), anord. Mynrm., ags. Alym, hlin; urverw. mit glbd. russ. Kleni, poln. Klon, tschech. Klen m., lit. kléuas m. «Ahorn», akymr. celin, mlat. clenus.
Lehne, f.(Pl.-n): das weibliche wilde Schwein, die Bache. Weidmännisch. 1580 bei Sebiz Feldbau 569 Leen, im 15. Jh. liene, liehe f., 1354 in lgenenbusch(Baur Arnsb. Urk. S. 500, 811); aus älter-mlat. Ieha, woher auch franz. lale, älter lée f.
11ehnen, v. intr.: auf Halt Gebendes von der senkrechten Richtung abweichen, in schräger Stellung sich stützen. Mhd. lenen, älter linen, ahd.(h)linén; dazu asächs. hlinon, ags. Rlinian, hleonian. Mit 2lehnen(s. d.) auf einen gemeingerman. Stamm Ali zurück- gehend und urverw. mit lat. clindtus ge- neigt⸗, inclinãre«neigenꝰ, trichinium n.«Lager für drei, gr. iveiv«lehnen, beugenꝰ, Mivn f. cRuhebett», Mcio f.«Lager, Lehnsessel, Zelty, xXMrc f. u. iroc n.«Abhang, Hügel»,«xiuc n. cNeigung, Lage», Nuo? f.«Leiter, ir. cln «Schiefy, lett. slina, slit«anlehnen, stützen?, lit. Slichju clehne», Slijes«schief gewordenꝰ, lervas«krummbeinig?, Alastas m. Bergab- hang», aind. gräjati«lehnt, legt any, grãjatẽé clehnt sich an, befindet sichy. Weiteres bei Walde. Vgl. Leite, Leiter.
zlehnen, v. trans.: auf Halt Gebendes von der senkrechten Richtung abneigen machen. Bei Luther lehnen, im 16. Jh. auch länen, md. lénen, mhd. leinen, ahd. leinan, ags. hlcẽnan. Aber mhd. auch intrans., und damit beginnt eine Vermengung mit llehnen(s. d.), die im 17. Jh. die Form leinen auf obd. Schrift- steller beschränkt.
slehnen, v.: nur zum Gebrauch oder zu Rückgabe dargeben oder nehmen, leiben. Mhd. leh(a)nen, lénen, ahd. léhanôn cals Lehen geben, belehnen, leihen); dazu and. Iéhnon, ags. Icẽnan, engl. lend xleihen, verleihen). Von Lehen.
Lehnwort, n., von neuern Grammatikern
Lehr, s. Leer.[geschaffen.
Lehre, f.(Pl. n), mhd. lére, ahd.-asächs. léra, md. lãr(e) f.; dazu ags. lär f., engl. lore (Kenntnis). Entl. schwed. lära, dän. läre. Von lehren, v.: wissen machen, zunächst vortragend, unterredend, hinweisend. Mhd. léren(Prät. Iérte, md. lärte, Part. geléret, md. gelärt, Inf. vereinzelt larn), ahd. ler(r)an; dazu asächs. Iér()an, ndl. leeren, afries. léra, ags. Icõran,(entl. anord. Icε&τα), got. laisjan, Fakt. zum got. Prät.-Präs. lais«ich weißy. Dazu lernen, List. Wahrscheinlich bedeutet got. lais«ich bin auf der Spur gewesen⸗, und es gehört zu den unter Gleis behandelten Wörtern. Urspr. steht lehren mit Akk. oder doppeltem Akk., d. h. der Person und der Sache(Ps. 25, 4), doch taucht schon asächs. (Heliand 2170), sowie mhd. im 14. Jh.(Altd. Blätter 1, 94, 151) vereinzelt für den Akk. der Person der Dativ auf und im 18. Jh. setzen unsre besten Schriftsteller sowohl den Akk.(Schiller 11, 166, Goethe 50, 7, Les- sing 3, 339) als den Dat. der Person(Les- sing 3, 88, Goethe 6, 102). 4 L. Lehrer, m., mhd. Iércœre, lérer, ahd. Iéräri, got. laisareis m.; davon Lehrerin, f., bei Diefenbach Wb. von 1470 S. 110 lererin. lehrhaft, adj.: geschickt zum Lehren, 1691 bei Stieler; geschickt zum Lernen, im 15. Jh. bei Diefenbach gl. 1892. Lehrling, m., 1648 bei Zesen Ibr. 446. Z08. Lehrbuch, n., bei Luther 8, 22² Lerebuch. Lehrgedicht, n., 1657 bei Harsdörffer Gespr.² 2, 84. Lehrgeld, n., im 15. Jh. lérgelt. Lehrjahr, m., 1363 bei Mone 3, 158 der Pl. lérjäre. Lehrjunge, m., spätmhd. lér- Junge neben léreknabe, in der st. Form 1561 bei Maaler Leerjunger. Lehrmeister, m., mhd. Iéremeister; davon Lehrmeisterin, f., mhd. léremeisterinne. lehrreich, adj., 1678 bei Krämer. Lehrsatz, m., 1657 bei Hars- dörffer Gespr.² 2, 179, bei Zesen Dögens Baukunst 1648. Lehrstand, m., 1562 bei Mathesius Sar. 66. Lehrstuhl, m., mhd. lerstuol.
Jei: Art, in allerlei usw. Mhd. lei(e), leiſe, leige f.«Art und Weise», ein nur mit vorge- setztem Zahlwort oder Pronomen oder nach einem vorgesetzten Adv. stehendes Subst., aus afrz.-prov. Iey«Art und Weisey(a leg«nach Art und Weise»), nfrz. loi, span. ley f.«Ge- setz», von lat. lex f. Gesetzy. Fast alle Verbindungen mit Jei erscheinen, wie aller- hand(s. d.), im Nhd. als aneinander gerückte Gen. des Pl., die mhd. noch getrennt stehen.
Lei, f.(Pl.-en): Schiefer, Schiefertafel.


