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zlaut, Präp. mit Gen. u. auch Dat.: nach Wortinhalt. Aus nach Laut, mhd. 1374 näch Tüt«pnach Inhalt», 1398 näch lazot und sag mit Gen., aber bereits im 15. Jh. lãt des artilcels. Luther setzt als Präp. noch das ältere lauts; mhd. als Adv. Täôtes, im 14. Jh. lautes«mit lauter Stimmey.
lautbar, adj.: hörbar; ruchtbar(2. Makk. 1, 33), bekannt. Nicht mehr üblich. Mit Laut(s. d.) zsgs., mhd. Itbœre, ahd. Adv. Mtbäro öffentlich». Verschieden davon ahd. liutbäri, mhd. liutbar öffentlich bekannt), von ahd. Tiüt m. n.«Volk, Leute).
Laute, f.(Pl.-n): länglich bauchiges be- saitetes Tonwerkzeug, insbes. zu Gesangbe- gleitung. Mhd. schon im Evangelium Nicodemi (Germ. 20, 51) laute f., aber erst im 15. Jh. als lute f. geläufig, mudl. um 1400 lRte f., aus glbd. frz. lath m., afrz. im 13. Jh. leut, prov. laust, ital. Iiuo, liudo, span. laũd, portug. alaüũde m., von arab. al-d«Laute». Dazu Lautenist, m.(en, Pl.-en): Lautenspieler, im 16. Jh. Iautinist, lautenist, von glbd. mlat. latanista, lutinista m., dafür spätmhd. Iüten- slaher m. Lautenschlägery.
lauten, v.: laut sein, tönen, erschallen (mbd. läten, ahd. hlutén, lütéen); in Worten oder Schrift kund werden(bei Luther).
läuten, v.: laut machen, lauten machen, insbesondre Hinundherschwingendes(Glocken, Schellen usw.) tönen machen;(von Tönendem) tönend sich hören lassen, im Hinundher- schwingen tönen(auch unpers. es läutet). Mhd. liuten, md. lãten, ahd. Matjan, hlättan, Fattan sowohl«ertönen lassen» als tönen); dazu asäãchs. hlãdjan in ahlüdjan«aussprechenꝰ, ags. hladan ætönen, schreien, lärmenꝰ.
lauter, adj.: ungemischt mit Fremdem, rein; adv. nichts als(bei Luther). Das Adj. mhd. lüter(auch«lediglich, bloß»), ahd. (hlät(t)ar, asächs. hlüttar, ndl. louter, afries. Mutter, ags. hlätor, hlüttor, got. hlätrs, mit vor r unverschobenem t. Das Adv. mhd. läter ædeutlich, ganz», asächs. Mattro cauf- richtigy, ags. Rlat)tre chell, klary. Entweder nach Berneker Idg. Forsch. 10, 152. Zupitza 119 zu tschech. Kliditi«reinigen», Klouditi«sauber machen», russ. Kladi f.«Ordnung», tschech. Klid Ruhey oder zu gr. kXCGZer&spülen», XPdGWV m. Woge, Wogenschlag, alat. cluere «reinigeny, lett. Slaota«Besen», slaucit«fegen, wischen», lit. Släoju«fege, wischey, Slüota f. Beseny. 4L. Lauterkeit, f., md. Iaterkeit, dafür mhd. lôterheit f. und ahd. hlüttrà f.,
got. hlätrei f., Rlatriba f. läutern, v.: lauter machen, mhd. liutern, ahd.(h)lütaren, bei Notker liuteren, ags. Rluttrian; davon Läute- rung, f., um 1480 im Voc. inc. teut. o 8 5b leuterung in eig. Bed., 1403 bei Diefenb.- Wülcker luterung«Klarstellung?, mhd. liate- runge f.«Erläuterung, Erklärungy.
lautlich, adj.: den Lauten gemäß, in der Sprache der Grammatiker des 19. Jh., aber im 15. Jh. lätlich, läütelich«sonorosusy.
Lautverschiebung, f.: Verschiebung von Konsonantenreihen, zuerst 1822 bei J. Grimm.
Lava, f.(Pl. Laven, Goethe 30, 3): feurig- flüssiger Auswurf des feuerspeienden Berges. Im 18. Jh. aus glbd. ital. lava f., neapoli- tanisch die Straßen überflutender Regen- bach», von ital. lat. lavãre«waschen.
Lavéndel, m.(-s): die Pflanze lavandula. Mhd. lavendel(e) f. m., aus mlat. Iauandula f., ital. lavendola f., von glbd. ital. lavanda f., abgel. von lat.-ital. lavãre«wascheny.
lavieren, v.: hin und her segeln ohne Aufgeben der eigentlichen Richtung; in über- trag. Bed. 1791 bei Roth. 1571 bei Heyden Plinius 325 lauiren, bei Weckherlin 1, 511, 80 laveeren, aus mnd. laveren(schon bildlich), ndl. Iaveren, früher loeveren, woher auch glbd. frz. louvoger, abgel. von Lav(s. d.).
Lavör, Lavoir, n.(*s, Pl.-e): Hand-, Waschbecken. 1669 im Simpl. 88, aus jetzt veraltetem ndl. lavoor, von glbd. frz. lavoir m., zu lat. lavãre«waschenv.
Lawine, f.(Pl.-/n): vom Berg abrollender Schneesturz. Im 18. Jh. hochd. aus glbd. lad. lavina f., das auf mlat. labina f.«Erd- fall»(7. Jh.) zurückgeht, von lat. Iãbi cherab- gleiten, fallen). Die Nebenformen Lauzbine (Goethe 19, 291 u. 294, Wieland Göttergespr. 94), Lauine(Goethe 16, 366) nühern sich dem glbd. schweiz. Laui, Läui, Lauiwi, Lüuao f. (Pl. Lauenen, Lauabenen usw., immer mit be- tonter erster Silbe, im 16. Jh. Leuzwenen, 1302 latinisiert Pl. lowinae, im 17. Jh. Lou- winen, Lõuuwwinen, guasi ledenae, daher wort- spielend noch in Schillers Berglied Löwin f., in erweiterter Bed. 1541 bei Frisius 500 ² Herdlouoe f.«Erdfall»), tirol.'steir. Lahn f., bayr. Läuen, Lüun f., mhd. léne f.«Lawine, Sturzhach, leus f.«Tauwetter», ahd. lezwina, lowin f.«Gebirgssturzbach».
Lawn-Tennis, n.: Ballspiel. In neurer Zeit aus glbd. engl. Iawνn-kennis, zgs. aus laun Rasen u. fennis Ballspiel».
lax, adj.: unbestimmt, schlaff. Im 18. Jh.


