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wren; dazu ndl. bei Kilian loeren«mit den Augen blinzeln, auflauernꝰ, engl. louer«düster blickenꝰ, Turk«auflauern», mengl. louren, laren csich tückisch zurückhalten⸗, schwed. lura, dän. lure«schlummern, aufpassen, betrügen», vgl. schweiz. leürachtige augen, von grossem schlaaff der einen ankompt, und wil sich aber yemerdar darvor hüten bei Maaler 1561. Her- kunft unsicher. 43L. Lau(e)rer, m.: Auf. passer, Späher, bei Luther Luc. 20, 20. lauer- sam, adj.: zum Laaern geneigt, lauernd, im 18. Jh. bei md. Schriftstellern(Musäus).
Lauf, m.(-els, Pl. Läufe): geschwinde Fortbewegung;(weidm.) Laufglied des Wildes (1561 bei Maaler); Rohr des Schießgewehres (Ende des 15. Jh.); Folge melodischer Töne, Läufer(15. Jh.). In der 1. Bed. mhd. Iouf (Pl. lõufe), ahd. louf(Pl.-a) m.; dazu andfrk. loup, mnd. 10(), ndl. 1oop, afries. hlép, ags. hliep m., engl. ledp, anord. hlaup n., schwed. löp, dän. 16b. Von laufen(s. d.). Vgl. Lauft.
Laufbahn, s. laufen.
Läufel, f.(Pl.-n): die àußere(grüne) Schale mancher Baumfrüchte, z. B. der Nüsse usw. 1512 bei Keisersberg Bilgersch. 208 2 louffel, 1540 bei Alberus dict. Y 4 und Gg 1² leyff f., frünk. Lauf f., mit ableitendem: ahd. Touft, lõft f. cäußerste Nußschale, Baum- rindey. Wohl urverw. mit tschech.-poln. lupina f. üußere grüne Fruchtschale, Hülse, Schote, lit. lapinas m. Pl. Obstschalen», und mit Schwebeablaut gr. Nonéc m.«Schale, Rinde, Hülse, Hauty. 4 BL. läufeln, v.: von der Hülse befreien, z. B. Nüsse, Erbsen usw., bei Keisersberg Bilg. 208 2 leufften, Postill 2, 51° löuffen, im mrhein. Voc. ex quo von 1469 ug(aus) leyfften.
laufen, v.(Präs. laufe, läufst, läuft, Prät. lief, Konj. liefe, Part. gelaufen): sich geschwind fortbewegen. Mhd. loufen(Prät. lief, auch liuf, Part. geloufen), ahd.(h)lou(f)fan(Prät. liaf, auch liuf, liof, Part. gi(h)laufan); dazu asächs. Rlöpan, ndl. Ioopen, afries. hläpa, ags. hléapan,(engl. leap chüpfen, springen»), anord. hlaupa, schwed. löpa, dän. lõbe, got. hläupan. Als Nebenform vom 14. bis ins 19. Jh. Prät. loff(älter luf, luff, alem. lüff) und Part. ge- loffen(noch bei Wieland, Goethe, Heine). Vielleicht urverw. mit lit. Klupti nieder- knien, straucheln», Kladptis«niederknien), gr. kähnn f. Trab». Vgl. Brugmann Ber. d. sächs. Ges. d. Wiss. 1897, 23, Zupitza 118. 4BL. Läufer, m.(-s, Pl. wie Sg.): laufender Bote(mhd. loufere, löufcre, ahd. loufäri), als
Figur im Schachspiel 1664 bei Duez, aber noch im 19. Jh. Laufer; Rennpferd(mhd., dazu anord. hlaupari m.); als Bezeichnung des Kamels(laufer im 14. Jh., noch bei Wieland 8, 324); junges nicht mehr saugendes Schwein (1731 im Ocon. Lex. 1355, läuffel im 16. Jh. bei Birlinger Augsb. Wb. 408 b); rasch auf einander folgende auf- oder absteigende Töne (im 18. Jh. bei Wieland Abderiten Bch. 3, Kap. 5); schmaler Teppich. läufig, adj.: brünstig(von Hunden 1537 bei Dasypodius leujfig), mhd. lõufec, löufic«gänge, gangbar, weltläufig, bewandert». läufisch, adj.: brün- stig, 1691 bei Stieler. ZUS. Laufbahn, f.: Bahn zum Laafen, im eig. Sinne bei Duez 1642, übertragen bei Adelung 1777. Lauf- feuer, n.: in einer Linie gestreuten Schieß- pulvers laufendes Feuer(bei Kramer 1719), längs der Ausdehnung eines Heeres laufendes Gewehrfeuer(1757 in Eggers Kriegslex. 2, 38). Laufgraben, m.: Belagerungsgraben, in dem man sich der Festung ungesehen nähert(1617 bei Wallhausen Corpus mil. 115, 210). Lauf- paß, m.: Paß zu Entlassung und Sichfort- begeben, bei Campe und Schiller Turandot 5, 2. RA. einem den Laufpaß geben; älter dafür Laufzettel, m., 1696 bei Chr. Weise Comö- dienprobe 104; jetzt«Zettel, der durch eine Reihe von Händen läufty.
Lauft, m.(-Lels, Pl. Läufte): Lauf, aber nur noch in der Bed.«Laufglied des Wildes» bei den Jägern(1485 Weisth. 2, 61 der Plur. leuffter) und im Pl. Zeitläufte«geschwind auf- einanderfolgende Vorgänge, Ereignisse der Zeity. Mhd. loaft, ahd. hlauft, louft m.«Laufꝰ, schon im 8. Jh. vom Zeitlaufs, spätmhd. der Pl. Ieusfte neben löufe«zeitläufte». Mit ableit. t von laufen(s. d.). Davon läuftig«gewandts, noch nordd., auch in eeitläuftig, spätmhd. löuftic, louftic«bewandert, gewandt.
Lauge, f.(Pl.-n): mit Auszug aus Pflanzen- asche getränktes Wasser; überhaupt künstlich bereitete Salzauflösung. In der 1. Bed. mhd. louge, ahd. Iouga f.; dazu mnd. lõge, ndl. loog, ags. léah(g) f., engl. lie, lge; den Grundbe- griff zeigt anord. laug f.«warmes Bad», lauga cbaden, waschen». Vielleicht urverw. mit lat. laväre«waschen, badeny, wohl stammverw. mit 2Lohe. Entl. russ. lüga f.«Lauge». Mhd. hagenbuocheniu löge chainbüchene Lauge» ist auf Prügel angewandt. 43L. laugen, v.: mit Lauge behandeln, bei Stieler 1691 laugen, obpfälz. laugnen, 1465 leugenen.
Lauheit, Lauigkeit, laulich, s. lau.


