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Lauer 26
spätlat. eleckuxrium n.«dicker Heilsaft, von gr. exkeixrv n.«Arznei, die man im Munde zergehen läßt», eig.«auszuleckende Arzneiꝰ, zu exXeixeiv ausleckenn.
Latz, m.(es, Pl.-e, öst. Lätze): klappen- artiger Kleidungsteil vor Brust od. Unterleib (im 15. Jh.), eig. durch Schlingen befestigtes Vorstück der Kleidung, Schnürstück, denn spätmhd. latz m.«Schlinge, Band, Fang- schleifey(noch tirol. kärnt.schwäb. Latz m., schweiz.-els. Lätsch m.«Schlinge, Schleife»), entl. aus afrz. la=«Schnürband», nfrz. lacs, ital. laccio, span.-port. lazo, prov. latz m.«Schnur, Schlinges, von lat. laqueus m.«Strick, Schlinge».
lau, adj.: weder kalt noch warm. Bei Luther Offenbar. 3, 16 lauo, mhd. lã(Gen. lãuwes), ahd. lão; dazu anord. hlyr, hlär clau, mild»(vom Wetter). Urverw. mit lat. calére «warm, heiß sein, glühen», lit. Siäti«warm werdeny. Vgl. Walde. 4L. Lauheit, f., im 13.—14. Jh. läheit, im 15. läbheit, Iäweheit f., wofür ahd. lãνσ f. Lauigkeit, f.: das Lau- sein, eig. wie bildlich, 1537 bei Dasypodius läꝛoigkerft, mhd. lãwecheit, md. léwikeit f. Iaulich, adj., 1691 bei Stieler, das Adv. mhd. lœw'eliche, im 15. Jh. läwelich. ZUS. lau- warm, adj., 1470 löwarm.
Laub, n.(-Lels, selten Pl.-e u. Lüuber): Blattwerk der Holzgewächse; in der Spiel- karte die Farbe Grün od. Schüppen, frz. pique (1594 bei Frischlin Nomencl. Cap. 177 Laub). In urspr. Bed. mhd.-ahd. 1ouꝓ̃ n.(Pl. mhd. 70G u. lõuber, ahd. Ioubir); dazu asächs. löf n., mnd. lõf(Pl. lovere u. loue), ndl. looxf, afries. lãf n. Lauby, ags. léaJ n., engl. leuf«Blattꝰ, anord. Iauf n.«Laub», schwed. 1ö¹†, dän. 159, got. laufs m.«Blatt»(Pl. lauεο). Urverw. (mit Schwebeablaut) mit lit. läpas m.«Blatty, gr. Aénoc n., Noröc m.«Schale, Hülsey, Aénetv «schäülen„. 4L. laubig, laubicht, adj., 1539 bei Serranus lauchig, 1537 bei Dasypodius laubecht. ZUS. Laubfleck(en), m.: Sommer- sprosse. 1561 bei Maaler. Schweiz.-elsässisch. ELaubfrosch, m.: laubgrüner Frosch, mhd. loupvrosch, ahd. loupfrosc(Ahd. Gl. 3, 273, 47 loupfros). Laubgang, m., bei Schiller 11, 209. Laubhütte, f.: Hütte mit loupgrüenen esten(Tristan 597), 1483 bei Eychman V3 b laubhutt, bei Luther 3. Mos. 23, 42 Laubhuütte, 2. Makk. 10, 6 Lauberhütte u. Lauberhütten- fest, gekürzt 1. Makk. 10, 21 Lauber fest. Laubrüst, m.: Laubhüttenfest, feier der Juden, bei Luther auch Laubrust Ps. 81, 4 u. Joh. 7, 2, jetzt veraltet, md. im 13. Jh.
laubrus(Hahns Pass. 267 b, 96), im 15. Jh. laubproist(Diefenb. gl. 518²), entstanden aus mhd. laubprost«Laubbruch, Laubfall, Laub- fallszeity, von mhd. brust m. f.«Bruchy, zu bresten«brechen⸗. Laubsäge, f.: feine Säge zum Ausschneiden laubförmiger Zierstücke, 1791 bei Roth. Laubtaler, m.: großer franz. Taler mit einem belaubten Lorberzweige auf der Rückseite, seit 1726 geprägt. Laubwerk, n., 1517 bei Trochus L 6 laubwerg.
Laube, f.(Pl.-n): Laubhütte; Garten- haus; Galerie um den obern Stock eines (Bauern-) Hauses, Gang in diesem Stockwerke, bedeckte Halle. In 1. Bed. seit dem 16. Jh. nachweisbar(1537 bei Dasypodius 1782 laube, bei Luther Sommerleube, aber schon ahd. louba vel hutta, tabernacula ex ramis facta Ahd. Gl. 2, 386, 39), in 2. Bed. mhd. Ioube (Pl. Iouben, löuben), ahd. Iouba, loupa f., nrhein. löve(Karlmeinet 208, 39); aus germanischem laubja entlehnt lad. laupia f.«Emporkirche», ital. loggia f.«Galerieꝰ, frz. loge f., wozu loger v.«wohnen» logis, logement m.«Wohnungy. Da die Bedeutung Galeriey älter ist, so gehört es nicht zu Laub, obwohl durch Volksdeutung angelehnt, sondern zu anord. lopt n.«Limmerdecke, der darüber befindliche Bodenraumꝰ, schwed.-dän. loft. Dazu noch abg. Iubini m.«was aus Baumrinde gemacht ist», russ. labi m. ᷣBast», lit. obas m. «ᷣBaumrinde», labôs, Pl.«bretterne Stuben- decke, Boden», apreuß. lubbo«Brett, Zimmer- decke», vielleicht auch lat. liber m. Basty. Vgl. Walde.
Lauch, m.(-els, Pl.-e): eine Art Zwiebel- gewächse(bes. Porree). Mhd. louch, ahd. louh m.; dazu mnd. 1öx, ndl. look, ags. léac, engl. leec, anord. laukr m.; aus dem Germ. entl. abg. lakkẽ m., finn. lauk;a. Gr. Aooc f. m.«junger, biegsamer Zweig» stimmt zwar lautlich, liegt aber in der Bedeutung recht fern.
1Lauer, m.(-s, ohne Pl.): Nach-, Trester- wein, Wassermost. 1470 lawer, mhd. lôre, ahd. lüra f., aus glbd. lat. löra f. Daneben mit Umlaut 1586 bei Ruland 368 Leur(noch schwäb. leier und bayr. Leuer), mhd. liure, ahd. Iãrra(für lürja), von lat. lõrea f.«Lauery.
2Lauer, m.(-n, Pl.-n): schlauer hinter- listiger Mensch. Fast nur noch in der RA. der Bauer ein Lauer. Alternhd. Laur, mhd. lure m. Zu lauern(s. d.).
3Lauer, f.(ohne Pl.): heimliches Auf- passen, Hinterhalt. Mhd. Wre, lär f. Von lauern, v.: worauf heimlich aufpassen, mhd.


