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Allgemeiner Anzeiger.
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bezalt werden.
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st bei mir zu haben.
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über Bremen nach Amerika
* 2 befördert jeden Monat am 1. und 15. Auswanderer unter Zu⸗ 2 2 sicherung reeller Behandlung und Begleitung bis Bremen; auch kann das Ueberfahrtsgeld an mich
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Chr. Wallenfels,
Wenn seither zuweilen eine Nummer des Laternem. weniger erschien, so werden dieses die verehrl. Abonnenten gütigst entschuldigen, indem dadurch hinreichend Ersatz geboten wird, daß das Format bedeutend vergrößert und durch kleinere Schrift weit mehr Text geliefert wird. Vergangene Woche war es mir aber um so weniger möglich eine Nummer erscheinen zu lassen, da ich einer Ladung vor den Mainzer Assisenhof Folge leisten und drei Tage auf der Anklagebank schwitzen mußte. So⸗ mit hätte ich denn nun die Assisen der drei Provinzen vollkommen genossen. Ursache dieses Ruf's nach Mainz war, daß ich im Jahre 1849 dem Studiosus Wasser⸗ burg aus Mainz ein Gedichtenbüchelchen druckte, wodurch sich Derselbe die Geldmittel verschaffen wollte, das Exa⸗ men machen zu können, welches denn auch geschehen.— Wasserburg, im J. 1848 Präsident des Arbeitervereins in Mainz, seither aber Bezirksgerichts-Accessist daselbst, hatte die Thorheit begangen, ohnlängst noch Exemplare des durch Preßgesetz gänzlich verbotenen Gedichtebüchelchens an Soldaten und Arbeiter abzugeben, daher denn auch die Anklage gegen mich, welche auf„Hochverrath, Be⸗ leidigung des östreichischen Kaiserhauses und Beschimpfung des Großherzoglichen Militärs,“ lautete. Wasserburg hat aber noch gleichzeitig eine kaum denkbare Thorheit began⸗ gen und zwar: einen Butzemann heraufzubeschwören, der im Jahre 1848— 49 so viel Unheil angestiftet— einen Communisten-Clubb gebildet, dem Filialvereine an⸗ derer Städte zugehörten und hatten nach geschehenen Haus suchungen sehr gravirende Correspondenzen der Commu⸗ nistenhäuptlinge, Meitlinger in Elberfeld und Weitling in Amerika, sich vorgefunden. In jetziger Zeit kaum glaub⸗ lich aber wahr!— Bezirksgerichts- Accessist Wasserburg hütet nun schon 8 Monate das Gefängniß und mit ihm noch zehn Clubbisten, die nächsten Vorstände; vierund⸗ zwanzig aber ohne uns beiden saßen auf der Anklagebank und sah man unter der versammelten Menschenmenge
manche Thräne der Angehörigen weinen.— In 14 Tagen erfolgt das Urtheil vom Bezirks-Assisengericht. f C. Schild.
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