Am G r a be. Canalmüller: Es verlangert mich, ob beim Bier⸗König Freund: Da ruht nun seit gestern der liebe, gute Mann de. wide Haas in'n Garte lege läßt? g und wir betrauern ihn herzlich; aber werden Sie denn, e Ei 5 75 misse echt emal higeh unn theure Freundin, die Einsamkeit ertragen, werden Sie nicht annem sticheln, villeicht duht'r sich uff! nach einem Theilnehmer Ihrer Freuden, nach einem Tröster in Ihren Leiden verlangen? Dürfte vielleicht der lang⸗ jährige Freund des theuren Verklärten eine kühne Hoffnung
nähren und sich das Glück einer Zukunft——— Canalmüller: Ne,'ßis doch werklich schauderrös, dasses
Wittwe: Ihr Anerbieten, lieber Freund, ist mir ebenso diß mals gar kei End mit dem Winter nemme will! Mer schmeichelhaft als ehrenvoll, aber— ich bedaure herzlich— iß ja blos noch Mensch in Bezug uff Holz unn Braunkole. ich bin bereits versprochen. Mer arweit jg blöslich sir de Kachelofe.
Schlammk ßer: Ic will D'r sage, Emil, dasses im⸗ Ueberraschung. 8 mer so schn unn iß unn gar nitt Frihling werd,
Vater: Verdammter Bengel! Du frißt hier im Wirths— daß iß hohe Weisheit. Die Sonn will nitt eher steche hause Butterbrod und Käs', hast Du denn nicht zu Haus' unn de Nachtegalle wolle nitt eher schlage unn de Bähm genug zu essen? Weißt Du, was Dir hierauf gehört? 978 eher ausschlage, unn's Gras nitt eher schieße, als
Sohn: Noch ein guter Schoppen, ich hab' erst einen
üller: is 2 getrunken. Canalmüller: No, ais bis?
8. Schlammbeißer: Als bis de Wiener Friedens verhand⸗ Belehrung lunge zu End sinn! 5
Kleiner Neffe: Erklären Sie mir doch, lieber Onkel, 5
wie ist denn das mit den Kühen, Stieren, Kälbern und
Ochsen? 0 110 1 Bibliographtsche Frage. Alter Onkel: Das ist sehr einfach, lieber Julius! Das 4 5 e Kalb ist das Kind, die Kuh die Mutter, und der Stier der Welches sind jetzt die üblichsten Bücher-Formate? Vater.— Antwort. Nesse: Und der Ochse? Die Taschenausgaben für's Volk. Onkel: Na— der Ochse— sieh' mal— der Ochse, 1 5 das ist— eben— 3 Neffe: Das ist wohl der Onkel? *. Was sünd doch dü Großen so glücklüch! Nücht bloß wönn Höflichkeit. sü gösund sünd, neun, auch wönn sü Leubschneuden haben, Schlammbeißer: Waß iß awer de Frah Fichtelbergern haben sü 8ühre eugenen Leubschneuder. so e artige Frau, Emil. Leubnütz. Canalmüller: Woso? 8 Schlammbeißer: Ei Se begleit ei'm immert bis an de Trepp. 5. 5. Dü Optüker sagen müt Röcht, daß dü Lünsen dön Gö⸗ Canalmüller: Daß iß ahnstännig.'s gibt awer aach genstand vergrößern. Uech habe in dör That bemörkt, daß Leit die mer bis an de Trepp begleite muß. Ich seln schond wönn üch vül davon gegössen, müch meun Leub ßu schwöl⸗ vom Mann bis an de Hausdühr gebracht worn. len göschwollen schün. — Lünsenbalg. 4
Allgemeiner Anzeiger.
= On-
150 Ankündigung.
Vielseitig an uns gerichteten Anfragen begegnend bringen wir hiermit zur öffent— lichen Kenntniß, daß wir, so lange unser Vorrath reicht, alle noch bei uns eintreffende Bestellungen auf Loose zu der
am 1. Juni dieses Jahrs AindViderruflich statthabenden Ziehung der grossen Kunst-, Industrie-& Geld- Lotterie
„1 Loos fl. 7 oder 4 Thlr., 6 Loose, worunter ein sicher Gewinnendes, fl. 35 oder 20 Thlr.“ ausführen werden. J. Nachmann und Comp. in Mainz.
e e Tdomund in Bremen,
expedirt vom 1. März anfangend, regelmäßig am[sten und 15ten jeden Monats, große, schöne, dreimastige Segelschiffe nach Newyork und Baltimore, sowie in geeigncket
—
Jahreszeit nach Neworleans und Galveston in Texas.
Die Passagepreise sind billigst gestellt und wird auf jede Anfrage bereitwilligst; gewünschte Auskunft ertheilt. 5 5 1


