Urrzovekk-Zeikung.
Amerika auf einmal unabhängig von dem deutschen Kalimonopol, insonderheit wäre der französischen Landwirtschaft ein Wert zugeführt, der von höchster volkswirtschafilich-r Bedeutung ist. Denn die Erträgnisse de8 frönzöstchen AckerS sin) gerade wegen des Kaliauksalles im Kriege so empfindlich zurückgegangen. Um so mehr haben wir Grund, diesen einzigartigen Besitz an Bodenschätzen, der uns solche Ueber- legenheit gibt in der Woltwirschaft, festzuhalten und daS Elsaß ^als deutschen Besitz unter allen Umständen zu behaupten.
Und noch eins. Frankreich braucht Menschen, es braucht in Zukunst mehr als je tüchtiges, kern- haftes Menfcheamalectal; es kann nur durch solche Kräsiezusuhr aus seinem Ermattungszustand einigermaßen sich wieder in die Höhe dringen. Berjüngungs- kräfte soll ihm dos elsüssisch-germanische Blut bringen. Denn an das keltische Blut, das in den Elsässern fließen soll, glauben sie im Grunde selbst nicht; nern, daS germanische soll es machen, und das wollen sie sich im Et-aß holen. Aber dafür muß uns daS Elsaß zu gut sein, als daß wir ,s den Franzosen zu ihrer Blutauffcischung ausliefern. Was den Franzosen zur Stärkung dient, ist für uns gefährlich; jede Stärkung Frankreichs wird zur Bedrohung Deutschlands Also muß das Elsaß deutsch bleiben!
Aber, wie zu Anfang gesagt, wir haben es nlcht nötig, das Festhalten am Elsaß vor uns und anderen mit Gründen zu rech:sectigen; es ist einfachster nationaler Lebenswille, der es uns gebietet, dieses deutsche Land niemals w-eder preiszugehen. Aber wenn das Elsaß für Deutschland ein so unvergleichlicher nationaler Besitz ist, dann wird man seinen Bewohnern auch viel entgegenbringen müssen, wird die Nöte und Schwierigkeiten, die sich für sie aus ihrem einzigartigen Schicksalsgang bis in den Krieg hinein ergeben haben, mit Geduld tragen und
ihnen schonende Rücksicht und verständnisvolle Liebe nie versagen.
Derwnndeten-Ztnterricht
Unterricht in der Gewerbeschule (Kirchkr
Bauzeichnen, - 1
Fachzeich neu , Dienstag. Mittwoch, Donnerstag u. Samstag
Freihandzeichnen, \ oon ^ 9 — 12 Uhr.
Deutsch, Mittwoch und Donnerstag von 2—4 Uhr.
Wkchsluehre.' j ,jJloRta 0 und Mittwoch von 2-5 Uhr.
Rechnen. Montag von 2 — 5 Uhr.
Projektionszeichnen. Mittwoch von 2—5 Uhr.
£cr Unterricht wird erteilt von den Herren Appel, Bert Klein müller, Pros Dr. Krausmüller und 2 Architekten. ^ ' Öa0öen
Meldungen werden bei der Schulleitung der Gewerbeschule, abends oon 5—6 Uhr entaeaen genommen. Der Unterricht ist unentgeltlich. uqr ' entgegen
praktische Arbeiten in den -Lehrwerkstätten.
Schreinerei, Schlosserei, Schuhmacherei Schmiede, Korb flechten, täglich oon 9—12 und 2—6 Uhr. Maschinen! chreiben, täglich von 8 — 12 und 2—6 Uhr.
täglich 8-12 und 2-6 Uhr
11 Unterricht
Dienstag und Freitag oo.a 8—9 Uhr abends.
Stenographie (Gabelsbergec System).
Polizeik.-Aspirant Karnbach.
Der sich erungs- und F ü r s o r g e w e s e n. Dienstag und Freitag 2^— 3% Uhr Beratung der
Kriegsteilnehmer über alle -Fragen der Kranken-, Invaliden- und Hinterbliebene,wer- stcherung, Kriegsversorgung usw. Im Soldatenheim. Bücobeamter Kirchner.
Schnitz-, Flecht- und Pappa-Seiten. Bormittags and nachmittag«: in den Räumen des Rote»
Kreuzes und in den Lazaretten.
Oießenec -Lazarettöeralimg
Verwundete und erkrankte Kriegsteilnehmer
verlieren oft ihre Ansprüche, besonders aus der Kcaiilen- und Jnoaliden-V-rsicherung, weil sie über die in Frage kommenden Brstimmangen nicht genügend informiert sind. Ls kann d-shilb allen Kriegsteilnehmern oder sonstigen Heeresmgehörig-n, di- auf dem Gebiete der Kranken- und Invalidenversicherung. Familienunterstütz mg, Kciezsmochsnhllfe usw. über irgendeine Frage im Unklaren sind, nur empfohlen werden, sich von der seit zwei Jahren be- stehendrn Verwundeten^ Beratungsstelle (Sprechstunden Dienstag und Freitag von 2%—3% Uhr ttn Soldatenheim) beraten za lassen, woselbst auch alle erforderlichen Schrtsistücke unentgeltlich ange- ferligt werden. Soweit die Raisachrnden nicht ausgehen können, wollen sich dieselben schriftlich an den Leiter der Beratungsstelle. Bureaubenmten H. Kirchner, Gießen, Schiffenbergerweg 16, wenden,
der auf Wunsch bereit ist. di- Ratsuchenden in den Lazaretten zu besuchen.
Kreis- und Ortsausschuß, Kietzen, für
die Kriegsöefchüdigteu-Wrforge.
Geschäftsstelle: Gewerbehaus. Kirchstr. 16 (Fernsprecher 535). Geöffnet täglich, außer Sonntag und Samstag nach nittag. von 8 -12 und 2—5 Uhr.
Werkst ä t te. Geiverbehaus. Erdgeschoß. Geöffnet Montag bis Freitag oon 8—12 und 2 —6 Uhr.
U n terrich tsrä u m e: Gewerbehaus, 1 . und
2. Obergeschoß. Geöffnet täglich, außer Samstag und Sonntag von 8 — 12 Uhr.
Berufsberatung: Gewerbehaus, Erdge- shoß. Sprechstunde Mittwoch von 5—6 Uhr.
Stellenvermittelung: Gewerbehaus, Erdgeschoß. Täglich von 8—12 und 2—6 Uhr.
Deit Juni 1916 ist mit Genehmigung der Militär-Sanitätsbehörde in den Gießenrr Lazaretten die Lazarettberatung eingesührt. wie solche Em- richtung auch an anderen Octen besteht. Bon einer Anzahl Gießener Herren, die st h in dankenswertester Weise freiwillig zur Verfügung stellten, hat je einer ein Lizarett übernommen, das er wöchentlich eia- o)ec zweimal besucht, um mit den Becwun)eten in Verkehr zu treten und diesen in persönlichen Angelegenheiten Auskunft und Rit zu erteilen, wenn solcher gewünscht wird. Die Lazrcetlberater übernehmen die Vermittlung zw schm ihren Schutzbefohlenen und der Berufsberatung, dem Stellen- und Arbeitsnachweis sowie der Beratungs'telle süc Vrrücherungs- und Fücsocgewesen. Sie sorgen au h, wenn sie darum gebeten werden, für Anregung und Unterhaltung der Lazarettinsassen. Verschiedent lich haben sie mit diesen Spaziergänge unlernom men und haben sie in die Museen drr Stadt geführt. Endlich weisen st; die Verwundeten auf die Benutzung der Lazarettbibliotheken, auf die Lazarettzeitung. den Vecwundetenuntercicht und die Vorträge oder Abendunterhaltungen hin.
Zur Zeit sind folgende Herren als Lazarettberater tätig:
Dr. Berger: Ohrenklinik Prof. Eger: Medizinische Klinik Kaufmann Horst: Eoangel. Schwesternhaus Prof. Koob: Kath, Schwesternhausu. Vereinshaus Rechtsanwalt Leun: Fruuen- und chicurg. Klinik Prof. Michel: Knabenschule Geh. Rat Mittermaier: Alte Klinik Dr. Rhotert: Alte Klinik Dr. Schneider: Alte Klinik Prof. Trapp: Siechenhaus Professor Bousset: SteinS Garten.
Für Akademiker, die in Angelegenheiten ihres Studlums Rat suchen, ist Herr Sekretär Erle aus dem UnioecsUälssekretariat (Sismacck.lc.) während seiner Dienststunden zu sprechen.
Dr. Henneberg.
Ausstellung von Acöeiteu Kriegs- öeschadigter, Hea>eröeyaus, Kirchstr. 16
geöffnet: Werktags von 8—12 und 3-6 Uhr.
Zutritt unentgeltlich. Kinder sind nicht zugelassen.
Kreis- »ms» Ortsausschuß Gieße» für die Kriegsbeschädigten-Fürsorge.
Der Vorsitzende: Keller, Oberbürgermeister.
Aas Kießener Solvatentzeim
Im früheren Kaffeehaus Ebel, Burg gra be n 9, Eingang von der Marktstraße aus. nahe am Markt. Zeitungen. Zeitschriften, Kciegskarten. Bücher und Gesellschaftsspiele stehen zur Berfüguag. ebenso ein gutes Klavier sowie Schreibtische mit Briefpapier. Einfache Erfrischungen werden zum Selbstkostenpreise gereicht. Für den Aufenthalt im Freien bietet der hübsche Hausgarten Gelegenheit. Auch eine Kegelbahn ist für die Üesncher neu hergerichtet. Bis aus weiteres sollen an jedem Donnerstag nach mittags oon 3 —5 Uhr Konzerte der Kapelle
des Ersatz-Bataillons des Infanterie-Regiments 116 stattsinden. Die Räume sind täglich von 10 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends geöffnet.
chiehener Seyenswürdigkeiten.
'1. Sammlungen des Höerhelsilchen Heschlchts. Vereins und der Wilhelm Haitschen Stiftung. Im
alten Schloß, Brandplatz. Sonntag von 11 —1 Uhr.
2. Vötkermnleum, neben der alten Kaserne. Zugänglich Sonntag von 11—1 Uhr.
3. Hießener Kunstsammtnng, im neuen Schloß über dem Völkermuseum, Sonntag 11—1 Uhc.
4 Botanischer Harten der Universität am Brandplatz. An Werktagen freier Eintritt von 3—12 und 2—5 Uhr, Sonntags von 9—13 Uhr.
5 Lesehalle des Hießener Lesehallen-Vereins im Loryaus, Setteesweg 93. Täglich geöffnet oon 10 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends.
Schriftleitung der Gießener Beilage:
«eh. Hofrat Dr. H. H a u p t , Gießen. Keplerstraße 1. und ßroseyor Dr. Kar! Helm, Gießen, Stesanstraße 7.


