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verwundete und erkrankte Kriegsteilnehmer
verlieren oft ihreAnfprüche, besonders aus der Kranlen- und Jnvaliden-Versicherung, well sie über die in Frage kommenden Bestimmungen nicht genügend informiert sind. Es kann deshalb allen Kriegsteilnehmern oder sonstigen Heeresangehörigen, die auf dem Gebiete der Kranken- und Invalidenversicherung, Familienunterstützung, Kriegswochenhilfe usw. über irgendeine Frage im Unklaren sind, nur empfohlen werden, sich von der seit zwei Jahren bestehenden Verwundeten-BeratungSstelle (Sprechstunden Dienstag und Freitag von 2y 2 —3y a Uhr im Soldatenheim) beraten zu lassen, woselbst auch alle erforderlichen' Schriftstücke unentgeltlich ange- ferligt werden. Soweit die Ratsuchenden nicht ausgehen können, wollen sich dieselben schriftlich an den Leiter der Beratungsstelle, Bureaubeamten H. Kirchner, Gießen, Schiffenbergerweg 16, wenden, der auf Wunsch bereit ist, die Ratsuchenden in den Lazaretten zu besuchen.
Kandesausschuß für Kriegsbeschiidiglen- Iürsorge im Zleg.-BeM Wiesbaden.
Geschäftsstelle: Frankfurt a. M., Bleichstr.18.pt.
Sprechstunde 8-3 Uhr.- Fernruf Amt Hansa 7396, 7397 und 7398.
Bewerber für unten ausgeschrieben Stellen wenden sich an die Geschäftsstelle des Landesausschusses für Kriegsbeschä- digten-Fürsorge. Ebendaselbst wird auch unentgeltlich Auskunft in allen Rentenfragen erteilt.
Es wird gebeten, bei etwaigen Rückfragen die . Tagebuchnummer mitanzugeben.
Gesucht werden für:
58|7. Sparkasse ein Inkassobote.
59|7. Maschinenfabrik mehrere Hilfsarbeiter.
60|7. Jugendheim eine Verwalterhilfe.
6117- Euxusgegenständc-öcsebäft ein Ausläufer.
62(7. Stadtverwaltung Im Reg.-Bez. Wiesbaden
ein Bürogehilfe.
63|7. UersieherURgsgesellsebalt mehrere jüngere kaufmännische Kräfte.
6417. 6alanteri<waren*6cscbäft ein kräftiger, stadtkundiger Ausläufer.
6517. Reservelazarett ln Baden' ein Röntgen- techniker. *
6617. Jfrzt in ftaubeim ein kräftiger Hausdiener.
6717. Sattlergesebäft eine ältere kaufmännische Kraft.
6817. crikotagenkabrik in Ressen ein Zuschneider.
6917. Stadtgärtnerei mehrere Hüter für die Anlagen.
70>7. Privatbaus ein Hausmeister, der auch Heizung mitversieht.
7117. Röbrenbandlung ein Ausläufer.
7217. Utrsicberungsgeseüsebaft mehrere schreibge- wandte Leute für Expedition.
7317. Baugesebätt ein Bautechniker.
7417. Grossbucbdruekerei ein Ausläufer.
|
75|7. Schlosserei ein Schlosser für leichte Reparaturen.
76>7. Buxusgegenstände-Magazin ein elektrischer Schweißer.
7717. Ronfektionsgescbäft ein Ausläufer, der Rad fahren kann.
78>7.
79>7.
8017.
8118.
82,7.
mann.
Warenbaus ein Portier.
Desgleichen ein Konditor.
Buchbinderei ein Buchbinder.
Rutgesthält ein Buchhalter.
Uersicbcrungigesellsebaft ein tüchtiger Kauf-
Ierwundeten-Mnterricht.
X
8317. Benachbarte Metallwarenfabrik Jrankfurts
ein verheirateter kinderloser Hausmeister.
8417. jFIrzt ln Stadt an der Bahn ein Gärtner.
8517. Eagerbausgesellsebatt ein Ingenieur, Techniker oder Werkführer zur Aufstellung unter Unterwindgebläsen.
861?. Bank ein Kasfenbote.
Itnterricht in der Heweröeschut'e (Kirchstraße
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag u. Samstag
von y 2 9 —12 Uhr.
Bauzeichnen,
Fachzeichnen,
Freihandzeichnen,
•' Deutsch, Mittooch und Donnerstag von 2—4 Uhr.
Wech sichre.' } und Mittwoch von 2-5 Uhr.
Rechnen, Montag von 2—5 Uhr.
Projektionszeichnen, Mittwoch von 2—6 Uhr.
Der Unterricht wird erteilt von den Herren Appel, Bert. Klein, Fritzel. Haggenmüller. Prof. Dr. Krausmüller und 2 Architekten. uu
Meldungen werden bei der Schulleitung der Gewerbeschule, abends von 5—6 Uhr. entaeaen- genommen. Der Unterricht ,st unentgeltlich. ’ u ü
praktische Arbeiten in den Lehrwerkstätten.
Schreinerei, Schlosserei, Schuhmacherei Schmiede, täglich 8 — 12 und 2—6 Uhr - Korbflechten, täglich von 9— 12 und 2— 6 Uhr. 9 '
Maschinenschreiben, täglich von 8—12 und 2—6 Uhr.'
II. Jlntenicht in Lazaretten und im Sotdatenkeim.
Stenographie (Gabelsberger System). Polizeik.-Aspirant K a r n b a ch.
Versich erungs- und F ü r so. r g e w e s e n. Dienstag und Freitag 2^—3^ Uhr Beratung der
Kriegsteilnehmer über alle Fragen der Kranken-, Invaliden- und Hinterbliebenenver- sicherung, Kciegsversorgung usw. Im Soldatenheim. Bürobeamter Kirchner.
Schnitz-, Flecht- und Papparbeiten. Vormittags und nachmittags; in den Räumen des Roten
Kreuzes und in den Lazaretten.
Kießener Lazarettöeralurrg.
Seit Juni 1916 ist mit Genehmigung der Militär-Sanitätsbehörde in den Gießener Lazaretten die Lazarettberatung eingeführt, wie solche Einrichtung auch an anderen Qcten besteht. Von einer Anzahl Gießener Herren, die sich in dankenswertester Weise freiwillig zur Verfügung stellten, hat je einer ein Lazarett übernommen, das er wöchentlich ein- oder zweimal besucht, um mit den Verwundeten in Verkehr zu treten und diesen in persönlichen Angelegenheiten Auskunft und Rat zu erteilen, wenn solcher gewünscht wird. Die Lazarettberater übernehmen die Vermittlung zwischen ihren Schutzbefohlenen und der Berufsberatung, dem Stellen- und Arbeitsnachweis sowie der Beratungsstelle für Verstcherungs- und Fürsorgewesen. Sie sorgen auch, wenn sie dckrum gebeten werden, für Anregung und Unterhaltung der Lazarettinsassen. Verschiedentlich haben sie mit diesen Spaziergänge unternommen und haben sie in die Museen der Stadt geführt. Endlich weisen sie die Verwundeten auf die Benutzung der Lazarettbibliotheken, auf die Lazarettzeitung, den Verwundetenunterricht und die Vorträge oder Abendunterhaltungen hin.
Zur Zeit sind folgende Herren als Lazarettberater tätig:
Dr. Berger: Ohrenklinik Prof. Eger: Medizinische Klinik Kaufmann Horst: Eoangel. Schwesternhaus Prof. Ko ob: Kath. Schwesternhaus u. VereinshauS Rechtsanwalt Leun: Frauen- und chicurg. Kumt Prof. Michel: Knabenschule Geh. Rat Mittermaier: Alte Klinik Dr. Rhotert: Alte Klinik Dr. Schneider: Alte Klinik Prof. Trapp: Siechenhaus Landgerichtsrat Wiener: Steins Garten.
^ Für Akademiker, die in Angelegenheiten ihres Studiums Rat suchen, ist Herr Sekretär Erle auf dem Unioersitätssekretariat (Sismarckstc.) während seiner Dienststunden zu sprechen.
Dr. Henneberg.
Aas Gießener Sotdatensteim
Im früheren Kaffeehaus Ebel, Burggrabe n 9, Eingang von der Marktstraße aus. nahe am Markt. Zeitungen. Zeitschriften. Kriegskarten. Bücher und Gesellschaftsspiele stehen zur Verfügung, ebenso ein gutes Klavier sowie Schreibtische mit Briefpapier. Einfache Erfrischungen werden zum Selbstkostenpreise gereicht. Für den Aufenthalt im Freien bietet der hübsch- Hausgarten Gelegenheit. Auch eine Kegelbahn ist für ive Besucher neu hergerichtet. Bis auf weiteres sollen an jedem Donnerstag nachmitttags von 3—5 Uhr Konzerte der Kapelle des Ersatz-Bataillons des Infanterie-Regiments 116
stattstnden. Die Räume ffnd täglich von 19 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends geöffnet.
Kreis- und Ortsausschuß, Gießen, für dir Kriegsöefchüdigteu-Ilürforge.
Geschäftsstelle: Gewerbehaus, Kirchstr. 16 (Fernsprecher 535). Geöffnet täglich, außer Sonntag und Samstag nachmittag, von 3—12 und 2—5 Uhr.
Werkst ä t te. Gewerbehaus, Erdgeschoß. Geöffnet Montag bis Freitag von 8 — 12 und 2 —6 Uhr.
Unterrichtsräume: Gewerbehaus, ,1. und 2. Obergeschoß. Geöffnet täglich, außer Samstag und Sonntag von 8—12 Uhr.
Berufsberatung: Gewerbehaus, Erdge^- schoß. Sprechstunde Mittwoch von 5—6 Uhr.
Stellenvermittelung: Gewerbehaus, Erdgeschoß. Täglich von 8—12 und 2—6 Uhr.
Ausstellung von Aröeiten Kriegsbeschädigter, Geweröeyaus, Kirchstr. 16
geöffnet: Werktags von 8—12 und 3—6 Uhr.
Zutritt unentgeltlich. Kinder sind nicht zugelassen.
Kreis- und Ortsausschuss Giefteu für die Kriegsbeschädigteu-Mrsorge.
Der Vorsitzende: Keller, Oberbürgermeister.
Gießener Sehenswürdigkeiten.
1. Sammlungen des Höerßessischen Keschichts- Vereins und der Wilhelm challschen Stillung. Im
alten Schloß. Brandptatz. Songtag von 11—1 Uhr.
2. Vötkermuleum, neben der alten Kaserne. Zugänglich Sonntag von 11—1 Uhr.
3. Hießener Kunstsammlung, im neuen Schloß über dem Völkermuseum, Sonntag 11—1 Uhr.
4. botanischer Harten der Universität am Brandplatz. An Werktagen freier Eintritt von 8 — 12 und 2—5 Uhr, Sonntags vou 9—12 Uhr.
5. Lesehalle des Hießener Lesehallen-Vereins im Forhaus, Settersweg 93. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends.
Schriftleitung der Gießener Beilage:
Geh. Hasrat Dr. H. Haupt, Gießen. Keplerstraße 1. und Professor Dr. Karl Helm. Gießen, Stefanstraße 7.


