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Kunst lag. Und bis auf den heutigen Tag ist diese Kraft nickt erstorben. In der Musik haben die Flamen lange die Führung in Händen gehabt. Unser Beethoven stammt aus flämischem Blut, und es stimmt wohl, wenn man sagt, daß in seinem Werk flämisches Wesen widerklingt.
Lange Zeit hindurch ist daS Volk durch eine französisch gesinnte Regierung sich selbst entfremdet. Aber gegenwärtig darf es zu kräftigem Selbstbe- wußtsein erwachen. Eigensinniger Freiheitsstolz ist ihm stets eigen gewesen. Jetzt sind ihm hohe Ziele gewiesen. Wir können froh zuschauen, wie dieser uns so nah verwandte Stamm seine Freiheit erstreitet.
Ltnt. Phil ips en f.
Derwundeien-Hlnierriclit.
Kandesausschuß für Uriegsbeschädigten- Iiirsorge im Reg.-Be?irk Wiesbaden.
Geschäftsstelle: Frankfurt a. M., Bleichstr 18 Pt.
Sprechstunde 8—3 Uhr.
Fernruf Amt Hansa 7396 und 7397.
Bewerber für unten ausgeschrieben Stellen wenden sich an die Geschäftsstelle des Landesausschusses sür Kriegsbeschä- digten-Fürsorge. Ebendaselbst wird auch unentgeltlich Auskunft in allen Rentenfragen erteilt.
Es wird gebeten, bei etwaigen Rückfragen die Tagebuchnummer mitanzugeben.
Gesucht werden für:
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77J 1 . Roblenbandlung ein Mann zum Holzsägen.
79s1. Bedeutendes Jlusstattungsgescbäft ein Registrator, welcher Maschinenschreiben kann.
801. Ztädt.lffankendaurabteiluag ein Laboratoriumsdiener,^welcher radfahren kann.
8111. Oberledergrossbandiung ein Packer.
82|1. Portcfeuillefabrik ein Aufseher für die Stepperei (Schneider).
8311. Burgverwaitung am Rhein ein verheirateter Kriegsbeschädigter als Hausmann und Fremdenführer. Frau mltdrtätlgend.
84J1. Dergl. ein Wirt zur Verwaltung der Burgschenke.
8511. ludkgesedäft ein Fuhrmann für leichteres Fuhrwerk.
8611. Munitionsfabrik ein vertrauenswürdiger Nachtwächter.
8711. Gärtnerei ein Gartenarbeiter.
88/1. RÜCbenverwaltung ein Buchhalter.
8911. Druckerei in Frankfurt a. M. ein Buchbinder.
90>1. Bueb- und Steindruckerei in Duisburg eine Anzahl Steindrucker. Buchdrucker und Schweizerdegen.
9111. Bekanntes UJelngrossbaus in Mainr ein
Aufseher.
92)1. Desgl. ein Packmeister.
93> 1 . Privatbaus bei Breisstadt am Rhein ein
Hausgärtner für Obst und Gemüse.
941. Bedeutendes Restaurant ein Spülmann für die Küche.
95|1. Oelgrossbandlung ein Bürodiener. \
96|l. fluto- und Jabrradwerke ein Portier.
9711. gemeinnütriges Beim ein Wärter.
9811. Bürgermeisterei auf dem Westerwald ein Polizeibeamter, welcher gleichzeitig die Flurhüterstelle mit begleitet.
99| 1. Erstklassiges Bankbaus ein Heizer für Zentralwasserheizung.
10011. Rrtegsindustriellen Betrieb eine Anzahl Werkzeugschlosser, und Leute zum Anlernen als Schleifer.
101/1. Maschinenfabrik sofort ein Pförtner.
I. Anterricht in der Heweröeschule (Kirchstraße 16 ).
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag u. Samstag
von %9 —12 Uhr.
B a uzeich ne n ,
Fachzeichnen,
Freihandzeichnen,
Deutsch, Mittwoch und Donnerstag von 2—4 Uhr.
Buchführung, |
Wechsellehre, f Montag und Mittwoch von 2—5 Uhr.
Rechnen, Montag von 2—5 Uhr.
Projektionszeichnen, Mittwoch von 2—5 Uhr.
Der Unterricht wird erteilt von den Herren Appel, Bert, Klein, Fritzel, Hagg en müller, Pros. Dr. Krausmüller und 2 Architekten.
Meldungen werden bei der Schulleitung der Gewerbeschule, abends von 5—6 Uhr, entgegen- genommen. Der Unterricht ist unentgeltlich. -
praktische Arbeiten in den Lehrwerkstätten.
Schreinerei, Schlosserei, Schuhmacherei Schmiede, täglich 8 Korbflechten, täglich von 9—12 und 2-6 Uhr. Maschinenschreiben, täglich von 8—12 und 2—6 Uhr.
-12 und 2—6 Uhr
II. Anterrichl in Lazaretten und im Soldatenlieim.
Stenographie (Gabelsberger System). Polizeil.-Aspirant Karnbach.
Versicherungs- und Fürsorgewesen. Dienstag und Freitag 2 J 4 — 3% Uhr Beratung der
Kriegsteilnehmer über alle Fragen der Kranken-, Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung, Kriegsoersorgung usw. Im Soldatenheim. Bürobeamter Kirchner.
Schnitz-, Flecht- und Papparbeiten. Vormittags und nachmittags; in den Räumen des Roten
Kreuzes und in den Lazaretten.
Aas Kießener Soldatenheim.
Im früheren Kaffeehaus Ebel, Burggraben 9, Eingang von der Markt st ratze aus, nahe am Markt. Zeitungen. Zeitschriften, Kriegskarten. Bücher und Gesellschaftsspiele stehen zur Verfügung, ebenso ein gutes Klavier sowie Schreibtische mit Briefpapier. Einfache Erfrischungen werden zum Selbstkostenpreise gereicht. Für den Aufenthalt im Freien bietet der hübsche Hausgarten Gelegenheit. Auch eine Kegelbahn ist für die Besucher neu hergerichtet. Bis aus weiteres sollen an jedem Mittwoch nachmitttags von 3 —5 Uhr Konzerte der Kapelle des Ersatz-Bataillons des Infanterie-Regiments 116 stattfinden. Die Räume sind täglich von 10 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends geöffnet.
Werwundete und erkrankte Kriegsteilnehmer
verlieren oft ihre Ansprüche besonders aus der Kranken- und Invalidenversicherung. weil sie über die in Frage kommenden Bestimmungen nicht genügend informiert sind. Es kann deshalb allen Kriegsteilnehmern oder sonstigen Heecesangehörigen, die aus dem Gebiete der Kranken- und Invalidenversicherung. Familienunterstützung, Kciegswochen- hilse usw. über irgend eine Frage im Unklaren sind, nur empfohlen werden, sich von der seit einem Jahre bestehenden Verwundetenberatungsstelle (Sprechstunden Dienstag und Freitag von 2y 2 bis 3% Uhr im Soldatenheim) beraten zu lassen, woselbst auch alle erforderlichen Schriftstücke unentgeltlich angesectigt werden. Soweit die Ratsuchenden nicht ausgehen können, wollen sich dieselben schriftlich an den Leiter der Beratungsstelle. Bureaubeamten H. Kirchner, Gietz-n, Schiffenberger
Wrg 16, wenden, der auf Wunsch bereit ist, die Ratsuchenden in den Lazaretten zu besuchen.
Pie Veraurnbelen-ZLeratungsstelle.
Hreis- und Hrtsausfchutz, Kietzen, für die Kriegsbeschädigtea-Aiirforge.
Geschäftsstelle: Gewerbehaus, Kirchstr. 16 (Fernsprecher 535). Geöffnet täglich, autzer Sonntag und Samstagnachmittag, von 8—12 und 2 — 5 Uhr.
Werkstüt te. Gewerbehaus. Erdgeschoß. Geöffnet täglich, außer Samstag und Sonntag von 8-12 und 2-6 Uhr.
U nterrich tsräume: Gewerbehaus. 1. und 2. Obergeschoß. Geöffnet täglich, außer Samstag und Sonntag von 8 — 12 Uhr.
Berufsberatung: Gewerbehaus, Erdgeschoß. Sprechstunde Mittwoch von 5—6 Uhr.
Stellenvermittelung: Gewerbehaus. Erdgeschoß. Sprechstunde: Täglich von 8—12 und 2-6 Uhr.
Kusltcssang von Arbeiten Kriegs- befchädigter, Kewecbeöaus, Kirchstr. 16
geöffnet: Werktags von 8—12 und 3—6 Uhr.
Zutritt unentgeltlich. Kinder sind nicht zugelassen.
Kreis- und Ortsausschutz Gietzen für die Kriegsbeschädigten-Fürsorge.
Der Vorsitzende: Keller,- Oberbürgermeister.
Schriftleitung der Gießener Beilage:
Geh. Hofrat Dr. H. Haupt, Gießen. Keplerstraße 1. und Professor Dr. Karl Hel m, Gießen, Stefanslraße 7.


