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Zeppeline, unsere Flugzeuge und unsere Riesenkanonen, die „Brummer“, nötigen selbst den Feinden Bewunderung ab und haben uns die Eroberung der stärksten Festungen Belgiens in unwahrscheinlich kurzer Zeit ermöglicht. Unsere Unterseeboote bedrohen sogar die Küstengewässer des meer- beherrschenden Albions,— Von den übrigen Wissenschaften ist es vor allem die Medizin, die unmittelbar zum Erfolg der Feldzüge beiträgt. Die erfolgreiche Bekämpfung der Seuchen und die aseptische Behandlung der Wunden erhält dem Vaterland unzählige Soldaten, die in früheren Kriegen — und teilweise jetzt noch bei unseren Gegnern— durch Ansteckung und Wundbrand oft in gleicher Zahl getötet wurden wie durch Kugeln. Für die glänzende Arbeit der deutschen Arzte spricht die erfreuliche Tatsache, daß in deutschen Lazaretten von 1000 Verwundeten nur 3 sterben (bei unseren gebildetsten Gegnern, den Franzosen, fast 3 von Hundert und ebensoviele bei uns 1870-71).— Die Geschichts- schreibung sammelt sorgfältiger denn je bereits jetzt die Dokumente für die Geschichte des Krieges, ja, es erscheinen schon in Serien Darstellungen der großen Ereignisse. Die Verzeichnisse der Verleger zeigen eine mehr und mehr anschwellende Kriegsliteratur. Gelehrte, Schriftsteller und Dichter äußern sich über Ursache und Bedeutung des Krieges-. Viele schöne neue Soldaten-Lieder sind entstanden, neben den prachtvollen, altbekannten, bei deren Klängen die Sol- daten froher und mutiger ins Feld ziehen. Überhaupt stellt sich die Musik jetzt unter allen Künsten am meisten in den Dienst des Vaterlandes. Abgesehen von der Regiments- Musik sprechen Berichte und Feldpostbriefe von Angriffen unter Gesang, von requirierten Cellos und Klavieren, von Guitarren, Mandolinen, Musikdosen und Ziehharmonikas,


