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Concordia. 30
4. Kapitel. Ciſſy's Sterbelager.
„Saltpool, Saltpool!“ rief der Schaffner, indem er beim Anhalten des Bahnzuges an der Wagenreihe herunterlief und Doktor Ford ſprang von ſeinem Sitze auf und ſammelte ſeine Effekten; während der ganzen Fahrt von drei langen Stunden hatte er in ſeiner Aufregung keinen Moment geſchlafen, doch er war ſo tief in Träumerei ver⸗ ſunken geweſen, daß er beim Heraustreten aus dem Coupé wie geblendet ſeine Augen ſchließen und öffnen mußte und hin⸗ und herſchwankte, als ob er eben erſt aus feſtem Schlafe erwacht ſei. Es war gegen zwölf Uhr; die Nacht war raben⸗ finſter, der Regen hatte nachgelaſſen, doch eine eiſige Kälte überlief ihn, als er draußen ſtand. Abermals ließ ſich der gellende Pfiff der Lokomotive vernehmen, und langſam ſetzte ſich der Zug in Bewegung und verließ den Bahnhof. Doktor Ford war der einzige ausgeſtiegene Paſſagier, er ſtand allein auf dem kleinen, offenen Perron, den der Regen unter Waſſer geſetzt hatte, bis der Portier ſich ihm näherte und ihm ſein Billet abnahm.
„Werden Sie hier erwartet, mein Herr?“
„Nein, ich wollte nach Saltpool; wie weit iſt es dahin?“
„Ungefähr anderthalb Meilen, der Weg dahin iſt aber ſehr ſchlecht.“
„Könnte ich wohl einen Wagen dahin bekommen?“
„Der würde nur im Orte ſelbſt zu haben ſein, hier iſt aber leider Niemand, den ich dahin ſchicken könnte.“
„Dann muß ich gehen; Sie ſind wohl ſo gut, mir den
Weg zu zeigen?“
„Der iſt nicht zu fehlen, Sie gehen immer gerade aus,“
erwiderte der Portier, indem er ihn durch den Stations⸗
Thorweg führte und ihm die Heerſtraße zeigte;„der Weg iſt
zwar nur ein Landweg, doch es zieht ſich der Länge nach eine
Hecke daneben her; wenn die aufhört, ſo kommen ſie an's Schlachthaus und dann gleich auf die erſte Straße des Ortes. Ich hoffe, Sie ſinden ſich glücklich hin!“ Der Portier dankte für das erhaltene Trinkgeld und beeilte ſich, nach ſeinem war⸗ men Ofen zu kommen.
Ulih aber trat tapfer ſeine Wanderung auf dem ihm be⸗ zeichneten Wege an. Um zwölf Uhr Nachts im Monat März iſt eine Promenade auf einem Landwege mit fußtiefem Schmuze nie angenehm, ſelbſt nicht, wenn man den Weg genau kennt;
doch wenn man völlig fremd in der Gegend iſt, keine Ahnung
davon hat, wohin der Fuß tritt und wie lange das Märtyrer⸗ thum dauert, dann iſt ſie eine Prüfung, die ſchon einen ziem⸗ lich hohen Grad von Seelenſtärke bedingt. Doktor Ford aber war ſchon oft in ähnlicher Lage geweſen; geduldig ſtrebte er auch diesmal vorwärts, und wenn ihn ein Gefühl von Un⸗ behagen beſchleichen wollte, ſo unterdrückte er es gewaltſam und wünſchte ſich ſelbſt Glück dazu, daß wenigſtens der Regen aufgehört und daß ihm dadurch die Tour bedeutend erleichtert war. Wenn ihn nun auch im gewöhnlichen Leben eilige Botſchaften zu jeder Tageszeit nie mehr alterirten, ſo hatte doch das am heutigen Abend eingegangene Telegramm ihn in große Aufregung verſetzt, und bei dieſer Gelegenheit trat es klar zu Tage, daß ſeine Schweſter und ſeine Freunde ſich ſehr in Ulih Ford irrten, wenn ſie der Anſicht waren, er
hatte Alles, was hinter ihm lag, vergeſſen. Während er in
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der dunklen Nacht auf dem tiefen, unwegſamen Pfade, ſeinen Reiſeſack in der Hand, dahinſtolperte, ſchweifte ſein Geiſt zurück nach jener ſchönen Vergangenheit, in der ihn die Hoff⸗ nung beſeligte, Ciſſy zu gewinnen. Vierzehn Jahre waren nun entſchwunden ſeit dem Augenblicke, wo die Nachricht, daß ſie ihn treulos verlaſſen, ihn wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf; ſeitdem hatte er ſie nicht wieder geſehen, ihr nicht geſchrieben und nie ihren Namen über ſeine Lippen ge⸗ bracht, als wenn es unvermeidlich war. Kurz nach ihrer Flucht hatte ſie es einige Male verſucht, ſchriftlich ihre Un⸗ treue zu beſchönigen, doch ungeleſen hatte er ihre Zeilen bei Seite gelegt und ſeitdem nur ſelten von ſeiner Jugendliebe gehört. Ihre Familie hatte auch anfänglich aus Schonung für ſich und ihn gefliſſentlich vermieden, ihren Namen zu nennen, ſpäter blieb Ciſſy für ſie verſchollen. Daß ſie noch unter den Lebenden weilte, wußte Ulih Ford, doch er forſchte nicht weiter nach ihr. Uebrigens bildete er ſich auch ein, daß ſie ihm völlig gleichgiltig geworden ſei, und würde dieſes vor⸗ kommenden Falles auch offen ausgeſprochen haben— und doch war es nur ein leerer Wahn!
Seine Verwandten glaubten auch feſt, daß er Alles über⸗ wunden hätte, wie er ſo ſtill dahinlebte und ſich gegen Nie⸗ manden über den Schmerz ſeiner Seele ausließ; Gott allein, der in ſein zerſchlagenes Herz ſchaute, wußte, was er litt.
Die bitterſten Kämpfe hatte er zu beſtehen, bevor er nur einigermaßen zur Ruhe kam; weder Nachts in ſeiner ſtillen Klauſe fand er dieſe, noch bei Tage, wenn ihn ſein Beruf nach auswärts rief, weder in den Augenblicken der Unthätig⸗ keit, noch auch, wenn er derartig in Anſpruch genommen war, daß er mit jeder Faſer ſeiner Nerven aufmerkſam ſein mußte; immer und immer wieder beſchlich ihn höhnend die Erinnerung. Seine Kraft im Leiden ſchien erſchöpft, ſein Glaube an eine Vorſehung gebrochen! Manchen Naturen wird Alles leichter als gerade das, eine zartgepflegte Leidenſchaft aus dem Herzen
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zu bannen. Doch wenngleich ſeine Bemühungen, Ciſſy's Bild aus ſeiner Seele zu drängen, vergeblich geweſen waren, hatte er ſich ihr gegenüber einen ſo feſten Weg vorgeſetzt, daß er ſich ſchwerlich je hätte überwinden können, zu ihr zu gehen und ihr beizuſtehen, wenn ſie nicht von ihrem Sterbebette aus nach ihm gerufen. Als er das von ihren ſterbenden Lippen diktirte Telegramm erhielt, konnte er, eingedent deſſen, was er noch kurz zuvor von Lady Otho Vivian gehört, nicht zaudern, hatte er doch nie einen Hilferuf, ſelbſt wenn dieſer aus der ärmſten Hütte kam, unberückfichtigt gelaſſen. So trieb es ihn denn jetzt mit Allgewalt, dem Weibe beizuſtehen, das einſt ſein hätte werden können, das nun aber bald Nie⸗ mandem hier auf Erden mehr angehören ſollte.
Während er ſich mit dieſen Gedanken beſchäftigte und ſich mit allen möglichen Fragen quälte, war es nicht zu ver⸗ wundern, daß ihm der Weg nur kurz vorkam und daß er Saltpool erreichte, bevor er es ahnte. Das Gebäude, das ihm der Portier als ein Schlachthaus bezeichnet, lag vor ihm, dahinter paſſirte er noch eine kurze, abſchüſſige Straße, dann war er mitten im Orte. Dort ſah er ſich vergeblich nach einem erleuchteten Hauſe um, in dem er ſich nach ſeiner Couſine hätte erkundigen können. Alles war dunkel, offenbar
pflegte man in Saltpool zeitig zur Ruhe zu gehen. Ulih ſchätzte ſich glücklich, wie er ſchließlich etwas unſauft gegen
einen Pfoſten mit einem Schilde lief, an den er erkannte,


