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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.
Erſcheint wöchentlich und iſt durch alle Buchhandlungen und Poſtämter vierteljährlich für 18 Sgr. zu beziehen. Kann im Wege des Buchhandels auch in Monatsheften bezogen werden.
III. Jahrgang. Zunegzen un Buns Per.
Ausgegeben am 30. März 1867. Ber Jahrgang läuft vom Ortober 1866 bis dahin 1867.
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1867 ℳ 26.
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Das Geheimniß des Jürſtenhauſes. Novelle von Georg Hiltl. (Schluß.)
Katharina ſchüttelte das Haupt.„Nicht ſo leicht Martha. Ich habe David mein Wort gegeben— ſprich zu niemandem davon, er wird ſich ehrlich machen. Du biſt allzu leicht erregt— oh— die Schönen, Edlen, Beſten, ja— wo ſind ſie? Als ich David mein Wort gab, war ich von Liebe für ihn erfüllt— ich klage mich an: mein Herz iſt wankelmüthig, mein Geiſt nicht mit der Demuth be⸗ gnadet. Ich liebte ihn nicht ſo, wie ich den lieben ſollte, deſſen Namen ich tragen will, mein Streben geht nach höheren Dingen— ich ſehe es funkeln und blitzen vor mir von Juwelen und Gold— darum hätte ich ihm mein Wort nicht geben ſollen— ich that es. Das war eine Sünde— ich büße dafür. Die glänzenden Tage, die wir jetzt durchlebt, das Schöne, das uns geſagt ward, die herrlichen Männer, die wir geſehen, haben mir gezeigt, daß ich für Höheres be⸗ ſtimmt war, daß ich vieles— Großes hätte erreichen können, wenn mein Gelübde nicht wäre. Dort drüben endet meine Straße.“— „Ei— ſo brich das Gelübde doch— es iſt vielleicht erzwungen,“ rief Martha unwillig.„Nimmermehr. Ich gab es freiwillig und nun bin ich gefangen— ein Vogel im Käſig, eine Gefeſſelte.“
Katharinas Augen funkelten vor Schmerz und Zorn.„Du mußt von dem David laſſen— es wäre ſchrecklich,“ ſagte Martha. Katharina umſchlang die Schweſter.„Ich werde ihm angehören,“ ſagte ſie.„Es iſt beſſer ſo. Was helfen die Reden? vielleicht iſt der Henker am ehrlichſten.“ Sie zeigte Martha den blitzenden Stein an ihrem Finger.„Kennſt Du dieſes? es gab einen Mann, der mich bewegen konnte, mein Gelübde zu brechen— wo bleibt er? er ſchämt ſich meiner. Er hatte ſüße Worte, dennoch ſcheine ich ver⸗ geſſen. Ich weiß, daß er droben auf dem Schloſſe weilt, ließ er ſich ein Mal ſehen? ich rettete ihn aus der Schlucht— er meidet mich. — Wenn er noch wieder käme— wenn er zu mir träte— dann würde mein Schickſal ſich ändern, dann reichte ich dem Leben, der Hoheit die Hand, für die ich beſtimmt ſein ſoll— dann——“
„Katharina!“ rief in dieſem Augenblicke eine Stimme. Das Mädchen fuhr mit einem Ausrufe des Schreckens und der Freude
empor. Sie wandte ſich haſtig um.„Iſt es möglich? Ihr ſeid es?“ jubelte ſie. In der Thüre des Balkons ſtand der Freiherr Kolbe von Wartenberg. Er ſtreckte ſeine Hand der ſchönen Katharina ent⸗ gegen, die Sonne ſchien auf ſeine feinen, edlen Züge und mit ſanfter Stimme ſagte er, die Schiffertochter an ſich ziehend:„Hat die reizende Katharina mich nicht vergeſſen?“ Katharina blickte ihm in das Ge⸗ ſicht und einen Blick voll Schwermuth nach dem Werder ſendend, lehnte ſie den Kopf an des Freiherrn Schulter.
Der kurfürſtliche Beſuch.
Die Tafel auf dem kurfürſtlichen Schloſſe zu Cleve war heute beſonders unterhaltend geweſen. Nicht allein hatte man für ausge⸗ ſuchte leibliche Genüſſe geſorgt, es waren auch die intereſſanteſten Dinge zur Sprache gekommen. Der Kurfürſt, deſſen Heiterkeit alle Gäſte und die Einwohner des Kreiſes, welche der Tafel zuſchauen durften, bezauberte, war von einem zwei Tage langen Ausfluge zurückgekehrt. Es hieß: während dieſer Zeit habe die Zuſammenkunft mit Wilhelm von Oranien ſtattgefunden und alles ſei abgeſchloſſen, deshalb ſei der Kurfürſt ſo heiter. Man ſprach von der Senſation, welche dieſes Bündniß machen werde, von den wichtigen Folgen für die Zukunft, dann, nachdem die ernſten Ereigniſſe genugſam durchgeſprochen waren, gingen die privilegirten Erzähler und Unterhalter auf Stadt⸗ und Landneuigkeiten über. Alle Perſönlichkeiten, welche in dem Kreiſe von Cleve ſich beſonders hervorthaten oder die Aufmerkſamkeit er⸗ regten, wurden in die Unterhaltung gezogen. War es nun der Reiz der Neuheit oder hatte die intereſſante Erſcheinung wirklich Eindruck auf die verwöhnten Cavaliere gemacht— genug, das Tiſchgeſpräch drehte ſich nur um die ſchöne Schiffertochter in Emmerich, welche den Aufenthalt der Hofherren um vieles angenehmer machte. Schon waren einige der aus den benachbarten Fürſtenthümern geladenen Damen incognito nach Emmerich gekommen, um die geprieſene Katha⸗ rina zu ſehen; der Ruf ihrer Schönheit und ihres Geiſtes, ſo wie der


