Jahrgang 
13-26 (1867)
Seite
241
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III. Jahrgang. Ausgegeben am 19. Januur 1867.

Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.

Der Jahrgung lüuſt vom October 1866 bis dahin 1861. 1867 No 16.

Das Geheimniß des Jürſtenhauſes. Novelle von Georg Hiltl. (Fortſetzung.)

Ringwald trat erſtaunt einen Schritt zurück.Ihr habt ge⸗ horcht, Herr Oelven! ſagte er,und Ihr kennt das Sprichwort. Horcher an der Wand! fiel Chriſtine ein;hört oft genug ſein Lob! ergänzte Oelven,ich habe heute das meinige vernommen, denn was heißt es in jetziger Zeit, wenn auch von dieſem oder jenem geſagt wird, er iſt lüderlich, gleich einem Bettelſtudenten, oder man meidet ihn pah! mich kümmert das nicht ſo viel. Die da nichts wiſſen und verſtehen, erſticken heutzutage in lauter Tugend, und die man brauchen kann, ſchneidet man vom Galgen herunter, wenn ſie dumm genug waren, ſich hängen zu laſſen.

Gottloſe, infame Worte, Oheim, da hört Ihr es nun ſelbſt, rief Chriſtineund mit ſolchem Menſchen laßt Ihr den Henning umgehen?

Ja, Chriſtoph, Ihr ſeid ein hartgeſottner Sünder, die Paar Wochen, daß Ihr in Flandern waret als Schreiber mit dem Herrn von Schlözer, ſeid Ihr wie umgekehrt, was wird das mit Euch werden?

Laßt mich, wie ich bin Aut Caesar, aut nihil! ich werde noch große Dinge vollenden. Ich habe etwas im Kopfe etwas, was ich noch nicht ſage, das Berlin auf den Kopf ſtellen ſoll.Ihr ſeid ein Narr, lachte Ringwald,geht mit Euren Prahlereien und ſöhnt Euch vor allen Dingen mit Tina aus, die nun doch ein Mal unſer Hausmütterchen iſt und hier das Commando führt. Gott befohlen! ich muß in den Rathskeller.Ich begleite Euch bis zur Brücke, ſagte Oelven.Die Jungfer wird mich doch nicht gern zum Geſellſchafter haben wollen, und Henning hat wohl noch zu thun, da mag ich nicht ſtören.

Er grüßte wieder tief und ſpöttiſch, Chriſtine zuckte verächtlich die Achſeln und geleitete beide zur Hausthür. Als Ringwald und Oelven den Flur verlaſſen hatten, ſtieg Chriſtine die Treppe hinauf in ihr kleines Zimmer, deſſen Fenſter auf die Spree hinaus gingen hier ordnete ſie den Schrank, legte einige gebrauchte Gegenſtände bei Seite und fuhr mit dem Tuche über die auf einer Art von Conſole

ſtehenden Raritäten aus Delfter Steingut, um ſie vom Staube zu

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Fenſterbrett ſtützte.

reinigen, dann plötzlich innehaltend mit der Arbeit, blieb ſie ſinnend an dem offnen Fenſter ſtehen, ihr niedliches Köpfchen legte ſich in die Hand, während der Ellenbogen ihres ſchönen Armes ſich auf das So ſchaute ſie hinaus in den hereindunkelnden Abend.Abſcheulich, murmelte ſie.Wie frech und unverſchämt der Bengel war. Er höhnte mich.Na warte laßt mich nur erſt Frau Ringwaldin ſein hui hui, Du ſollſt zum Hauſe hinausfliegen, das wird meine Freude ſein, mein Gaudium, wie die Scribenten ſagen ich will Dich großmäuligen In dieſem Augenblicke erſchien das Bild einer Perſönlichkeit, welche hinter Chriſtina ſtehen mußte, an den Scheiben des Fenſters zugleich legten ſich zwei Hände um die ſchlanke Taille der Kleinen, erſchreckt fuhr dieſe in die Höhe, als eine Stimme fragte:Was willſt Du mit dem Großmäuligen thun?Ach! geh fort, rief Chriſtine ärger⸗ lich, was ſoll das Erſchrecken heißen? Du biſt immer ſo ungeſchickt. Der alſo Begrüßte war niemand anders, als der junge Herr Henning Ringwald, der ſich inzwiſchen herbeigeſchlichen und die hübſche Baſe umarmt hatte.Ich wette, Du meinſt den armen Oelven, ſagte Henning,ich hörte unten wieder einen kleinen Streit.Du er⸗ räthſt es vollkommen, Henning. Der lüderliche Schreiber iſt mir ein Gräuel.Lüderlich? fuhr Henning auf,luſtig ja, aber nicht lüderlich. Ich muß bitten, daß die Jungfer mit mehr Reſpect von meinen Freunden rede.Lieber Himmel, entgegnete bereits roth werdend und ziemlich erregt Chriſtine.Ich will dem jungen Herrn nicht ſeine Freunde abſpenſtig machen ich brauche ja Gott⸗

lob niemanden als meinen alten Oheim gehe der junge Herr

doch um, mit wem er will, was kümmert's mich.Es ſcheint doch die Jungfer ſehr viel zu kümmern, denn ſie kann ja kaum eine halbe Stunde ſein, ohne von Oelven zu reden, verſetzte Henning ebenſo gereizt.Man meint es vielleicht gut mit dem Mosjeh Ringwald, wenn man ſich ſeinen Umgang anſieht.Oh ich bin alt genug, um ſelber auswählen zu können, ich will nur nach meiner Wahl handeln, Umgang haben, kurz leben, wie ich will. Thu' der Herr das doch thu er's doch, ſagte Chriſtine immer