Jahrgang 
13-26 (1867)
Seite
385
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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.

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III. Jahrgang. Ausgegeben am 23. März 1867. Der Jahrgang läuft vom October 1866 bis dahin 1867.

1867 N 25.

Das Geheimniß des Jürſtenhauſes. Novelle von Georg Hiltl. (Fortſetzung.)

Die aus dem Rohre entſendete Kugel pfiff dicht an Oelvens Haupte vorüber, und das Pferd aus dem Gaſthofezum Bären ward über den ungewohnten Ton dergeſtalt erſchreckt, daß es, ohne ſich zu beſinnen, mit heftigem Sprunge den Abhang hinunter und in das Waſſer ſetzte. Oelven, des Reitens nicht allzuſehr kundig, rutſchte in dem Sattel vorwärts, ein krampfhaftes Umklammern der Mähne

machte ihn feſt, die Flut des Grabens ſpritzte um ſein Haupt und

er hörte die Verfolger laut rufen; auch ſchickten ſie ſich an, langſam in den Graben zu kommen. Oelven ſah ein, daß die Gefahr für ihn eine große war, mindeſtens ſtanden ſeine Errungenſchaften auf dem Spiele. Er ſtieß deshalb dem Pferde die Sporen in die Flanken und hatte die Freude zu gewahren, daß die Stute ohne lange zu zaudern ſich mit kraftvollen Sprüngen durch das Waſſer brachte, drüben mit einigen Sätzen das Ufer gewann und dann wieder ſcharf die Land⸗ ſtraße hinuntertrabte. Die Verfolger hatten jedoch eine Taktik ein⸗ geſchlagen, die dem Secretär verderblich werden mußte. Sie theilten ihre Kräfte genau ein. Wenn der eine verfolgte, ſo hielt der andere ſein Pferd in kurzem, nicht allzu ſcharfen Trabe, hielt der erſte dann mit Galoppiren inne, ſo begann der zweite. Auf dieſe Weiſe konnte Oelven, deſſen Pferd zuſehends matter wurde, ihnen nicht entgehen. Schon tauchten die Häuſer und Thürme von Potsdam empor, das breite Havelbecken leuchtete wie ein Silberſpiegel aus der Ferne herüber, und die Gegend ward lebhafter, bewohnter. Oelven begann

wieder Muth zu ſchöpfen, aber der Burſche mit dem geſchwärzten Ge⸗

ſichte war nicht mehr fern von ihm wenn der Secretär auch Muth genug beſaß, die Fauſt eines Banditen war jedenfalls ſicherer und ihm an Kraft überlegen, er hatte außerdem zwei gegen ſich und zwei Kerle, die nicht zauderten, wenn es galt, dem Verfolgten das Lebenslicht auszublaſen, das hatte ihm der ſcharfe Schuß bewieſen. Jetzt endlich liegen die letzten oder die erſten Gebüſche des großen Schloßparkes vor ihm, von denen heute noch die Ueberbleibſel als Luſtgarten vor⸗ handen ſind hinter dieſem Walde liegt das Schloß er kann die Dächer ſehen, und wenn es ihm gelingt, hineinzukommen in den

Park, wenn er ein menſchliches Weſen wittert, das ihm Hilfe leiſten kann, dann hat er gewonnen Spiel.Steht haltet Eure Mähre an, ruft es hinter ihm.Steht halt, ſag ich, oder ich ſchieße wieder. Oelven treibt ſein Pferd zur raſendſten Eile, er muß zu Danckelmann, bevor die Feinde deſſelben ihr Spiel verbergen, ihre neuen Fäden ziehen können. Schon nimmt ihn die Parkmauer auf. Es iſt kurfürſtlicher Grund, ruft er, ſich im Sattel wendend,hütet Euch. Der Feind iſt ihm nahe genug, und er vermag das Weiße in den Augen zu erkennen.Ich ſcheere mich den Teufel um den Grund und Boden des Kurfürſten ich will Dich, ruft der Schwarze und hebt ſein Piſtol wieder fällt ein Schuß, und die Stute bäumt ſich hoch auf, ſie iſt offenbar getroffen, denn wie raſend beginnt ſie zu galoppiren, der Verfolger ſetzt ſich ebenfalls in Galopp, aber der Se⸗ cretär glaubt nun jedes Mittel ergreifen zu dürfen, er wendet ſich im Sattel, und ſein Piſtol abfeuernd gegen den Feind überläßt er das Pferd dem tollen Galoppe. Die Stute fliegt durch den Park, kaum vermag Oelven ſie an den Bäumen vorüberzulenken, faſt droht ſie ſich das Haupt zu zerſchmettern, der Secretär blickt hinter ſich kein Feind iſt mehr zu ſehen, die Gebäude des Schloſſes liegen vor dem Reiter, die Gitter des Hinterhofes ſind erreicht Menſchen kommen ihm entgegen.Wo iſt der Kammerrath, Herr von Dan⸗ ckelmann? ſtöhnt der Reiter und ſinkt ohnmächtig aus dem Sattel, während das Pferd unter ihm blutend zuſammenbricht. Drunten im Parke ſchleicht der ſchwarze Karl durch die Büſche, auf dem Haupt⸗ wege liegt ſein Pferd ächzend und ſtöhnend, die Kugel aus Oelvens Piſtol hat ihm die Knieſcheibe zerſchmettert.

Der Kurfürſt war aus dem Saale gegangen und hatte hier vor

der Thüre die Räthe Seydel und Friedbert getroffen. Sie waren in 7 Er iſt

großer Aufregung.Was gibt es? fragte der Kurfürſt.

da, gnädigſter Herr, ſagte Seydel,und da wir Euer kurfürſtlichen Gnaden Befehl hatten, keine Minute zu zögern, wenn der Erwartete eingetroffen iſt, ſo melden wir ſofort deſſen Ankunft.Ach es

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