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Ein deutſches Familienblatt mit Illuſtrationen.
Erſcheint wöchentlich und iſt durch alle Buchhandlungen und Poſtämter vierteljährlich für 18 Sgr. zu beziehen
III. Jahrgang. Ausgegeben um 2. März 1867.
Charakters ein vielleicht übertriebener Hang zum„Gefühlvollen“
Wenn Ausländer behaupten, daß der Grundzug unſeres deutſchen iſt, ſo haben ſie nicht ganz unrecht, und der Krieg des letztverfloſſenen
Jahres hat es genügend bewieſen. Wir im Norden hatten die be
rauſchende Freude, unſere Kriegsheere ſo herrliche Siege erfechten zu ſehen, und dennoch war dieſe Freude nicht allein von einer gewiſſen Weh muth getrübt, ſondern der Aerger, der Zorn drängte ſich uns unwillkürlich auf, wenn wir ſahen, daß unſere deutſchen Geaner ſich ſo leicht beſiegen ließen. Wunderbare Gedankenverwirrung! Niemand von uns hätte den preußiſchen Waffen eine Niederlage gewünſcht und dennoch war man unangenehm berührt, zu erfahren, daß die Baiern geſchlagen wären. Im Süden geſchah das Gegentheil in den Gemüthern. Man brach in Zorn und Verwünſchungen aus, als man ſich beſiegt ſah— und dennoch erfüllte ein gewiſſer Stolz die Bruſt gar vieler, wenn ſie daran dachten, daß eine deutſche Armee im Stande war, ſo Großes zu leiſten, wie es die preußiſche that.
Der Jahrgung läuſt vom October 1866 bis dahin 1867.
Und dieſes Gefühl verkörperte ſich, nahm eine gewiſſe Geſtalt
— einen Namen an, als man zu wiſſen glaubte, daß die Seele der bairiſchen Kriegsleitung jener von der Tann ſei, für den wir alle vor Jahren geſchwärmt— der Lieblingsſoldat einer ganzen Gene ration Deutſcher, die vor ſechszehn Jahren ihn als ihren erſten Helden ausriefen. Ich glaube mich nicht zu täuſchen, wenn ich hier be haupte, daß es in Norddeutſchland beim Beginn des Feldzuges tau ſende von Leuten aller Stände aller politiſchen Meinungen gab, die dem General von der Tann irgend einen Unfall wünſchten, der ihn verhindert hätte, an dieſem Feldzuge Theil zu nehmen; denn es war ja nur die Alternative möglich, von ihm geſchlagen zu werden
und dagegen ſträubte ſich jeglicher Gedanke, oder ihn zu beſiegen, und dann... dann war wieder eine Rückerinnerung aus den Jugend jahren, die ſich in dem heldenmüthigen bairiſchen Officier verkörperte, dahin... und es war wohl die letzte aus jenem Jahre, auf die man mit wirklicher, reiner Genugthuung zurückſchauen konnte.
Von den tauſenden, von denen ich ſo eben ſprach war ich ſicherlich einer! Ich hatte den General von der Tann zum vorletzten Male bei Idſtedt geſehen— zum letzten Male bei Friedrichſtadt!
b Kann im Wege des Buchhandels auch in Monatsheften bezogen werden.
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1867 N.
Sin Beſuch beim General von der Tann.
Von unſerm Berichterſtatter.
Beide waren erfolgloſe Kämpfe, doch ein jeder, dem es gegeben war, ſo wie mir, den Führer zu ſehen, hatte die feſte, unerſchütterliche Ueberzeugung, daß ihm nicht der geringſte Theil des Mißerfolges zuzuſchreiben ſei. Was perſönliche Tapferkeit, zähe Widerſtands fähigkeit, raſcher Blick und ſchnelles Handeln anbetraf, ſo konnte ſich von der Tann dem bewährteſten Officier zur Seite ſtellen das wußte ich hatte es mit eigenen Augen geſehen, ſtimmte darin mit faſt allen überein... und ward im letzten Feldzuge wie alle enttäuſcht fühlte wie ſo viele Norddeutſche, neben der Freude über die Siege des Generals von Falckenſtein, tiefes, inniges Mißbehagen über die nach allen Nachrichten ſo offenbar dargelegte Unfähigkeit des Generals von der Tann, dem man größtentheils ja faſt allein das Mißlingen des Bundesfeldzuges zuſchrieb der nicht fähig war... den geringſten, wenn auch nur momentanen Vortheil gegen einen wie es hieß, viel ſchwächeren Gegner zu erringen. Ge neral von Falckenſtein machte mich, wie der Leſer weiß, zuerſt auf meinen Irrthum, den Mißerfolg der Baiern in der Unfähigkeit ihrer Führer und beſonders von der Tanns zu ſuchen, aufmerkſam, indem er
die ganze bairiſche Armeeorganiſation dafür verantwortlich machte.
Nach und nach während ich mich in das Studium des Mainfeld zuges vertiefte, wurde mir dies von Tag zu Tag klarer, and als ich endlich dieſes Studium vom preußiſchen Standpunkte aus beendet
hatte, hielt ich es für meine Pflicht, es von der entgegengeſetzten Seite
von neuem aufzunehmen, und ebenſo wie die preußiſche Kriegsleitung ſich in dem General von Falckenſtein verkörperte, ſo war ich überzeugt, daß General von der Tann die einzige competente Autorität wäre, um über die bairiſche Kriegsführung zu ſprechen... beſonders mir gegenüber, der die traurige Aufgabe gehabt hatte, die Unzahl von Anſchuldigungen, welche gegen ihn in die Welt geſchleudert worden waren, mitanzuhören und leſen zu müſſen. Zugleich dachte ich miir auch, daß die Leſer des Daheim, die mir in meinen Be⸗ ſuchen bei den preußiſchen Generalen mit ſo vielem Intereſſe gefolgt waren, mir Dank wiſſen würden, wenn ich mich bemühte, ihnen das Bild eines Mannes vorzuführen, über deſſen Perſönlichkeit und Lei ſtungen in der letzten Zeit ſogar viele widerſprechende Urtheile gefällt
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