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Bemerkungen begleiten. a— f bilden zuſammen den Beleuchtungs⸗ apparat des Cabinets. a iſt eine Kalklichtlampe, in welcher ein Kalkeylinder von etwa 15 Millimeter Durchmeſſer und 6 Cen⸗ timeter Länge die Lichtquelle bildet. Auf dieſen Kalkeylinder wird durch Kautſchuckröhren b und c ein brennender Strom von Leucht⸗ gas(b) und Sauerſtoffgas(c) geleitet, der ihn glühend macht.
Der glühende Kalk ſtrahlt dann ein intenſives, rein weißes Licht aus,
deſſen Strahlen vermittelſt zweier planconvexer Glaslinſen, die ſich innerhalb einer Meſſingröhre befinden, geſammelt und mit Hilfe eines leicht concaven Glasſpiegels(d) mit ſilbernem Belage(ſogenannten Beleuchtungsſpiegels) durch die geöffnete Mundhöhle hindurch in die Rachenhöhle hineingeleitet werden, von wo ſie ein dort ein⸗ geſtellter kleiner Spiegel(Kehlkopfſpiegel) in die Kehlkopfhöhle hinab⸗ wirft. Der Kalkcylinder wird zur Noth aus gewöhnlicher Kreide, beſſer aus einer Miſchung von gebrannter Magneſia und gepulvertem Tufſtein gefertigt. e ſtellt den Sauerſtoffgasbehälter(Gaſometer) vor. Der untere größere Theil iſt der Waſſerbehälter, in welchem der nach unten offene eigentliche Gasbehälter ſteht. f ſind Bleiplatten, welche behufs Regulirung der Ausſtrömung des Sauerſtoffgaſes verwendet werden, die zum richtigen Glühen des Kalkeylinders unter einem be⸗ ſtimmten Drucke, und in einem beſtimmten Quantitätsverhältniß zum Leuchtgaſe geſchehen muß. g iſt ein zur Selbſtbeobachtung (Autolaringoſkopie) angebrachter Spiegel, in welchem der auf dem hinteren Stuhle Sitzende das Bild ſeines eigenen, in der oben angegebenen Weiſe beleuchteten Kehlkopfes ſehen kann. Vermittelſt deſſelben vergönnt Prof. Bruns den Patienten, die es wünſchen, dem Gange ihrer laryngoſkopiſchen Behandlung mit eigenen Augen zu folgen, ebenſo wie er den Angehörigen, die etwa den Kranken be⸗ gleiten, es gerne geſtattet, ihm über die Schulter weg mit in die er⸗ leuchtete Mundhöhle zu ſchauen. Das Schränkchen h zur Rechten des Stuhles für den unterſuchenden Arzt enthält die zur laryngo⸗ ſcopiſchen Behandlung erforderlichen Inſtrumente: Kehlkopfſpiegel in verſchiedenen Größen für Kinder und Erwachſene, mit links oder rechts angebrachtem Griff je nach Bedarf des Arztes bei Freiheit oder anderweitem Gebrauch ſeiner rechten Hand, biegſame Sonden, Zungen⸗ und Kehldeckelhalter, Pincetten, Guillotinen, Ecraſeurs (Schaber), Drahtſchlingen, Meſſer und Meſſerſcheeren der allermannich⸗ faltigſten Conſtruction.
Den Inhaber des einen Stuhles in dem von uns ſfizzirten Cabinet haben wir dem Leſer vorgeführt. Es erübrigt, daß wir auch einen und den anderen von denen vorführen, die auf dem gegen⸗ überſtehenden Stuhle mit der Rücken⸗ und Kopflehne Platz nehmen. Sie bilden eine buntgemiſchte Geſellſchaft, Männer und Frauen, Alte und Kinder, Leute aller Berufsarten; doch läßt ſich nicht verkennen, daß verhältnißmäßig viel Lehrer, Sänger,— Leute, deren Beruf einen ungewöhnlich ſtarken Gebrauch der Stimmorgane mit ſich bringt, unter ihnen gezählt werden. Liegt darin eine Andeutung über die Urſache der Halsleiden, welche ſich zur laryngoſkopiſchen Behandlung eignen, ſo iſt ſie freilich nur ſehr eingeſchränkt zutreffend; in mehre⸗ ren Fällen iſt eine plötzliche Erkältung die zweifellos nachweisbare Veranlaſſung; weit überwiegend aber iſt die Menge der Fälle, in denen ſich mit Grund kaum eine Vermuthung über die Entſtehung der krankhaften laryngiſchen Bildung aufſtellen läßt.
Wir geben bei unſerer Darſtellung dem Alter den Vortritt.— Ein ſechs und ſiebenzigjähriger, übrigens ſehr rüſtiger Greis
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ſitzt jetzt auf dem Unterſuchungsſtuhle, ſeines Gewerbes ein Uhr⸗ macher aus dem badiſchen Schwarzwald, nebenbei auch ein wenig Alchymiſt und begeiſterter Verehrer des Theophraſtus Paracelſus, mit dem er, Gott weiß wo und wie, Bekanntſchaft gemacht; lange Zeit hat er in Amerika gelebt und dort eine Neobrittin geheirathet. Ihm ſind Sprache und Athem gänzlich verloren gegangen. In Freiburg im Breisgau hat man ihm, zur Vermeidung der Erſtickung durch Tracheotomie(Oeffnung der Luftröhre vom äußeren Halſe aus) einen künſtlichen Luftweg bereitet, vermöge deſſen er auch Sprech⸗ verſuche macht, die aber ſo dürftig ausfallen, daß, als er vor mehre⸗ ren Wochen mit ſeiner Frau gen Tübingen reiſte, ſeine Fragen behufs Erkundigung des Weges ebenſo wenig verſtanden wurden, als die ſeiner nur engliſch redenden Frau und das alte Paar völlig in die Irre gerieth. Die Kehlkopfhöhle des Alten iſt in ihrem ganzen Um⸗ fange von einem birnförmigen Polypen eingenommen, und derartig verſchloſſen, daß durch die Stimmritze nicht ein Hauch paſſirt. Wird die Canüle,(die ſilberne Röhre, welche vom Halſe aus den Weh zur Luftröhre vermittelt) auch nur einen Moment zugehalten, ſo tritt Erſtickungsangſt ein, verſtopft ſie ſich durch Schleimabſonderung, ſo iſt große Athemnoth die Folge. Seit ſechs Wochen hat Prof. Bruns durch tägliche laryngoſkopiſche Beobachtung dieſer Kehlkopfhöhle und Berührung des darin lagernden Unholdes mit der Sonde ſich ſelbſt über Lage und Beſchaffenheit des Polypen hinlänglich informirt, zu⸗ gleich den Kranken gegen die Reizungen dieſer Manipulationen ab gehärtet. Da gelingt es heute, mit einem ſchneidigen Inſtrumente einige Brocken loszubrechen, und morgen wieder einige. Der Kranke em⸗ pfindet von dieſen Angriffen nichts als die Wirkung, daß er auch bei zugehaltener Canüle„ſchnaufen“ kann, daß er leichter die Treppe zu ſeinem Zimmer aufſteigt, daß er ſeinen täglichen Spaziergang weiter ausdehnt, und ihm das Wagniß einer Wegſtrecke die Waldhäuſer Höhe hinauf gelingt. Fortſchritte, an denen ſich alle freuen, die ſie wahrnehmen, nur der nicht recht, der ſie zu Wege gebracht hat. Ihm dünkt dieſe Ausbeute des Meſſers, ſo ſcheint es, zu geringfügig. Was er im Sinne führt, bringt der folgende Tag ans Licht:— mit einem Angriff der ganze Polyp in der Schlinge gefangen! Die belagerte Höhle frei! Hell blinkt durch die Stimmritze hindurch im Spiegel die ſilberne Röhre, durch welche bisher der Athem ging; ſie wird entfernt und die Halswunde geſchloſſen. Die Stimme wird vernehmlich, und nach Verlauf von wenigen Tagen,. nachdem reſtirende Fetzen des Polypen entfernt, und die wunde In⸗ ſertionsſtelle deſſelben geheilt iſt, auch reiner und klarer. Ihre erſten Töne waren dankbares Entzücken, an welchem alle, die Zeugen dieſes Augenblickes waren, mit unwiderſtehlicher Rührung Theil nahmen, wie ſie den glücklichen Alten in ſpringender Bewegung ſich tummeln, und die herbeigeholte Frau, welcher der mißgeſtaltete Fleiſchklumpen wie eine Siegestrophäe entgegengehalten wurde, auf ihre Kniee nieder⸗ fallen ſahen, unter der, ihrer Perſon und Sprache fremden Umgebung karg in Worten des Preiſes Gottes, um ſo reichlicher mit Thränen und Küſſen die widerſtrebenden Hände ihres Wohlthäters bedeckend. Als der Geheilte dann in kurzem Tübingen verließ, ſprach er mit beſonderer Lebhaftigkeit von ſeinen alchymiſtiſchen Hoffnungen; er pflegte ſie jetzt doppelt, und wünſchte ihre Verwirklichung nahe, um dann mit neuem Golde zu lohnen, was ihm zu Theil geworden.
(Schluß folgt.)
Reeichstagsbilder aus der Vogelſchau.
Von Otto Glagau.
II.
Die cavalierartige Perſönlichkeit des Grafen Bismarck, ſein ungenirtes Sichbewegen, vor allem ſein Weltruf als Diplomat und Staatsmann ſollten in ihm auch einen glänzenden Redner vermuthen laſſen; entweder einen ſolchen, der eine tiefdurchdachte, wohlausge⸗ arbeitete Rede ohne Stocken und Mühe im eleganten Fluſſe vorträgt, oder noch mehr, einen Redner von natürlicher Beredtſamkeit, dem die Gedanken und Bilder während der Rede aus der Seele quellen, die Wortſpiele und rhetoriſchen Figuren, welche der Augenblick geboren,
viſator redend dichtet, deſſen Gedankenblitze und Schlagworte fernhin treffen, die Herzen der Hörer erſchütternd und entzündend.— Keins von beiden. Allerdings hat er vorhin mit beflügeltem Gänſekiel einige Noten auf einen ſchmalen Streifen Papier, wie ein Recept an⸗ zuſehen, hingeworfen, worauf er, während er, die Daumen um ein⸗ ander drehend und den Oberkörper wiegend, jetzt zu dem Hauſe ſpricht, von Zeit zu Zeit einen Blick wirft; aber dennoch ſtockt und zaudert er gar oft, ja er ſtammelt ſogar und verſpricht ſich nicht ſelten, er ſcheint mit dem Gedanken zu ringen und die Worte klimmen halb widerſpenſtig über die Lippen; nach zweien oder dreien läßt
im beſchwingten Tanze von den Lippen hüpfen, der wie ein Impro⸗ er jedesmal eine kurze Pauſe eintreten und man glaubt dann ein
III. Jahrgang.


