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wunderbarſten und einfachſten Toninſtruments, der menſchlichen Stimme, zu erforſchen, durch Einſtellung eines Spiegels in ſeine Mundhöhle, auf den er die von einem vorgehaltenen Spiegel aufge⸗ fangenen Sonnenſtrahlen hinleitete, zur Beobachtung ſeines eigenen Kehlkopfes. Wiewohl dieſe Garciaſchen Unterſuchungen auch in arzneiwiſſenſchaftlicher Hinſicht bedeutſam genug waren, um ſpäterhin die mediciniſche Facultät der Univerſität Königsberg zur Verleihung der Doctorwürde an den Geſanglehrer honoris causa zu veranlaſſen, blieben ſie dennoch mehrere Jahre hindurch auffallender Weiſe völlig unbeachtet, bis die Profeſſoren Dr. Türck in Wien und Dr. Czermack in Krakau ſie wieder aufnahmen, beziehungsweiſe durch Anwendung künſtlicher Beleuchtung an Stelle des an Leuchtkraft zwar unübertreff⸗ lichen, aber in unſeren nördlichen Zonen zu oft verſagenden Sonnen⸗ lichtes weiterführten. Indeſſen dieſe nunmehr in den Bereich der Heilkunde eingeführte Laryngoſkopie war doch nur der Anfang eines neuen Weges: es galt die laryngoſkopiſchen Wahrnehmungen auch für die Heilkunde unmittelbar zu verwerthen, den für das Auge feſtgeſtellten Befund der Krankheitserſcheinungen des Kehlkopfs auch zu einem Funde für die operirende Hand des Arztes zu machen. Es handelte ſich um chirurgiſche Behandlung auf der Grund⸗ lage der Laryngoſkopie..
Dieſen Fortſchritt vollzog, wenn wir abſehen von einem erſten Anlauf, den der Phyſiolog Czermack(jetzt in Prag) machte, Profeſſor Bruns in Tübingen. Ihm gebührt der unbeſtrittene Ruhm, wenn nicht der Entdecker dieſes neuen Gebietes der Heilkunde, der laryngoſkopiſchen Chirurgie, doch, ſo zu ſagen, der Begründer und Anbauer der erſten Niederlaſſungen darauf zu ſein. Mit dem Intereſſe des Chirurgen hatte der fleißige Mann die phyſiologiſch⸗laryngo⸗ ſkopiſchen Wege Garcias, Czermacks und der anderen verfolgt. Ein beſonderer Nachdruck und wirkſamer Impuls wurde dem wiſſenſchaft⸗ lichen Intereſſe noch von einer ganz anderen Seite gegeben. Wer ſich nicht gewöhnt hat, menſchliches Schaffen lediglich auf von außen ſtoßende Kräfte mechaniſch zurückzuführen, oder hochmüthig aus ſelbſt⸗ eigener Bewegung der ſchaffenden Individuen herzuleiten, legt wohl dem Umſtande eine tiefere, providentielle Bedeutung bei, daß die Bruderliebe zur Hilfsmacht der laryngoſkopiſchen Chirurgie in ihren erſten Anfängen aufgerufen wurde, in den Geburts wehen dieſer mediciniſchen Disciplin ihre helfende, ans Licht fördernde Hand zu leihen.
Ein Bruder des Profeſſor Bruns, königlicher Bibliothekbeamter in Berlin, hatte ſeit beinahe drei Jahren an einem hartnäckigen Hals⸗ übel gelitten, das trotz der mannichfaltigſten Heilverſuche(von den gewöhnlichen Hausmitteln bis zu Bepinſelungen des Schlundes mit Höllenſteinauflöſung, Einathmungen von gepulvertem Höllenſtein, Trinkeur in Oberſalzbrunn, Anwendung des Elektromagnetismus) in völlige Stimmloſigkeit ausgeartet war. Er ſuchte im Sommer 1861 bei dem Bruder in Tübingen dringend um Hilfe nach. Unter ſeinem Beiſtande war bereits ein Jahr vorher als Krankheitsurſache das Vorhandenſein eines abnormen Auswuchſes, ſogenannten Po⸗ lypen, innerhalb der Höhle des Kehlkopfs erkannt und damit von jeder weiteren mediciniſchen Behandlung, als gänzlich erfolglos, Ab⸗ ſtand genommen, da nur von einer directen Zerſtörung oder Aus⸗ rottung des Polypen etwas zu erwarten ſtand. Dieſe vorzunehmen erſchien aber ſo gewagt, das Unternehmen war ſo unerhört, die Mittel und Wege dazu lagen ſo ganz außer dem Bereich der Erfahrung, es war zuvor eine ſolche Menge von Erwägungen anzuſtellen, daß eben ein volles Jahr verſtrich, ehe der brüderliche Arzt ſich zum operativen Angriff entſchloß. Schon der Zugang zu dem Polypen machte Schwierigkeiten aller Art. Vierwöchentliches Bemühen wurde erfor⸗ dert, um vermittelſt eines katheterähnlich gebogenen Drahtes eine erſte Berührung des Polypen zu bewerkſtelligen. Nach Verlauf von neuen vier Wochen gelangen die erſten Einſchnitte mit einer zu dieſem Be⸗ hufe conſtruirten Meſſerſcheere. Der Kranke empfand von dieſen Einſchnitten nichts; um ſo empfindlicher war ihre Wirkung glücklicher Weiſe auf den Polypen, der innerhalb weniger Tage mit zahlreichen klaffenden Schnittwunden bedeckt, ſeines Ernährungsapparats beraubt, aus dem Zuſtande eines wuchernden Lebens zum zottigen Fetzen zu⸗
ſammenſchrumpfte und bald völlig verſchwand, während die Stimme
raſch wiederkehrte, und vier Wochen nach den erſten blutigen Eingriffen die Sprache in vollſter Freiheit und Reinheit vorhanden war. Es ſind ſeitdem mehr als fünf Jahre vergangen, und dieſe volle Geſund⸗ heit der Stimme dauert— wir ſprechen hier nach Ohren⸗ und Augen⸗
zeugenſchaft— bis auf den heutigen Tag ungetrübt fort. Dieſer glückliche Erfolg hatte eine viel größere Bedeutung, als die zu Tage liegende, der Befreiung dieſes einen gefeſſelten Larynx; er war im Princip eine Unterjochung der Laryngo⸗Polypenmacht.
Profeſſor Bruns hat dieſe erſte Expedition des chirurgiſchen Meſſers in die Kehlkopfhöhle ſelbſt ausführlich beſchrieben in der Schrift: Die erſte Ausrottung eines Polypen in der Kehlkopfhöhle durch Zerſchneiden ohne blutige Eröffnung der Luftwege, nebſt einer kurzen Anleitung zur Laryngoſkopie. Mit 32 Abbildungen. Tübin⸗ gen, 1862. Dazu ein Nachtrag. Tübingen, 1863. Das theo⸗ retiſche Urtheil über die neue merkwürdige Operation war zuerſt etwas reſervirt, faſt kühl. In mediciniſchen Zeitungen wurde das Unternehmen als ein verwegenes bezeichnet, das keine Nachahmung verdiene, auch ſchwerlich finden werde, da die Veranlaſſung eine ganz einzelnſtehende ſei. Ganz anders war der praktiſche Erfolg. Auch auf anderen Gebieten zeigt es ſich, daß nicht bloß Bedürfniſſe Hilfe erwecken, was das Gewöhnliche, ſondern daß je zuweilen auch eine neu gefundene Hilfe das entſprechende, bisher nur latente Bedürfniß erſt hervorzurufen ſcheint. So war es hier. In kurzem fanden ſich von nah und fern in Tübingen hilfeſuchende Halsleidende ein, und das Laryngoſkop zeigte mit erſtaunlicher Deutlichkeit, daß leider Kehl⸗ kopfpolypen, oder ähnliche an den Stimmorganen wuchernde Schma⸗ rotzerbildungen nichts weniger als vereinzelte Raritäten ſeien. Prof. Bruns fand nur zu viel Gelegenheit, auch ohne die treibende Macht der leiblichen Bruderliebe, ſeiner erſten bewaffneten Expedition ins Land der Laryngo⸗Polypen andere folgen zu laſſen. Die Erfahrun⸗ gen, die er dabei machte, führten ihn auf die mannichfaltigſten Ver⸗ beſſerungen in der Angriffsweiſe, in der Beleuchtungsart der dunklen Höhle des Larynx, in der Conſtruction der Operationswaffen. Denn wo wird wohl ein Krieg geführt, der nicht eine Reform der Bewaff⸗ nung und ſonſtige Reorganiſation in ſeinem Gefolge hätte! Das Ergebniß ſeiner Erfahrungen legte Prof. Bruns in einer größeren Schrift: Die Laryngoſkopie und die laryngoſkopiſche Chirurgie. Nebſt einem Atlas von 8 Tafeln. Tübingen, 1865, nieder, welche ihre nächſten Leſer freilich unter den Männern der mediciniſchen Wiſſenſchaft ſucht, aber großentheils, namentlich in der ausführlichen Beſchreibung von 17 Operationsfällen(S. 253— 415) auch für Laien ausreichend verſtändlich, und bei lichtvoller, durch treffliche lithographiſche Abbildungen unterſtützter Darſtellung lehrreich genug iſt. Leſer mit perſönlichem Intereſſe, die von eigenem oder ihrer Freunde und Angehörigen Halsleiden, anhaltender Heiſerkeit oder Stimmloſigkeit beunruhigt ſind, werden vielleicht mehr als Belehrung daraus ſchöpfen; manchem dürfte es folgenreichen Rath und einen Wink zur Hilfe und Geneſung ertheilen. Doch wir laſſen hier das lehrreiche Buch bei Seite, wie auch die übrige laryngoſkopiſche Lite⸗ ratur, die ſich daran reiht und beſchränken unſere Mittheilungen lediglich auf Selbſtgeſehenes und Eigenerlebtes.
Es ſei zunächſt erlaubt, dem Leſer das Bild des Mannes, deſſen Wirkſamkeit wir ſchildern, in kurzen Zügen vorzuſtellen.
Profeſſor Bruns iſt ein Mann von etwa 50 Jahren, von mittlerer Statur, eher den kleinen als den großen beizuzählen, raſch und leicht in ſeinen Bewegungen. Die feſtgeſchloſſenen Mundwinkel deuten auf Entſchloſſenheit, die, wo es Noth iſt, auch etwas wagt, und auf Beharrlichkeit, die vor erreichtem Ziele ſo leicht nicht umkehrt. Die Züge ſeines Angeſichtes prägen Geradheit und Offenheit aus;
das lebhafte dunkle Auge verkündet Einſicht, und die hohe, mäßig ge⸗
wölbte Stirn verräth, daß ſie die Wiege eigener und originaler Ge⸗ danken und Entwürfe iſt. Seine Rede, ohne eigentlich dialektiſche Färbung, doch ſo, daß man den Niederſachſen erkennt,(er iſt ſeiner Geburt nach ein Braunſchweiger, aus Helmſtädt gebürtig) iſt belebt, ſchlicht und athmet viel Wohlwollen und tiefe Menſchenfreundlichkeit. Die Geſammterſcheinung des Mannes bewegt ſich in jener glücklichen Mitte zwiſchen olympiſcher Gravität mancher mediciniſcher Notabili⸗ täten, aus welcher Hilfeſuchende mehr im allgemeinen das Daſein geheimnißvoller ärztlicher Facultäten, als gerade eine Hoffnungs⸗ ausſicht für ſich entnehmen, und zwiſchen der cordialen Nahbarkeit, die mit dem myſtiſchen Nimbus eines Hohenprieſters vom Tempel Aesculaps auch die Vorſtellung einer beſonderen Facultät zerſtört. Profeſſor Bruns erweckt Vertrauen, weil er den Eindruck tiefer Wahr⸗ haftigkeit macht, er erregt in dem Kranken keine ſtürmiſchen Hoff⸗ nungen und ſchreckt ihn doch nicht zurück, er gewährt ihm günſtige Ausſicht, und weiß ihn doch in heilſamer Sorge zu erhalten, ſo daß,


