Jahrgang 
13-26 (1867)
Seite
387
Einzelbild herunterladen

dutes ne. Je lachend nreundet 1 n.ch

auf neue Pnaden, daß th hat mit Urtaxgit- arcdes ihn Himmels u Danckel⸗ dibt es? cilderung en mußte; der ihm zu t debender rälauct u bſal zu de meine Tage nteurer, ſich n, der mein dieſe Herr⸗ (Kolbe, Euer .Gemach Leute aus en Verweis ber ſei Du aus Muth⸗ izen Hofe, tſem Punkte Aber ich men können, ein Schlei⸗ wühlen. Haſt Du , wie er au her, weiter Du ſiehſt zu geſehen tament fürch⸗ ßteſt, daß es ts von alle deinen Kopf d das Land as Bündniß niger junger ſind unnüt, ,Weil feſt in Euer e höchſt ver⸗ ſt ein Ver⸗ ritel erhält, Beweiſe? ſie hätte! ie müſſen zu ge fürſtlch

eethüre des Danckel⸗ nd zitternd, eſpritzt war, zuſammen⸗ mühſam zu 1 erblickend.

dem Schloß⸗

i 4,f ihm! rief

387

ließ.Ihr bringt ſicher wichtige Nachricht, mein Freund, ſagte Danckelmann.Ich bringe ſie, ſtammelte Oelvenhier liegt viel, fuhr er fort, auf ſeine Taſche deutend.Verrath Verrath. Ha ich wußte es, rief Danckelmann triumphirend,gewiß Kolbe!Er ſelbſt und der Pater Wolff.Ich wußte es. Der Kurfürſt zuckte zuſammen.Ihr ſprecht viel, junger Menſch, rief er.Wer ſeid Ihr?Mein Secretär, ſagte Danckelmann. Laſſen Sie ihn ſich erholen, dann hören wir. Oelven holte Athem und ſagte:Ich bringe Wichtiges man hat mich verfolgt, ich werde alles berichten vorher aber eines: Gnade, Durchlauchtigſter Herr, für zwei Freunde, die in dieſe ſchlimme Sache verrickelt ſind. Sie haben ſich bethören laſſen, aber ich würde eher ſterben, als ſie verrathen, darum, wenn ich reden ſoll Gnade für ſie.Sie iſt ihnen bewilligt, ſagte der Kurfürſt ungeduldig.Aber nun was gibt es? Oelven erhob ſich; Danckelmanns Augen richteten ſich auf den Secretär, ſein ganzes Weſen war in fieberhafter Span⸗ nung. Oelven zog ſeinen Handſchuh ab, fuhr mit der Hand in die Taſche ſeines Wammſes und holte einige Blätter hervor, welche er auseinander breitete und ſie dann dem Kurfürſten vorhaltend, ſagte: Kennen Euer kurfürſtliche Gnaden dieſes etwa? Friedrich bebte zuſammen. Er las die Ueberſchrift der bedruckten Blätter. Er ſah vor ſich im Drucke eine Copie des berüchtigten, bisher ſo ſtreng ge⸗ heim gehaltenen Teſtamentes. Danckelmann verhehlte ſeinen Triumph nicht.Ich hatte doch Recht, jubelte er.Dieſer Tag iſt der beſte in meinem Leben. Die Wölfe ſind in der Grube.Woher ſtammt dieſer Druck? fragte zitternd vor Unmuth der Kurfürſt.Gnädigſter Herr, das iſt eine lange Geſchichte, ſagte Oelven.Erzählt, beichtet alles ich befehle es Euch! ſagte der Kurfürſt.Ich ſoll niemand ſchonen? fragte Oelven.Niemanden! antwortete Friedrich. Wohlan denn, gnädigſter Herr, ich beginne.

Die Verſammlung draußen vor der Thüre des Cabinets wurde bereits ungeduldig. Schon hatte man im Hofe die Wagen auffahren, die Pferde und Sänften bereitſtellen ſehen, welche die Herren und Damen nach Berlin führen ſollten; eine Unruhe, wie ſie dem Auf⸗ bruche großer Geſellſchaften und Verſammlungen voranzugehen pflegt, machte ſich bemerkbar. Noch immer blieb die Thüre des Cabinets hermetiſch geſchloſſen, Danckelmann erſchien nicht. Sollte er es vor⸗ ziehen, dem Unwetter aus dem Wege zu gehen? er war nicht feig, er konnte auf ſeine Macht pochen weshalb blieb er aus? Die jungen Herren wurden ungeduldig, bei einigen ließ der Zorn bereits nach, und Dequede fürchtete ſchon, ſeine Chancen zu verlieren, während Kolbe eifrig von dieſem zu jenem ging, um die Freunde beiſammen zu halten. Der Freiherr blickte ſo eben auf die entgegengeſetzte Seite, als er in der Ferne am Ende des Corridors, der zum Cabinette des Kurfürſten führte, das geiſterbleiche Geſicht Biedekaps gewahrte, der ihm ängſtlich winkend allerlei Zeichen machte. Es war etwas ge⸗ ſchehen darüber waltete bei dem Freiherrn kein Zweifel mehr, ſiedend heiß ſchoß es ihm durch die Bruſt hatte der Vorfall bei Ringwald ſeine Folgen geäußert? gewiß war es alſo. Der Freiherr wollte durch die ihn umgebenden Freunde zu Biedekap eilen, nur ein Paar Worte und er wußte, woran er war, aber als er ſich dazu an⸗ ſchickte, raſſelten die Riegel der Cabinetsthüre, die Flügel ſprangen auf, die Trabanten ſtießen ihre Hellebarden gegen den Boden, und mit feſtem Tritte, hochaufgerichtet erſchien Danckelmann vor dem Cabinet. Seine Augen muſterten die Schar, welche er wider ſein Erwarten, ohne nur eine Ahnung von ihrer Anweſenheit gehabt zu haben, hier vor dem Cabinet des Kurfürſten verſammelt fand. Ein Blick auf die Zunächſtſtehenden genügte ihm, um zu begreifen, daß wieder ein Angriff geſchehen ſollte; Danckelmann hatte ſeine Feinde erkannt, aber er beſaß Waffen wider ſie, und ein Lächeln furchtbarer Art, ein faſt ſata⸗ niſcher Zug umſpielte ſeine Lippen. Eine kurze Pauſe ſchien zu genügen, um die Angreifer ſich ſammeln zu laſſen, dann trat Dequede vor, verbeugte ſich in einer Weiſe, die eher Hohn als Artigkeit aus⸗ drückte und ſagte:Der Herr Kammerrath haben wohl eine Minute für uns?Wenn Sie darum bitten, Messieurs, muß ich mir die⸗ ſelbe abnöthigen, obwohl ich es ungern thue, meine Zeit iſt koſtbar, ſagte Danckelmann. Die Verſammelten machten unwillkürlich eine zornige Bewegung.Wir fordern dieſe Minute, ſagte Dequede, Sie ſind uns Rechenſchaft ſchuldig über Ihr Benehmen von heute im Saale, Herr Kammerrath. Wir finden uns beleidigt durch Ihre ſchmachvolle Bemerkung, durch die Zumuthung, Ihnen einen Platz

aufzuheben.Ich bin beleidigter als Sie, meine Herren, ſagte Danckelmann ruhig,denn es iſt doch lange nicht ſo ſchlimm, wenn man den Platz für jemand aufhebt, als wenn man ihm denſelben entwendet. Ein Schrei der Entrüſtung ſchallte durch den Gang, die Schar der Edelleute machte einen Schritt vorwärts, als wollten ſie alle auf Danckelmann ſtürzen.Was macht Sie ſo wüthend, meine Herren? rief der Rath mit ſchrecklichem Lachen,Sie die vom alten brandenburgiſchen Adel, können doch nicht ungehalten darüber ſein, denn der meinen Platz raubte, war keiner von hieſigem Geſchlechte, ſondern ein Fremdling, der ſich eindrängte, der ſogenannte Kolbe von Wartenberg. Der Augenblick zum Handeln für den Freiherrn war gekommen, das fühlten mit ihm die Genoſſen. Keiner nahm deshalb für Kolbe das Wort, ſondern alle traten zurück, als der Freiherr auf Danckelmann zuſchritt.Es iſt das zweite Mal, Herr Kammerrath, daß ich faſt bei derſelben Gelegenheit von Ihnen tödtlich beleidigt werde, begann er,das erſte Mal mußte ich die Hilfe meiner Freunde anrufen, das Wort des gnädigen Herrn Kur⸗ fürſten entſchied, denn ich war ein Fremdling, heute, mein Herr Rath, bin ich es nicht mehr. Ich bin zum Hofe des Kurfürſten gerechnet worden und ich werde mir eine Inſulte nicht bieten laſſen. Sie haben mich gleichviel um was es ſich handelt des Diebſtahls be⸗ ſchuldigt, wie ſoll ich dieſen Schimpf abwaſchen? in Ihrem Blute, mein Herr Rath in Ihrem Blute. Hier ſteht eine Schar ehren⸗ werther Männer, ſie ſind Zeugen der Unbill, die ich von Ihnen er⸗ litten, und ich frage in Gegenwart aller dieſer Zeugen, welche Waffen Sie wählen wollen, Herr Kammerrath, denn ich fordere Sie zum Kampfe auf Leben und Tod heraus. Beſtimmen Sie den Ort und die Waffen.Und ſollten Sie glücklich im Kampfe gegen den Freiherrn Kolbe von Wartenberg ſein, ſetzte Dequede hinzu,ſo bin ich der Nächſte, dem Sie vor die Klinge müſſen. Danckelmann ſchwieg, auf ſeinem Geſichte zeichnete ſich die höchſte Ueberraſchung, vermiſcht mit Hohn und Verachtung, ab. Er fuhr mit der Rechten unter ſeine brokatne Weſte, kniff die Lippen aufeinander und ſagte dann:Eine vollſtändige Verſchwörung gegen mich. Ei, ei, meine Herren, ich muß Ihnen doch ein furchtbarer Gegenſtand ſein, daß ſo viele ausgezeichnete Männer ſich zuſammenthun, mir den Gnadenſtoß zu geben ich ſehe zu meinem Erſtaunen alle Altersklaſſen hier ver⸗ einigt, alle Grade ſind vertreten. Ich ſoll die Waffen beſtimmen? Ha, ha, ha! ich würde mich wahrlich gut ausnehmen auf dem Kampf⸗ platze, der alte Danckelmann im Gefecht mit einem Kammerjunker wahrlich ein lächerliches Schauſpiel. Nein Jedermann weiß, daß es mir nicht an Muth gebricht, wenn die Gefahr ſich auch ringsum thürmt, ich habe aber einen noch viel größeren Muth, den: eine Genugthuung mit den Waffen in der Hand zu verweigern ich verweigere ſie, meine Herren, haben Sie gehört? pah! das wäre ſo ein Gaudium, dem verhaßten Danckelmann mit eins, zwei, drei das Lebenslicht durch einen richtig gezielten Schuß oder eine wohl⸗ angebrachte Terz oder Finte mit dem Degen auszublaſen. Nichts da! halten Sie es für maßlos, meinetwegen, aber ich ſage: ich habe dieſem Lande, meinem Fürſten gegenüber andere, höhere Verpflich⸗ tungen, das Leben Eberhard von Danckelmanns iſt ein viel zu koſt⸗ bares, als daß ich wagen dürfte, es dem Zafalle, dem Schwanken eines Piſtolenlaufes oder einer Degenklinge preiszugeben Sie können ſich untereinander abwürgen, ſei's drum! aber fünfzig ſolcher Leben wie die Ihrigen wiegen noch lange nicht das meinige auf. Dieſe übermäßig ſtolze Rede veranlaßte einen wahrhaften Tumult. Der Freiherr Kolbe, welcher anfangs in faſt merklicher Weiſe gezittert hatte, nicht aus Feigheit, ſondern weil er die Folgen der früheren Vorgänge fürchtete, ſchien nach dem Zurückweichen Danckelmanns vor dem Duelle ſeinen ganzen Muth wiedererhalten zu haben.Neuer Hohn neue Beleidigung, rief er.Sie haben Recht, Herr Frei⸗ herr, begannen alle,laſſen Sie nicht ab.Die Waffen, Herr Kammerrath oder Sie ſind entehrt rief Kolbe,die Waffen, Danckelmann hob ſein Haupt ſtolz und langſam empor.Herr Freiherr Kolbe von Wartenberg, ſagte er ruhig,hüten Sie ſich vor allem, mich herauszufordern. Ich würde mich Ihren dreiſten Angriffen gegenüber keiner Waffen, ſondern höchſtens eines Schildes bedienen, und ich glaube, daß das Zeichen auf dieſem Schilde Sie ebenſo muthlos, oder durch Ihre Erſtarrung wehrlos machen würde, als es ehedem das Haupt der Meduſa vermochte. Kolbes Körper durch⸗ bebte ein Zittern, aller Augen waren auf ihn gerichtet, er mußte wider ſeinen Willen vorwärts.Was wollen Sie mit dieſen geheimnißvollen