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eine Ebene; die„Tafel“ iſt im Gegentheil auf das wildeſte mit Felsſtücken überſäet und von unergründlichen Spalten durchriſſen, ſo daß genaueſte Ortskenntniß dazu gehört, ſich nicht zu verirren und zu verunglücken; ein Pfad exiſtirt nirgends hier oben, und die Paſſage erfordert Beſonnenheit, Uebung und Ausdauer. Unſer Führer ſchien zwar ſeiner Sache ziemlich gewiß zu ſein, nichtsdeſtoweniger ſchaute er mit großer Billigung einem Manoeuvre der Vorſicht zu, das der zweite Lieutenant nunmehr ausführte und welches, trotz ſeiner unbe⸗ zweifelten Nützlichkeit, uns eine Zeit lang viel Stoff zum Lachen bot. Er hatte nämlich einem der Neger einen mächtigen Sack aufgebürdet, in welchem wir eine Extradecke, als Präſervativ gegen die Kälte der Nacht, vermuthet hatten. Nun aber, als der Lieutenant den Sack öffnete, enthüllte ſich als ſein Inhalt unſeren Blicken eine mit Schie⸗ mannsgarn dicht umwickelte Logrolle. An den Handhaben des Spills war ein Gurt befeſtigt; an dieſem hing er ſie dem Malayen horizontal anf den Rücken, ſo daß ſich das Garn, deſſen Ende er an einer feſten Euphorbiaſtaude angeknüpft hatte, frei abhaſpeln konnte. Sehr willig übernahm der Führer jetzt das Tragen dieſer mit jedem Schritt kleiner werdenden Laſt, deren Zweck er ſofort begriffen hatte, und luſtig folgten wir dem ſich abwickelnden Ariadnefaden. Nicht überall war der Weg beſchwerlich; manchmal überſchritten wir breite, ebene Strecken, welche nur mit flachen Schieferblöcken überſäet waren; hier und da ſtanden wir auch am Rand eines ſchmalen, ſchwarzen Ge⸗ wäſſers, das ſich in einer vielleicht tauſende von Fußen tiefen Kluft des Gebirges nach und nach unheimlich geſammelt hatte und oft in weitem Bogen umgangen werden mußte; allein trotz aller kleiner Irrungen kannte Tippoo den Weg, und wir näherten uns dem Ziele. Nur hatte ſich der Lieutenant ſehr über die Länge des Weges getäuſcht, denn auf einmal war das Garn des Logs abgelaufen; durch aufge⸗ häufte Steine errichteten wir eine ziemlich weithin ſcharf ſich erhebende Pyramide, in welcher die Logrolle niedergelegt ward.
Es war noch eine knappe halbe Stunde vor Sonnenuntergang, als wir endlich unſer Ziel erreichten. Dies war ein erhöhter, amphi⸗ theatraliſch zuſammengeſchichteter, nach einer Seite hin durch ſtehende Blöcke geſchützter Steintrümmerhaufen, in welchem einzelne Platten bequeme Sitze und Feuerſtellen, dazwiſchen ſprießender weicher Raſen aber herrliche Betten abgaben. Von der Ausſicht quf die weiße Cap⸗ ſtadt und die dunkelblaue Bai ſage ich nichts, als daß ſie ſich neben das Erhabenſte ſtellt, was der Menſch auf dieſer Erde erblicken kann; die unendliche Pracht des Sonnenuntergangs, hier oben geſehen, läßt ſich nicht beſchreiben. Unſere Träger hatten das Gepäck abgelegt und waren unter Führung Neef Piets, des Hottentotten— alle Pepper⸗ koppe heißen„Piet,“ Peter und tituliren ſich„Neef“ und„Oom,“ Neffe und Onkel, was ſie von den holländiſchen Booren oder„Baaſen“ gelernt haben— zur Sammlung dürren Holzes ausgezogen; als das Tagesgeſtirn in die Fluten des atlantiſchen Oceans verſunken war, ſtanden wir ihnen bei, und bald flammte ein mächtiges Feuer empor in den dunkelen, ſternenbeſäeten Nachthimmel. Und kaum züngelte die Lohe in mächtiger Säule wolkenhinan, da erhielt ſie Antwort— fern und tief dort unten fuhr es aufwärts, gleich einem raſch erlöſchenden Meteor— es war eine Rakete von der Carolina — wie klein und ärmlich uns auch ihr Strahl hier oben erſchien, faſt wie der Flug eines Glühwurmis, wir freuten uns doch, denn wir wußten nun, wo unſere Heimat lag, unſer gutes Schiff, und hatten die Genugthuung, zu wiſſen, daß dort unten in der Ferne Freunde unſerer liebevoll gedachten. Von nun an wurden fortwährend Sig⸗ nale gewechſelt, wir waren zu dieſem Zweck reichlich mit Feuerwerk verſehen und gaben jedenfalls den Capſtädtern ein ebenſo ſeltſames, als intereſſantes Schauſpiel. Und nun kamen auch die geheimen Verabredungen zu Tage: eine Rakete mit nachfolgendem Blaulicht bedeutete das erſte Lied, welches geſungen werden ſollte, gleichzeitig auf dem Plateau des Tafelberges und an Bord der Carolina; eine Rakete mit zwei Blaulichtern das zweite Lied u. ſ. f. In ähnlicher Weiſe waren auch die Signale für die Toaſte feſtgeſetzt worden, von dem auf unſern erhabenen Kriegsherrn an, bis zu dem:„Auf alles, was wir lieben!“.
So verging die Zeit, welche das alte Jahr uns übrig ließ, auf das angenehite. Den Augenblick des Jahreswechſels verkündete ein auf der Carolina gelöſter Kanonenſchuß, von welchem wir ſreilich nur den Blitz ſahen, während wir den Knall wegen der weiten Entfernung
III. Jahngang.
und der ees Briſe nicht zu hören vermochten. Wir antworteten
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durch ein brillantes Raketenbouquet, nebſt einer Anzahl Blau⸗ und Rothfeuer; a tempo wurde von uns und an Bord der Corvette, mit obligatem Einleitungsſpeech und vollen Gläſern edlen Capweins ein„Salamander gerieben.“ Dann aber kam auch der Ernſt der Stunde
V über uns. Wir drückten uns ſchweigend die Hände, und es ward auf
„Kapater!(holländiſcher Ziegenbock).“
einmal ſtill in dem Kreiſe; jeder gedachte ſeiner Lieben daheim. Ver⸗ wundert umſtanden uns die Diener, welche ſolchen Wechſel der Stim⸗ mung ſich nicht zu erklären wußten. Der ernſte Willy hatte ein mit koſtbaren Steinen überreich verziertes Medaillon hervorgezogen, und ſchwermüthig haftete ſein Auge auf dem Bilde der fernen Geliebten; hinter ihm ſtand Piet, der Hottentott, und ſtierte gierig nach dem koſt⸗ baren Geſchmeide, er drängte ſich ſo darnach vor und bog ſich ſo weit darnach über, daß der neben gelagerte jüngſte Cadet ihn zurückſtieß, ausrufend:„Unter den Wind, Pepperkopp, du ſtinkſt wie ein Mit tückiſchem Blick ſchlich der Wilde in die Finſterniß. Wir aber fielen ſofort zurück in die vorige Heiterkeit, und ſie ſteigerte ſich nunmehr bis zum Gipfel. Selbſtverſtändlich war den Trägern ſchon früher Speiſe und Trank angeboten worden; Cupido und Jaſta, die beiden Neger, hatten ſich das nicht zwei Mal ſagen laſſen; Piet hatte eine Flaſche Capeſmoke (Weinbranntwein) nebſt einem geräucherten Springbockſchlägel er⸗ halten und ſich damit in einen Felſenwinkel gezogen; nur Tippoo, der Malaye, verſchmähte als Muhamedaner ſtandhaft, ſowohl unſern Schinken, als auch den Capwein, und hielt ſich an Waſſer und Brot. Leider hatte auch er die ekelhafte Gewohnheit dieſer Leute, Mondſnuif zu nehmen, d. h. Mundſchnupftabak, ein feines Tabakpulver, das ſie nicht in die Naſe, ſondern in den Mund, zwiſchen Lippen und Zahn⸗ fleiſch, mit einem Löffelchen ſchieben, wahrſcheinlich als Erſatz des heimiſchen Betel und Areka. Nach Mitternacht aber wurde ein Punſch gebraut und zwar ein echter, reiner Punſch, aus„vier Elementen innig geſellt,“ wie Schiller ſingt. Da nun der Koran den Rum nicht ſpeciel! verbietet, wie wir mit großer Mühe unſerem Ma⸗ layen begreiflich machten, ſo ließ er ſich endlich bewegen, den Punſch zu verſuchen. Erſtaunen, Wohlgefallen, Begierde liefen nach einander durch ſeine Züge, als er koſtete und immer wieder koſtete, bis das Glas geleert war, und er es zum Füllen raſch und immer raſcher wiederholt hinhielt, mit den entzückt geſtammelten Worten: „Muy good, muy good!“(Eigentlich much good, ſehr gut!) Und nunmehr ward auch der ſchweigſame Tippoo munter, ausgelaſſen; er ſang ſeltſam ſchnarrende Nationallieder und verſtieg ſich zuletzt zu einem grotesken Malayentanze. Da war es denn Zeit, dem Gelage ein Ende zu machen.
Nachdem ſtrenger Befehl gegeben worden war, daß niemand ſich aus dem Kreiſe des Bivouacs entferne, warfen wir den letzten Holz⸗ vorrath auf die ſinkende Glut, wickelten uns in unſere Decken und waren bald alle im tiefſten Schlummer. Ich weiß nicht, wie lange ich geſchlafen haben mochte, als ich mich plötzlich am Arm ergriffen und heftig gerüttelt fühlte. Mit der angewöhnten Seemannsent⸗ ſchloſſenheit warf ich ſogleich die bleierne Ruhe ab— da ſtand Willy vor mir.„Um Gotteswillen,“ flüſterte er mir mit bleichen Wangen und ſtarren Augen zu,„haben Sie nichts gehört? Horch, horch, da ruft es wieder!“— Und er deutete hinaus in die dunkelſchwarze Nacht. In der That vernahm ich ganz deutlich, aber nur wie aus weiter Ferne, einen langgezogenen, abgeſetzt pfeifenden Laut.„Das iſt ein Nachtvogel,“ ſagte ich,„er pfeift, wie ein Geier; haben Sie mich dieſer Kinderei wegen geweckt?“—„Nein, nein,“ verſicherte der Cadet, den ich als einen muthigen, in Gefahren bewährten Mann kannte,„nein, das war kein Nachtvogel. Mir hat es gerufen, dicht neben mir klang es deutlich, mit herzzerreißendem Tone:„Willy!“ und ich kannte die Stimme nur zu gut— und als ich entſetzt aufge⸗ ſprungen war, da tönte der Ruf ſchon ferner zum andern— Sie ſelber haben ihn zum dritten Male vernommen. Was iſt das? Ich fürchte“—„Machen Sie ſich nicht lächerlich,“ entgegnete ich etwas unwirſch über die unmotivirte Störung,„Sie haben lebhaft geträumt, da ſchallte des Vogels Schrei, Ihre gefangene Phantaſie überſetzte den verwandten Klang ſofort in Ihren Namen, unter ihrer Herrſchaft ſtanden Sie auch noch, als Sie ſchlaftrunken ſich erhoben hatten— das iſt alles. Seien Sie geſcheidt, legen Sie ſich auf Ihr Ohr und benutzen Sie die Paar Stunden der Ruhe, welche uns vergönnt ſind, der Rückmarſch iſt noch weit mühſamer, als das Aufſteigen.“— Und damit wickelte ich mich von neuen ein, denn ein ſchneidiger Froſthauch zog über die Höhe; es war mir, als höre ich den jungen Mann noch
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