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Münchhauſen.„Ich,“ antwortete Dequede,„ich werde mit dem Herrn anbinden und ihm zeigen, was ein muthiges Herz vermag.“ Der Freiherr Kolbe von Wartenberg war inzwiſchen zur Gruppe ge⸗ treten und begrüßte die Herren mit großer Herzlichkeit.„Allons Messieurs,“ ſagte Kolbe,„der Augenblick iſt bald da. Was wir ver⸗ abredet haben, ſoll heute zum Ausbruch kommen, wenn er ſich gegen uns anſtemmt; wenn ein freches Wort fällt, ſo wird die Herausfor⸗ derung gegen ihn von dem Herrn von Dequede kommen. Wir wollen 5 ob die Keckheit dieſes Menſchen nicht dadurch gebrochen werden ollte.“
Die Menge ward durch das Erſcheinen der Herolde gefeſſelt, welche zu der Trauerandacht einluden, die in dem großen Saale ſtattfand und in einer feierlichen Muſikaufführung beſtand. Hierzu waren die Plätze von dem Kurfürſten angewieſen und den Hoffähigen nach ihrem Range zugetheilt worden. Die erſte Reihe dieſer Sitze ward von den älteſten Herren eingenommen, dieſen Reihen gegenüber hatten die Damen ihre Plätze. Man war bei der Feierlichkeit darauf bedacht geweſen, die Sitze durch Aufſtecken der Wappen zu bezeichnen, und ſo prangte denn eine große Zahl heraldiſcher Zeichen in dem weiten Saale. In der zweiten Sitzreihe ſtanden hinter den Seſſeln die Wappen der Hartefeld, Sparre, Sonnsfeld und Damnitz, ſo wie mancher alten Familie, die hier einen Vertreter hatte. So kleinlich auch dieſer Rangſtreit ſein mochte, es waren dennoch viele, die ſich ſchon Tage lang bemüht hatten, ihrem Wappen eine möglichſt gute Stelle vor dem Zeichen dieſes oder jenes der Geladenen zu verſchaffen. In der Zahl der Wappen, welche die zweite Sitzreihe ſchmückten, bemerkte man auch das der Familie Dan⸗ ckelmann, ein Beweis, daß der Kammerrath ſeinen Sitz hier neben den Trägern der älteſten und angeſehenſten Familien einnehmen wollte. Die Herren, welche mit dem Freiherrn Kolbe von Wartenberg zuſammen Verabredung getroffen, hatten ſich ſogleich nach dem Rufe des Herolds in den Trauerſaal begeben. Die Wände deſſelben waren mit ſchwarzen Decken behängt. An jeder Stelle, wo dieſe Draperien in Falten aufgenommen und zuſammengehalten waren, erblickte man den Kurhut und darunter ein Wappenſchild aus verſilbertem Holze. Auf einer bühnenartigen Erhöhung ſtanden in ſchwarzen Kleidern die Sänger der kurfürſtlichen Kapelle, damals ziemlich ſchlecht geſchulte Dilettanten, die bei beſonderen Gelegenheiten durch den Domorganiſten zuſammengeſchart wurden. Ueber dieſer Erhöhung ſtand das kur⸗ fürſtliche Muſikcorps, aus den Trompetern, Poſauniſten und Paukern der kurfürſtlichen Leibgarde beſtehend. Sie hatten hin und wieder ſilberne Trompeten und Paukenkeſſel. An den Wänden ſtanden Hatſchiere mit ihren die Spitzen nach unten gehaltenen Hellebarden. Eine Decoration von verſchiedenen Emblemen des Ruhmes und der Größe in Krieg und Frieden war an der Hauptwand angebracht. Darüber ſchwebte eine Fama mit der Palme in der Linken, mit der Rechten die Poſaune an die Lippen führend. Sobald der Herold den Ruf erlaſſen hatte, waren, wie ſchon berichtet, die jungen Herren, denen ſich auch ältere anſchloſſen, in den Saal getreten. Unter ihnen befand ſich der Freiherr Kolbe von Wartenberg. Herr von Dequede und der junge Schlippenbach wandelten ſogleich durch die Sitzreihen, die übrigen folgten.
„Hier iſt das Danckelmannſche Wappen,“ ſteht neben dem alten Zeichen der Sparres. müſſen den Streich führen.“
Er faßte mit kräftiger Hand die Stange, welche das Wappen trug und begann daran zu rütteln. Die Genoſſen und Freunde er⸗ bleichten ſämmtlich, eine gewiſſe Unruhe, ja Verlegenheit malte ſich in ihren Blicken, und der ruhigere Fritz von Damnitz trat hervor und legte ſeine Hand auf den Arm Dequedes.„Um des Himmels Willen,
ſagte Dequede,„es Tod und Teufel, wir
Paul, laß ab davon, es iſt des Kurfürſten Freund.“—„Wenn Du
den Actenfreſſer fürchteſt,“ entgegnete Dequede hitzig,„ſo brauchſt Du es nur zu ſagen, jeden Augenblick ſteht Dir frei, zu gehen, aus unſerer Verbindung zu ſcheiden, Du biſt zu zahm für ein Complott.“ „Paul— bedenke Deine Worte, erwäge ſie,“ rief Damnitz, die Hand an den Degen legend.
„Aber Meſſieurs, was ſoll das?“ ſagte Graf Wittgenſtein zwi⸗ ſchen die erzürnten jungen Männer tretend.„Sie wollen gegen einen mächtigen Feind auftreten, der Sie ſchon einmal bei ähnlicher
„Gelegenheit durch ſeine Inſolenz beleidigte und beginnen Ihren An⸗
griff damit, daß Sie ſich unter einander entzweien? Wenn Herr von Dequede es wagen will, laſſen Sie ihn machen.“—„Ja wohl
— ja wohl!“ riefen die andern. Aber ſo viel auch der junge Edel⸗
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mann an der Wappenſtange zerrte, ſie ſchien in dem Boden feſtge⸗ nietet zu ſein, und keinen Zoll breit wich ſie den Anſtrengungen. „Die Danckelmanns ſtehen feſt,“ lachte der Freiherr von Kolbe. „Zerbrechen wir die Stange,“ rief Dequede.„Halt— das geht nicht,“ ſagte Wittgenſtein,„das wäre ein Friedensbruch im Hauſe des Kurfürſten, und das in einem ſolchen Augenblicke— nein, meine Abſicht war, das Wappen zu entfernen— es zu verſtecken und wenn er dann käme, ſeinen Sitz zu ſuchen, ihm die ſchnödeſten Redensarten an den Kopf zu werfen. Er iſt ſehr hitzig, die Galle geht ihm leicht ins Blut, und ſicherlich würde er einen ſolchen Schimpf nicht ruhig hinnehmen, dann Meſſieurs, wäre der Augenblick gekommen.“— „Still,“ ſagte Schlippenbach,„der Hof kommt.“
Die Eintretenden waren der Oberceremonienmeiſter mit den Pagen, ihnen folgten die Hofherren, welche Dienſt bei der Kurfürſtin Wittwe hatten. Als dieſe in den Saal traten, begannen auf ein Zeichen die Sänger zu ſingen; nun quoll durch die Thüre in den großen Raum die Menge der Geladenen und begann langſam den Mittelweg entlang zu ſchreiten, der zwiſchen den Sitzen offen geblieben war. Der Kurfürſt mit den Seinen erſchien. Er führte ſeine Stief⸗ mutter, die düſtere Dorothea. Die erlauchte Wittwe trug ihren Schleier halb über das Geſicht herunterhängend. Ihre gelbliche Geſichtsfarbe gab dem Kopfe das Ausſehen eines alten Elfenbein⸗ ſchnitzwerkes. Schwarze, tiefe Furchen liefen zu beiden Seiten des Mundes hin und die Augen wendeten ſich unſtät von einer Stelle zur andern. Sie ging langſam, bedächtig. Faſt ſchien es, als prüfe ſie nach jedem Schritte die Geſichtszüge der ihr zunächſt Stehenden, als wollte ſie die Leute durch Blicke fragen, was man heute von ihr denke— denn die Kurfürſtin hatte während der letzten Lebensjahre ihres Gemahls vielerlei über ſich hören und ergehen laſſen müſſen. Heute begegneten ihre Augen nur lauter ernſten, faſt ausdrucksloſen Geſichtern. Hinter ihr ſchritt, von zwei Damen begleitet, die lebens⸗ frohe, geiſtreiche junge Kurfürſtin Sophie Charlotte, deren reizendes Geſicht mit Mühe die Züge in finſtere Falten legte, weil es denn doch nun das Ceremoniell forderte. Die Trauer um den großen Herrſcher wollte durchaus kein Ende nehmen, und die freien Anſichten der Kurfürſtin vermochten dieſen Leichenzug nicht gut zu heißen. Der Freiherr Kolbe von Wartenberg ſtand zunächſt dem Baron Freytag von Gödens.„Noch keine ſchlimmen Anzeichen, Herr Baron?“ flüſterte der Freiherr dem Geſandten zu.„Keine. Es ſcheint, daß dieſer ganze Ueberfall das Werk einer Klatſcherei geweſen iſt, die von einer der Hausbewohnerinnen in Umlauf geſetzt wurde. Muthmaß⸗ lich wollten die Frauen wiſſen, was die Buchdrucker dort in der Nacht trieben.“—„Aber der Pater war anderer Anſicht.“—„Er hat ge⸗ fehlt— offenbar. Er hätte die gedruckten Dinger weit gleichgültiger behandeln müſſen.“—„Der Angreifer kannte ihn aber— mich ebenfalls.“—„Was will er beweifen? Die Ringwalds werden ihm nicht gutwillig die Sachen ausliefern, und wenn es ein Freund iſt, wird er ſie verrathen? ich war übrigens gleich gegen die ganze Sache— aber die frommen Herren—.“—„Ah— jetzt wird die Elite des Adels Platz nehmen, der Kurfürſt ſitzt ſchon.“ Der Frei⸗ herr machte einen langen Hals und dann bewegte er ſich vorwärts. Es trieb ihn vor allen Dingen zu erfahren, was nun mit den Sitzen geſchehen ſei, denn das Wappen der Danckelmanns blinkte noch immer zwiſchen all den übrigen. Er drängte ſich mit den Ge⸗ ladenen vorwärts und ſah zu ſeinem Erſtaunen, daß der junge Herr von Dequede den Platz eingenommen hatte, auf welchem Danckelmann ſich niederlaſſen wollte und den das ihm zugehörige Wappen ſchmückte. „Was wird das werden?“ murmelte der Freiherr, aber ſchon hatte der kühne Edelmann ihn bemerkt und deutete durch eine Handbewe⸗ gung ihm an, daß er näher kommen möge.„Herr von Dequede,“ ſagte der neben dem jungen Manne ſitzende Baron von Finkenſtein, „Sie ſcheinen ſich zu irren. beſtimmt— hier will der Kammerrath von Danckelmann ſitzen. Sehen Sie nicht ſein Wappen?“—„Ich befinde mich ganz gut hier, cher Baron,“ ſagte lachend Herr von Dequede.„Ich hatte meine beſondere Abſicht, indem ich den Platz einnahm.“ Finkenſtein be⸗ trachtete kopfſchüttelnd den Nachbar. Die Sänger hatten ihren muſikaliſchen Gruß längſt dargebracht, und die Inſtrumente ſetzten mit hellem Tone ein, weshalb von den nun folgenden Scenen nie⸗ mand als nur die nächſt Sitzenden etwas zu hören bekamen. Kaum hatte der alte Herr von Finkenſtein den jungen Dequede gewarnt, ſo
erſchienen am Ende der Sitzreihe zwei Herren. Sie blickten die
Es iſt der Platz für ältere Herren


