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zahlen will? was könntet Ihr wagen dabei? zieht mir eine genügende Anzahl von Exemplaren ab, ohne Euren Namen, ohne Angabe des Druckortes, ich nehme ſie in Empfang und vertheile ſie. Wie? das iſt meine Sache. Ihr erweiſt Eurem Lebensretter einen Dienſt und erhaltet einen vollen Geldbeutel zum Lohn— das iſt aber noch nicht genug. Die Macht, welche von Euch den Druck jenes Teſtamentes verlangt, wird ſiegen— gewiß, ſie wird triumphiren und dann werdet Ihr ein gefeierter Name ſein, eine glänzende Belohnung, die größten Privilegien bis auf Eure Kindeskinder hin, ſollen Euch zu Theil werden— und merkt es wohl, tiefes Geheimniß wird Euch angelobt, niemand ſoll erfahren, daß aus Eurer Officin dieſe Blätter hervor⸗ gegangen. Ich bin bereit, jeden Schwur zu leiſten.“—„Ich kenne Euch nicht— Ihr ſeid mir fremd. Wie ſoll ich Euch trauen?“ ſagte der Alte ſtammelnd und nicht ohne ſichtbaren Kampf, der auf ſeinem Antlitze zu leſen war.—„Genügt Euch Kaiſerlicher Majeſtät Anſehen?“ ſagte Wolff, an den Buchdrucker herantretend.„Genügt Euch der Schutz des kaiſerlichen Geſandten? kommt mit mir zu ihm — ich verlange dieſen Dienſt nicht ſo ohne weiteres von Euch. Wir wollen einen Ort beſtimmen, woſelbſt wir uns treffen können, dann führe ich Euch zu Baron Freytag von Gödens, den Ihr ſelber kennt, dort ſollt Ihr erfahren, wer ich bin und daß Ihr einen Schutz ge⸗ nießet, wenn man Euch antaſten will.“—„Aber das alles iſt ge⸗ fährlich, es iſt eine Scylla und Charybdis,“ wimmerte der Alte.— „Mit Gold ſchifft Ihr durch dieſelbe, mit Hilfe unſeres kaiſerlichen Herrn werdet Ihr glänzend daſtehen. Ich ſehe ſchon, wie die Preſſen ſich bei Euch verfünffachen, wenn der Triumph unſerer Partei voll⸗ endet iſt, wie Ihr dieſes ganze Gebiet hier ausdehnen müßt, um nur Platz zu haben für Euer großes Geſchäft, und dabei wollt Ihr zau⸗ dern?“ Wolff ſchlug mit der Hand auf die Börſe, daß die Gold⸗ ſtücke klirrten.—„Wenn ich Euch, meinem Lebensretter, auch zu Willen ſein möchte,“ entgegnete er,„wie ſoll es geſchehen? wie ſoll ich es geheim halten?“—„Habt Ihr keinen Vertrauten? könnt Ihr nicht einen Menſchen, einen Freund finden, den Ihr Euch zu Hilfe nehmen würdet bei dem Setzen der Schrift?“—„Mein Sohn wäre wohl genügend. Er verſteht die Kunſt und dann— ja,“ rief der Buchdrucker,„ich hätte noch einen Mann, einen fleißigen, geſchickten, dem ich mich anvertrauen könnte.“—„Verſichert Euch ſeiner,“ ſagte der Pater,„und nun zum letzten Male, wollt Ihr mir dienen? ich verlange fünfhundert ſolcher Blätter, mit dem bedruckt, was auf jenem Papiere ſteht. Bis wann wollt Ihr ſie mir ſchaffen?“—„Ihr ſeid mir fremd, Herr,“ ſagte Ringwald.„Ich muß genau wiſſen, wer Ihr ſeid, bevor ich wagen kann, ein ſolches Ding in die Welt zu ſchicken.“—„Gut— auch das noch,“ entgegnete der Pater.„Ihr ſollt alſo mit mir bei dem kaiſerlichen Geſandten zuſammentreffen. Kommt morgen Abend, um die neunte Stunde dahin. Seid pünktlich, Ihr werdet mich auf dem Hausflure treffen. Dieſe Börſe behaltet. Es iſt eine Abſchlagsſumme. Schweigt gegen Jedermann. Ihr habt mir meinen Dienſt bezahlt, den ich Euch leiſtete, wenn Ihr die fünf⸗ hundert Blätter in meine Hände legt— eher nicht. Gehabt Euch wohl und öffnet mir jetzt die Thüre.“ Er ging auf die Thüre zu, die Ringwald entriegelte, noch ein Mal wendete er ſich und ſah den Buchdrucker mit einem faſt drohenden Blicke an.„Hütet Euch zu plaudern,“ ſagte er.„Ihr habt zwiſchen Ehre, Verdienſt und Ruhm oder einem ſicheren Verderben zu wählen. Wer ein Mal im Beſitze ſolchen Geheimniſſes iſt, der trägt eine ſchwere Laſt. Zurücktreten iſt jetzt ſchwer für Euch geworden, geht vorwärts und faßt die Sache ſchnell an. Auf morgen Abend.“ Er verſchwand in dem Dunkel der Treppe.
Ringwald blieb einen Augenblick allein, ſtützte ſeinen Kopf in beide Hände und ſeufzte ſchwer. Das unheimliche Papier lag vor ihm auf dem Pulte, es ſchimmerte ſo weiß und geiſterhaft, die Schrift⸗ züge, welche das flackernde Licht erleuchtete, liefen wie Schlangen auf und nieder, ein leiſes Kniſtern ſchien aus dem Blatte zu tönen.„Ich muß es wagen,“ lispelte der Alte.„Henning will ich es vertrauen — und dann Oelven. Ja, der ſoll drum wiſſen. Er rieth ja immer Außerordentliches zu unternehmen, er ſoll der dritte im Bunde ſein. Wir ſtellen uns vor den Setzkaſten— allein, in der Nacht, und drucken es ſelbſt, ohne die Gehilfen heranzuziehen. Was mag der geheimnißvolle Doctor nur mit dem Blatte wollen?— gleichviel, wenn der kaiſerliche Geſandte ſeinen Schutz verleiht, dann will ich es wagen. Es iſt ein ſeltenes Ding, das da auf dem Tiſche.“
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Es erſchallte ein Klopfen an der Thüre.„Oheim! Oheim!“ rief Chriſtinens Stimme,„kommt herab, das Eſſen ſteht auf dem Tiſche.“ Haſtig verbarg Ringwald das Papier in ſeinem Schreib⸗ tiſche.„Komm herein,“ rief er.„Ich bin allein— komm, Tina.“ Das Mädchen trat ein.„Warſt Du unten auf dem Hausflure?“ fragte Ringwald.—„Ja wohl, Oheim, im Flurzimmer.“—„Haſt Du niemand geſehen?“—„Niemand.“—„Hm! Es iſt ſeltſam,“ murmelte der Alte.—„Was habt Ihr?“ fragte Tina.—„Ich meinte nur, der— es war mir, als ſei jemand die Treppe hinunter⸗ gegangen.“—„Ah— bah. Ihr hört und ſeht lauter ſeltſame Dinge, ſeit Eurem Abenteuer in der Grünſtraße,“ lachte Tina,„hier war kein Menſch. Kommt hinab, Oheim.“—„Wie kam er hinaus?“ murmelte der Alte.— Henning war ſchon am Tiſche. Als die Mahlzeit beendet war, flüſterte der Alte dem Sohne zu:„Ehe Du Dich heute ſchlafen legſt, komm auf mein Zimmer, ich habe mit Dir zu reden.“
In den nächſtfolgenden Tagen war im Ringwaldſchen Hauſe das Leben äußerſt ungemüthlich. Kaum hatte Tina das letzte Gericht auf den Tiſch geſetzt, ſo fielen der Oheim und Henning mit ſeltener Haſt über die Speiſen her, die Freunde, welche bei ihnen vorſprachen, wurden kalt zurückgewieſen, die Beſuche im Raths⸗ oder Bernauerkeller ſchien der Alte vollſtändig aufgegeben zu haben, und Henning hatte für die ſonſt von ihm ſo eifrig mit Aufmerkſamkeiten aller Art überhäufte Baſe kaum ein freundliches Wort. Abends, wenn die Stunde begann, wo ſonſt die Unterhaltung der drei Verwandten oder eines geladenen Freundes ſtattfand, eilten der Oheim und Henning in die Gemächer, welche die Druckerei Ringwalds bildeten, ſie ſchloſſen die Thüre hinter ſich, und wenn die arme Tina in den Hof trat, um nach Frauenzim⸗ merart ein wenig zu ſpioniren, konnte ſie kaum einen kleinen Licht⸗ ſchein an den Fenſtern erblicken, denn die beiden Herren Ringwald hatten die Fenſter mit Pappſtücken und Brettern verſetzt. Was trieben beide in der Druckerei? das war für ſie nicht ſchwer zu errathen. Sie hatten irgend eine Arbeit vor, welche ſie allein, ohne Beihilfe eines Geſellen verrichten wollten, von der nie⸗ mand etwas erfahren ſollte— ſolche Dinge hatten ſie ſchon öfter unternommen, aber dann war doch mindeſtens der Nichte und Braut, der treuen Wirthſchafterin im Hauſe ein Wort vergönnt worden, man hatte ihr ungefähr mitgetheilt, um was es ſich handle, dieſes Mal aber ſchien keiner von beiden geneigt, Tina in die Geheimniſſe der Werkſtatt einzuweihen. Henning hatte auf die Fragen, welche ſeine ſchöne Baſe an ihn richtete, nur die kurze Antwort:„Wichtige Ge⸗ ſchäfte,“ und der Alte machte:„Hm! hm!“ Bei früheren Arbeiten waren die Geſichter beider friſch und heiter geweſen— jetzt ſchauten ſie finſter darein, blickten ſcheu um ſich, und Henning fuhr oft in die Höhe, wenn ein Fremder in das Haus trat.
Für Tina war deshalb dieſe Zeit eine ſehr harte, ſie merkte mit dem ihr eigenen Inſtincte bald, daß die Arbeit eine nicht nur wichtige, ſondern auch geheimnißvolle— ſchwere— vielleicht gefährliche ſein müſſe, und beſchloß demgemäß weder zu fragen, noch zu plaudern. Wem ſollte ſie auch ihr Herz ausſchütten? Die ganze Bekanntſchaft war ihr nicht zuverläſſig und konnte überhaupt keinen Troſt gewähren; der einzige Menſch, der hier etwas vermocht hätte, wäre Oelven ge⸗ weſen, allein erſtens hatte, wie wir wiſſen, Tina ſich nie gut mit ihm geſtanden, dann blieb er auch ſeit längerer Zeit dem Hauſe fern— ſie mußte deshalb ihren Schmerz in ſich verſchließen und auf beſſeres Wetter warten. Das wollte aber nicht ſo ſchnell kommen, vielmehr ſtieg eine neue Wolke am Horizonte auf. Verſchiedene Male hatte ſie bemerkt, daß Henning, während der Alte in den Ge⸗ mächern der Druckerei blieb, die Treppe hinabſchlich, in den Vorgarten ſchlüpfte, dort eine Zeit lang auf und ab ſchritt und endlich mit einem faſt ganz verhüllten Manne, der von der Straße aus in den Gar⸗ ten gekommen war, in das Haus, die Treppe hinauf und in die Druckerei ging. Tina öffnete die Thüre des Flurzimmers und huſchte die Stiege hinan, da ſie aber nicht bis zur Stelle, von wo aus ſie genau hören konnte, dringen mochte, blieb ſie auf dem Ab⸗ ſatze ſtehen, weshalb natürlich nur einzelne, halblaute Töne bis zu ihr drangen.
Der geheimnißvolle Beſucher ward nach einiger Zeit wieder ent⸗ laſſen. Er ſtand offenbar in Verbindung mit der nächtlichen Arbeit


