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dwas ſagen, das meine Indiscretion wieder gut machen konnte.. und wie das ſo oft geſchieht, ich machte es noch ſchlimmer.
„Wie ſehr iſt das bairiſche Volk durch die angeblichen Sieges⸗ nachrichten ſeiner Armee getäuſcht worden!“ ſagte ich,„und iſt dies nicht der Grund, daß, als ſpäter die Wahrheit an den Tag kam, die Erbitterung ſo groß, ſo unverſtändig ward?“
Der General fuhr von ſeinem Sitze auf.
„Und man glaubt vielleicht in Norddeutſchland, daß ich der Verfaſſer dieſer Siegesnachrichten ſei? Auch das noch!... Doch, es
ſſt gut! laſſen wir alles das; man hat mir geſagt, daß Dutzende von
Schmähſchriften gegen mich erſchienen ſind,— ich habe keine geleſen; der Proceß gegen den Redacteur Zander iſt ohne mein Wiſſen und ſpäter gegen meinen Willen geführt worden; ich habe heute noch nicht den bezüglichen Artikel geleſen.“
„Und die Vertheidigung?“ fragte ich,„haben Ew. Excellenz die geleſen?“
„Davon gehört habe ich!“ erwiderte er mir mit barſcher Stimme,„geleſen habe ich ſie nicht, obgleich der ſtenographiſche Be⸗ richt dort auf meinem Pulte liegt!— Und ebenſowenig, wie ich die Angriffe gegen mich leſe, ebenſowenig ſuche ich mich dagegen zu ver⸗ theidigen. Nie wird von mir ein Wort der Erwiderung erſcheinen. Ich habe meinem fürſtlichen Feldherrn, dem loyalſten und ritterlichſten Soldaten des Landes, über mein Thun und Wirken Bericht erſtattet, mein König und Herr hat mich ſogar für meine Leiſtungen ausge⸗ zeichnet, ſoll ich mich vielleicht bei einer Preſſe, die nur Scandal ſucht, wechtfertigen? ihr begangene Fehler abbitten?— Nein, ich weiß es, mneine Popularität iſt dahin, vielleicht für immer, aber ich habe das Gewiſſen, meine Pflicht wie ein ehrlicher Mann gethan zu haben, und da möge man ſchreiben, was man will, es iſt mir gleich; ſpätere Geſchichtsſchreiber werden mir vielleicht Gerechtigkeit widerfahren laſſen— vielleicht auch nicht, es möge ſein, wie es wolle, ich thue keinen Schritt weiter!“
„Und darf ich mir erlauben, Excellenz,“ ſagte ich,„die Behaup⸗ tung aufzuſtellen, daß Sie Unrecht hatten, dieſen Sturm von wider⸗ ſinnigen Verleumdungen über ſich hereinbrechen zu laſſen, ohne ihm ein einziges Wort entgegenzuſtellen. Ich bilde mir ein, daß der Name von der Tann immer noch im Herzen einer ganzen Gene⸗ ration fortlebt, und ein einziges Wort von Ihnen mehr Gewicht hat, als ganze Haufen von Schmähartikeln.“
„Sie ſind nicht der erſte, der mir das ſagt, doch wem ſchadet es, wenn ich ſchweige? Höchſtens mir— und das will ich ver⸗ ſuchen zu verſchmerzen.“
„Dürfte ich Ew. Excellenz ein Beiſpiel anführen, wo vielleicht der Gedanke, von Jemandem mißverſtanden zu werden, Ihnen doch nicht ganz gleichgültig bleiben wird?“
„Ich bitte darum.“
„Ich glaube behaupten zu können, daß die Abberufung des Generals von Falckenſtein von der Mainarmee einen Hauptgrund darin hatte, daß dem königlichen Hauptquartier in Böhmen die bairiſche Siegesnachricht von Dermbach viel eher zukam, als der Bericht des Generals ſelbſt.“
„Nicht möglich,— unbegreiflich!“ unterbrach mich der General von der Tann,„nun ſo möge es der General von Falckenſtein denn wiſſen, daß aus meiner Feder nie ein Siegesbericht über Dermbach gekommen iſt. Wie ich Ihnen ſchon vorhin ſagte, legte ich der ganzen Affaire nur eine untergeordnete Wichtigkeit bei, und meine Berichte ſagten nur, daß wir im Beſitze des Schlachtfeldes geblieben waren und ſprachen ſich überaus lobend über die Tapferkeit der Soldaten aus; und daß das wahr iſt, das möge General von Kummer be⸗ zeugen und ſagen, ob er ſelbſt nicht ſtolz geweſen wäre, Soldaten zu führen, wie die, welche Schloß Zella vertheidigten— oder Wrangel, der ſo viele Verluſte am Uebelberge hatte.“
„Und wäre es darum nicht beſſer,“ ſagte ich,„wenn Ew. Excel⸗ lenz ſich einmal recht offen über dieſen Feldzug ausſprächen, einem Manne gegenüber, der ſeit Monaten dieſen Feldzug zu ſeinem
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ich wol
ausſchließlichen Studium gemacht hat, der dem Namen von der Tann eine durch nichts zu vermindernde Verehrung ſeit ſeiner Jugend zollt, der
Skeinen ſehnlicheren Wunſch hegt, keinen beſſern Zweck für ſeine Feder
—.— C. eutichen Volkes den„Tann von früher“ ,5— verrſcht im Norden ⸗ob u 5 e Tib⸗ nlluapig uog lva 129 im acnae! Hüdens, Wr wut⸗ . Glück wünſchen⸗ 0
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das mit uns gegen das Ausland kämpfte, und keinen beſſeren, keinen beliebteren Namen würde ganz Deutſchland an der Spitze eines ſolchen Heeres ſehen, als den Ihren...“
Der General ſtand raſch auf.
„Ich bin beſchäftigt,“ ſagte er,„bitte, kommen Sie morgen wieder zu mir.“
* 4*
Wie lang mir die Zeit bis zum nächſten Tage ward, kann ſich der Leſer wohl vorſtellen, ich glaubte, es ſei ein Tag ohne Ende, und der Gedanke, daß der General, trotz meiner Bitte, immer noch in ſeinem Stillſchweigen verharren würde, verließ mich nicht. Als ich endlich bei ihm eintrat, war ſein Empfang ein ſo freundlicher, ſo herzlicher, wie ich es mir nie vorzuſtellen gewagt hatte.
„Setzen Sie ſich,“ ſagte er,„ich habe darüber nachgedacht, was Sie geſtern ſagten, das vernünftige, anſtändige Publicum hat doch, ein Recht zu erfahren, auf welche Weiſe der General, auf den man ſo viele Hoffnungen ſetzte, dem ſein König den hohen Rang eines Chefs des Generalſtabes anvertraut hatte, ſich überall hat ſchlagen laſſen und der ſo la béte noire eines ganzen Volkes in weni⸗ gen Wochen geworden iſt. Hören Sie alſo...“
„Pardon, Excellenz,“ unterbrach ich, hocherfreut über das Ver⸗ trauen, welches mir der General ſchenkte,„Sie wiſſen, daß meine Beſuche auch einen.... ich will ihn biographiſchen Zweck nennen, haben; ich bin eine Art von Unterſuchungsrichter, der Ihnen gegen⸗ überſitzt und.... ſo bitte ich, mir vor allen Dingen zu ſagen, wo und wann Sie geboren ſind.“
„So! ſo!“ meinte der General lächelnd,„Sie wollen zu gleicher Zeit Ihren Leſern den Tann von A bis Z vorführen. Sei es! aber Ihre Leſer werden ſich höchſt täuſchen, wenn Sie in meinem früheren Leben etwas Intereſſantes zu finden hoffen, wie in dem Leben der Generale Moltke, Falckenſtein und Goeben, das Sie be⸗ ſchrieben haben.— Ich ward 1815 in Tann geboren, und denken Sie ſich, wie höchſt ergiebig der Umſtand für diejenigen, die mich ſo angreifen, iſt— mein Geburtsort, mein Stammgut und meine Be⸗ ſitzungen ſind nach dem Friedensſchluſſe preußiſch geworden.
„In meinem zwölften Jahre trat ich in die Pagerie, wo man den jungen Leuten eine Erziehung gab, die ſie zu jeglicher Carriere befähigte. Im Jahre 1833— in meinem 18ten— machte ich mein Abiturientenexamen und trat als Seconde⸗Lieutenant in die Artillerie, in welcher Stellung ich bis 1840 blieb, wo ich als Oberlieutenant in den Generalſtab kam. Ich muß hier den Ausdruck„Generalſtab“ gebrauchen, eben weil er hier ſo genannt wird, aber wenn Sie ſich darunter etwas Aehnliches vorſtellen, wie die treffliche und ſo allge⸗ mein bewunderte Inſtitution, deren Chef in Preußen jetzt General von Moltke iſt, ſo täuſchen Sie ſich vollkommen. Es würde Sie wenig intereſſiren, den Unterſchied kennen zu lernen, der zwiſchen unſerer Generalſtabseinrichtung und der preußiſchen iſt, aber wenn ich das Verhältniß in Zahlen ausdrücken ſollte, ſo wäre die Propor⸗ tion eins zu fünfzig wahrhaftig nicht zu hoch. Ich benutzte meine Lieutenantszeit hauptſächlich, um Reiſen zu machen, die meiner mili⸗ täriſchen Bildung förderlich ſein konnten. Ich beſuchte die preußiſchen Lager— ich ſah Radetzkys Manoeuvres in Italien und brachte eine ganze Zeit in Algier zu, um die Taktik der franzöſiſchen Armee kennen zu lernen. Dieſe militäriſchen Reiſen waren zur damaligen Zeit mit vielen Unannehmlichkeiten von Seiten unſerer Regierung verknüpft, denn König Ludwig I. ſah ſie ſehr ungern und gab ſelten die Erlaubniß dazu. 1844 ward ich Hauptmann und dem Kron⸗ prinzen als Adjutant zugeordnet— und dieſe Ehrenſtellung habe ich zwanzig Jahre lang behalten! O was war das für ein guter, edler Fürſt, unſer König Max— nie, nie wird ihm die Geſchichte die ſchuldige Gerechtigkeit ganz zu Theil werden laſſen; denn nur die, welche ſo lange wie ich in ſeiner unmittelbaren Nähe gelebt und ſein ganzes Vertrauen wie ich genoſſen haben, ſind fähig, ſeine unendliche Seelenhoheit und Herzensgüte richtig zu ſchätzen. Baiern hat nur einen guten König an ihm verloren— ich verlor mehr als ganz Baiern— ich verlor einen Freund!— Sie wiſſen, was mir 1848 begegnete, — ich war Major geworden und ſtellte mich an die Spitze der Frei⸗ ſcharen, die ſich in Schleswig-Holſtein bildeten. Die Erfolge, die ich dort erzielte, ſind, wie Sie ſich wohl denken können, meine beſten Rückerinnerungen. Dort lernte ich Falckenſtein kennen, der Major war— Wrangel, der noch Hauptmann war, und eine große Anzahl von Officieren aller deutſchen Gauen, die nach ſo langen Friedent


