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ment, welches beſtätigte, daß der junge Emil Delamothe Beſitzer eines Vermögens von 24,000 Franken ſei, deſſen Zinſen ihm bis zu ſänem 21. Jahre ausgezahlt werden ſollten, um welche Zeit er die freie Verfügung über die ganze Summe haben ſolle. Auf ſein An⸗ ftagen, wer der Wohlthäter ſei, der ihm, der gänzlich verlaſſenen Paiſe, ein ſolches Geſchenk mache, erwiderte der Förſter, daß es ein Unbekannter wäre!— Der junge Mann, der jetzt 100 Franken monatlich zu verzehren hat, miethet ſich ein beſcheidenes Zimmer, dnkt über ſeinen Lebensberuf drei volle Monate nach und— es iſt faſt unglaublich— entſcheidet ſich für das Schriftſtellerthum... chne alle Schulkenntniſſe, ohne jedwede Bildung, ohne die Fähigkeit, orthographiſch richtig zu ſchreiben. Er verfaßt einen philoſophiſch ſtcialen Roman, dem er den Titel„Emil“ gibt, und in welchem er das Leiden der Waiſen in dieſer Welt ſchildert, und lieſt ihn einigen Schriftſtellern vor, die ihm die Antwort geben, er möge in die Schule ghen und rechtſchreiben lernen.— Er fühlt ſich nicht im geringſten beleidigt, ſucht ſich einen armen Studenten, der ihm das Werk crrigirt, und beginnt, es den Verlegern vorzulegen. Wer erräth ticht, was nun geſchieht?— In ſechs Wochen hat er die abſchlägige Antwort von zwölf Buchhändlern, die kaum einen Blick auf das Unding werfen und es ihm zurückſenden. Da faßt er einen raſchen Entſchluß und ſchickt das Manuſcript dem Generallieutenant Grafen ſon Girardin, den er ausgekundſchaftet hat als denjenigen, welcher
ſie 24,000 Franken für ihn deponirt hat— und wartet auf die
Birkung, welche die Lectüre der Leiden elternloſer Kinder auf den General hervorbringen wird. Nach acht Tagen erhält er das Manuſcript zurück mit einem Schreiben des Generals, welcher ſein Zedauern ausſpricht, keinen Buchhändler zu kennen, dem er den lungen Autor empfehlen könne... Emil Delamothe wüthet— ch am nächſten Tage erhält er eine Zuſchrift aus dem Cabinet des Königs, worin der Baron von Senones ihm eine Stelle mit 800 Frcs. Gehalt im Secretariat Sr. Maj. anbietet. Jetzt weiß der junge Mann, vie er es anzufangen hat, um einen Stützpunkt in ſeiner Lebensbahn zu finden. Er nimmt dieſe Stelle an, bleibt zwei Jahre darin und ſeichnet ſich durch außerordentlich gute Führung und eiſernen Fleiß uus. Der Sturz des Baron von Senones compromittirt alle Be⸗ umten des Cabinets, und der junge Mann wird in ſeinem 21. Jahre aus ſeiner Stellung entlaſſen. Er tritt als Volontär bei einem Banquier ein, um die Börſenſpeculation zu ſtudiren, und an ſeinem 21. Geburtstage, wo er majorenn iſt und die 24,000 Franken aus⸗ gezahlt bekömmt, macht er ſeine erſte Speculation!... Am Ende des Monats iſt er vollſtändig ruinirt! Nun wendet er ſich von neuem an den General von Girardin; aber diesmal ohne Be ſcheidenheit, ohne Wehmuth wie das erſte Mal; es iſt eine Art Drohbrief, dem er den General ſchreibt, und den dieſer ihm natürlich unbeantwortet zurückſendet.
Ohne einen Pfennig Geld, ohne Stellung, ohne Familie, will der junge Mann jetzt den Weg ergreifen, der ſo viele Franzoſen ſchon zu den höchſten Stellungen gebracht hat. Er meldet ſich als Freiwilliger in einem Regiment... wird aber wegen Körperſchwäche abgewieſen.— Da bemächtigt ſich in einer Nacht, welche einem durch⸗ hungerten Tage gefolgt iſt, die Verzweiflung Emil Delamothes;... mit ſeinem letzten Geld kauft er Kohlen, ſchließt hermetiſch Thüren und Fenſter, ſchreibt einen Brief an den General von Girardin und legt ſich, nachdem er die Kohlen angezündet, auf ſein Bett.— Gegen Morgen hört ein zufällig die Treppe hinuntergehender Arbeiter ein unheimliches Geſtöhn und Gewimmer in dem Zimmer des jungen Mannes... Kohlendunſt dringt ihm in die Naſe— er macht Lärm, die Thür wird erbrochen, und man findet den Selbſtmörder in den letzten Zügen.— Die Zeitungen berichten darüber, und an dem⸗ ſelben Tage deponirt ein Unbekannter bei ſeinem Wirthe ſechs Bank⸗ billete, jedes von tauſend Franken für den ſo wunderbar Geretteten.
Wer dieſer Unbekannte iſt— erräth der Geneſende gar leicht, doch anſtatt in ſeinem Herzen dem General, der von Gewiſſensbiſſen geplagt iſt, zu danken, beſchließt er einen entſcheidenden Schlag gegen ihn zu führen. Nach einigen Wochen ſchickt er einen Feuilletonartikel an ein Journal und zeichnet:„Emil von Girardin.“ An dem⸗ ſelben Tage ſchreibt er dem General einen Brief, in welchem er ihm dieſen Entſchluß anzeigt und endet denſelben ungefähr folgender⸗ maßen:„Wenn Sie ſich dieſer Thatſache widerſetzen wollen, ſo haben Sie die Güte, mich bei Gericht zu belangen. Nach§. 342 des Straf⸗
W geſetzbuches werden Sie den Proceß gewinnen, jedoch nach den öffent⸗
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lichen Verhandlungen wird jeder Franzoſe die moraliſche Ueber⸗ zeugung haben, daß ich die Ehre habe, Ihr Sohn zuſein!“
Die Geſchichte macht einen entſetzlichen Scandal in Paris— und die erſte Folge davon iſt, daß die Buchhändler, welche früher das Manuſcript ſeines Buches kaum angeſehen haben, ihm jetzt das Haus einſtürmen und ihm jeglichen⸗Preis dafür anbieten. Ponthieu er⸗ hält den Vorzug, kauft das Manuſcript für 4000 Franken und druckt es... da es„Emil von Girardin“ unterzeichnet iſt, und macht ein brillantes Geſchäft! Alle Welt ſpricht von dem jungen— ſo in⸗ tereſſanten Menſchen; Jedermann blickt auf den General von Girardin und fragt ſich, ob der alte loyale Krieger ſo ſeinen ehren⸗ werthen Namen der Reclame preisgeben wird, ohne ihn zu ver⸗ theidigen.
Doch der General beugt das Haupt... und ſchweigt— ſein Gewiſſen ſagt ihm, daß dies die wohlverdiente Strafe einer Sünde iſt— und er nimmt ſie als ſolche ſchweigend und demüthig hin!
Emil von Girardin iſt Sieger auf der ganzen Linie— er iſt berauſcht von ſeinem eignen Triumphe, kennt keine Grenzen mehr, und als einige Zeit nachher die Stelle eines„Inſpectors der ſchönen Künſte“ mit einem Gehalte von 3000 Franken vacant wird, ent⸗ blödet er ſich nicht, ſich um dieſe Stelle zu bewerben— er, der ſeine Erziehung in einer Dorfſchule genoſſen, aber der in ſeiner Eingabe von„bedeutenden Dienſten“ ſpricht,„die ſein Vater ſowohl im Krieg als im Frieden Frankreich geleiſtet hat.“
Wir ſchreiben hier keinen Roman;— ſo unglaublich dies auch alles erſcheinen mag,— es leben noch tauſende, welche bezeugen können, daß Paris nicht im geringſten erſtaunte, als ein Decret er⸗ ſchien, welches den dreiundzwanzigjährigen Jüngling zum„Inſpector der ſchönen Künſte“ ernannte. Er war dermaßen„intereſſant“ ge⸗ worden, daß man ſich über alles hinwegſetzte und die vereinzel⸗ ten Stimmen der Preſſe, die ſich gegen dieſe Ernennung erhoben, überhörte.
Doch wenn der Leſer denkt, daß der junge Inſpector ſich jetzt beruhigen, ſeinem Berufe nachgehen und der unerhörten Gunſt Ehre zu machen ſuchen wird,— ſo täuſcht er ſich. Er hat von neuem an der Börſe ſpeculirt und von neuem verloren;— jetzt vertieft er ſich ins Studium des Code Napoléon— und tritt mit einer neuen Speculation ans Licht, die die ganze gebildete Welt dermaßen in Er⸗ ſtaunen ſetzt, daß man im erſten Augenblick nicht begreifen kann, daß hier eine unerhörte Schändlichkeit am hellen Tage begangen wird. Er gründet ein belletriſtiſches Blatt, ohne Mitarbeiter und ohne Redacteur— oder vielmehr, er ſetzt als einzigen Redacteur einen Invaliden ins Bureau, dem er eine mächtige Scheere gekauft hat, und der die ihm bezeichneten Artikel, Novellen und Romane aus den verſchiedenſten franzöſiſchen Zeitſchriften herausſchneidet und ſie zum Drucke befördert. Der geniale Erfinder dieſes Syſtems, ein Journal zu füllen, ſchreibt hierüber an ſeinen Freund Maurice Alhoy:„Was nicht veeboten iſt, iſt erlaubt; es gibt kein Geſetz, welches das Feuilleton vor Nachdruck ſchützt— wir haben alſo das Recht, nachzudrucken. Demungeachtet wird man einen Heidenſcandal machen, der das Gedeihen unſeres Unternehmens indes nur fördern kann; man wird uns„Spitzbuben“ nennen, obgleich das Geſetz ohn⸗ mächtig gegen uns iſt— dem müſſen wir alſo zuvorkommen; unſere Zeitſchrift muß keinen literariſchen Titel haben— ſie muß ganz ohne Originalartikel ſein, nur aus, wie man ſagen wird,„ge⸗ ſtohlenen“ Artikeln beſtehen und ſich durch ihren Titel:„Le Voleur“ —(der Dieb)— rechtfertigen. Man wird, wie geſagt, viel Lärm machen, und nach einiger Zeit wird man ein Geſetz ſchaffen, welches das geiſtige Eigenthum ſchützt... das werden die Schriftſteller mir zu verdanken haben— und ich habe durch dieſe gute That viel Geld verdient!“....
Der Leſer ſtaunt über dieſen genialen Cynismus.. er wird noch mehr ſtaunen, wenn er erfährt, daß ſich dieſe Prophezeiung Wort für Wort erfüllt hat. Der„Voleur“, welcher keine anderen Unkoſten hat, als Druck und Papier, und dabei 30 Francs(8 Thlr.) jähr⸗ liches Abonnement koſtet— erſcheint— und hat im erſten Monat ſchon 10,000 Abonnenten. Die Schriftſteller wüthen— Girardin wird wie ein Straßenräuber behandelt, zwei Mal im Duell ver⸗ wundet... und verdient dabei ungeheure Summen.
Durch dieſen Erfolg angeſpornt, gründet er ein zweites Journal: „Die Mode“, von welchem das Gerücht ausgeſprengt wird, daß die Herzogin von Berry es patroniſirt, und dieſes Gerücht verſchafft ihm
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