9 m ſnes 6„Feuer!“— da ſind die trefflichen Reiter ſchon wieder vor der Front, und das nes dn Eine lange weiße Rauchwolke entfaltet ſich, wie durch ein Gefecht beginnt— Bajonett gegen Säbel, während die hintern Glieder Finem ig Zauberwort hervorgerufen, auf der ganzen Front— ein unbeſchreib: ihre Kugeln in die Reihen der Angreifenden ſenden! räe Verf 4 liches Geknall... dann ein Geklapper, als wenn Eiſen auf Eiſen Was nun geſchah? Wer kann's erzählen? Welche Feder iſt Ieagen, 1 Wgeſchlagen wird— die Rauchwolke verzieht ſich— und die Soldaten fähig, nur ein annäherndes Bild von dem, was nun folgte, zu geben? Paiſe, 5 ſtehen eben ſo ruhig wie vordem da, des neuen Befehles gewärtig und Wer war ihr Augenzeuge? Die da kämpften, gewiß nicht! denn ſie nbeka ſchon wieder einen Schuß im Laufe. ſahen nur, wenn ſie Preußen waren, geſchwungene Säbel über ihrem gonallih 6 1 3 Aus dem unheilvollen Staubdunkel, das ſich nahet, iſt ein Haupte und Pferdeköpfe vor ihrer Bruſt,— oder wenn ſie Hanno⸗ denkt 8 namenloſes Geſchrei ertönt— ein haarſträubendes Gewimmer— veraner waren, blinkende Bajonette, die ihnen entgegengeſtreckt wurden, haluiſe 6 Pferdegewieher— Fluchen— Schreien— verwirrte Commandos! und jene unheimlichen Rauchwöllchen, denen ſtets eine halbe Secunde hae nti 6”— Der Staub hat ſich etwas verzogen, und ein furchtbares Schauſpiel nachher ein Knall und dann ein Todesſchrei folgte.. kithoh 8 bietet ſich dar. Wie lange es dauerte, wer kann's ſagen? einige Minuten oder peialen V Ein verworrener Knäuel von Menſchen und Pferden windet ſich eine Ewigkeit! Es wurden da heroiſche Kämpfe gekämpft, die nie⸗ ſos Kedn am Boden und verhindert die Hannoveraner, in ihrem raſtloſen Laufe mand ſah, deren ſich niemand entſinnt, und deren Helden ſich vielleicht Soriftſtele ſſovorzudringen.... Doch nur ein Paar Minuten höchſtens dauert im ſelben Augenblick von der kalten Todeshand erfaßt fühlten. Es 6 und dieſes Zögern— die blutigen Hinderniſſe ſind überwältigt— und wurden da Schreie ausgeſtoßen, die das Mark erſtarren machten, und dleidigt/ 1 3 vorwärts ſtürmt aufs neue die kühne Schar.... in wenigen Secun⸗ die überhört wurden, weil gleich ein anderer, noch ſchrecklicherer ihnen errigit, ſddden noch hundert Schritte vorwärts. folgte, und dann wie jene in dem allgemeinen Getöſe verhallten. wicht, was „Feuer!“ ertönte wieder die ruhige Stimme von vorhin. Da wird es mit einem Male ruhiger,— das Geklirr der Waffen Alntwor 1 Und von neuem wiederholt ſich daſſelbe Schauſpiel— aber dies ertönte kaum— nur hier und da ein vereinzelter Schuß... dann Unding T Mal iſt der Erfolg ſchrecklicher, als das erſte Mal,— die beiden ward es ganz ruhig... der Rauch und Staub verzogen ſich und das luß 1 erſten Reihen der Hannoveraner liegen faſt ganz hingeſtreckt auf dem Quarré des Oberſtlieutenants de Barres ſtand, obgleich mit zahl⸗ Beoden—„wie reifes Korn, das die Senſe des Schnitters abgemäht,“ reichen Lücken, immer noch aufrecht da und bereit, wenn's nöthig, noch die n. ſagte uns einer, der im erſten Gliede der Preußen geſtanden. einen Angriff abzuſchlagen. wirkung, Doch auch dieſes hält die Hannoveraner nicht auf— vorwärts Die Hannoveraner flohen in wilden Zügen und aufgelöſt von General. dringen ſie mit muthiger Todesverachtung. Nur noch wenige Schritte dannen, hier und da noch von einer preußiſchen Kugel erreicht. Sie Nmude trennen ſie von der Front des Quarrés— nur zehn— noch fünf hatten gegen 40 Todte und Verwundete vor der Front des Quarrés Soduen — ſchon ſchwingen die erſten ihre Säbel auf die Preußen... da liegen; ſie hatten mit der größten Tapferkeit gefochten. Was half's? jungen W ertönt es zum dritten Mal: Die Cavallerie, welche man die erſte Europas zu nennen gewohnt doch am I„Feuer!“ war, hatte ſich dem Zündnadelgewehr gegenüber macht⸗ und kraftlos Königs, Und ein Wall von Todten und Verwundeten ſchützt für einige gezeigt. 1 Gehalti A Augenblicke die Preußen gegen die Andringenden!— Für einige Das war die Lehre, welche das Quarré des Oberſtlieutenants wieer 7 G Augenblicke nur; denn das erſte Glied hat noch nicht wieder geladen de Barres allen Armeen gegeben hat. aae chnet ſi G ö aus. D D zuni 1 amten de Der König der Zournaliſten. us ſin Von unſerem Pariſer Correſpondenten. Banquie I. Er iſt ein mächtiger Götze!... wie viele Millionen hat er 2l. Gebe Gewiſſe Zeitabſchnitte in der Geſchichte der Nationen pflegt man ſchon zur Abgötterei verführt!! Er iſt mächtiger, als das menſchliche gezahlt b mit dem Namen eines Mannes zu bezeichnen, welcher durch ſein Thun, Gewiſſen— mächtiger als die Moral des Herzens— er iſt ein des Mon⸗ Wirken oder Denken dieſer Epoche einen eigenthümlichen, unvergäng⸗ Götze, an deſſen Macht wir alle,— wenn auch oft mit Widerſtreben don neuer A lichen Stempel aufgedrückt hat. Man ſagt:„Das Jahrhundert des glauben... glauben müſſen!... ein Götze, der keine Atheiſten ſhheddenhe Perikles“, obgleich von den vielen großen Männern, welche zu jener kennt... Sein Name iſt... Geldl... Geldſucht iſt der charak⸗ Drohbri GG Zeit in Athen lebten, der Mann, den man ſo der Unſterblichkeit weiht, teriſtiſche Stempel der heutigen Franzoſen— dieſes loyalen und anbeantr vielleicht der unbedeutendſte war.. beſonders neben einem Phidias.— edlen Volkes, welches in ſeinem herbſten, bitterſten Unglücke immer Om A Sollte vielleicht ein ſpäterer Geſchichtsſchreiber auf den Gedanken den Wahlſpruch des beſiegten Franz I. hoch hielt und ihm treu blieb: der jung kommen, die franzöſiſche Geſchichte ſeit dem Tode Ludwigs XVIII. bis Tout est perdu hors rhonneur!... Jetzt.. Djetzt würde man ſüen zu 1 auf unſere Tage in eine Epoche zuſammenzufaſſen und dieſer Epoche fragen, wie viel mehr verloren wäre, wenn die Ehre auch mit ver 1 drewili G den bezeichnenden Namen einer Perſönlichkeit zu geben, ſo würde er loren ginge, oder wie hoch man die Ehre einer Nation,— natürlich 1 abgewie wahrlich in Verlegenheit ſein, den richtigen, treffenden Namen zu nach Franken und Centimen berechnet— eigentlich ſchätzte? hungert ſinden.— In der That! wie die Zeit Karls X., Ludwig Philipps, Wir ſagten vorhin, daß man nicht leicht einen Namen in der mit ſei 3 V G der ephemeren Republik und Napoleons III. bezeichnen? Alles in franzöſiſchen Geſchichte der Neuzeit finden könne, der die ganze Epoche ſe der 1 5 dieſem Zeitabſchnitte iſt ſo unzuſammenhängend, ſo ſchroff einander— das innere und äußere Leben, das geheime und öffentliche in ſich ver⸗ cit ſich, gegenüberſtehend, ſcheint dermaßen durch Zufall zuſammengewürfelt, körpere,— und deanoch wäre es möglich, und unſere Leſer, welche NMargen daß der Hiſtoriograph, welcher in einem Namen dieſe ganze Epoche dieſer Geſchjichte ſicherlich mit dem beſonderen und oft zu großem In⸗ anhemli d kennzeichnen und... geißeln wollte, in großer Verlegenheit ſein würde! tereſſe, das wir Deutſche für Frankreich hegen, gefolgt ſind„mögen Manes Und doch!— bei näherer, intimerer Kenntniß der franzöſiſchen nach den folgenden Zeilen beurtheilen, ob dieſe Epoche nicht den die Thd 1 Zuſtände ſeit vierzig Jahren, läßt ſich der rothe Faden, welcher ſich barocken Namen verdienen würde: 8 letzten durch dies Gemiſch von Kleinlichkeiten, Ruhmſucht und übertünchter„Epoche Emil von Girardins!“ ſln h Civiliſation hindurchwindet, leicht erkennen. Es iſt eine Art Götzen⸗.... illete, 1 dienſt— eine Verehrung ſonder Gleichen, ein fanatiſches Anbeten, Der Leſer muß uns verzeihen, wenn wir über die Geburt und8 2 wie kein Fakir es je mit dem abſcheulichen Götzen von Juggernaut Jugend Girardins uns nicht ausſprechen— die Romane Souliés c an gethan— ein fieberhaftes Streben, dem Abgotte zu gefallen, ſich und Dumas erzählen genugſam derartige Geſchichten. Er wurde geplagt 1 ſeiner Gunſt zu verſichern und dieſe Gunſt, einmal erlangt, mit allen erſt von einem Förſter und dann von einem Bauer, dem Bruder des ihn zu Kräften feſtzuhalten... eine Energie, die man dem ſo ſchwächlichen, erſteren auferzegen, und hat nur zwei Jahre lang eine franzöſiſh un ein menſchlichen Körper kaum zutraut, um zu einem Ziele zu gelangen, Landſchule beſucht. Was er da gelernt hat, mag ſich der dbr vr ſe nn welches belohnt— berauſchend belohnt, welches... ol die Träume ſtellen... und dennoch iſt Herr von Girardin, ohne je ein Gymna⸗ disſe 1 der Opiumraucher haben nie annähernd einen ſolchen Rauſch hervor⸗ ſium oder eine Univerſität beſucht zu haben, einer der vielwiſſend⸗ naßen 4 gerufen, als die materielle Wirklichkeit, die ſich dem Franzoſen der ſten Männer der Neuzeit. Gerichtlich iſt ſein Name Emil Si dil
—** 1 1eee eee een erWiatat Wonn ſ(oin(Rähe Nw, KeN AnINHalt Dalamgthozu don RMetoen dor Stodt Noris voroichnot und an .
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