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troffen werden...... Als General von Arentsſchild die Preußen in vollem Rückzuge ſieht, verſtärkt er die Dragoner und Huſaren mit ſeiner ganzen Küraſſier⸗Brigade, welche noch nicht im Feuer geweſen war, und wirft ſo ſämmtliche hannoverſche Cavallerie auf die todesmatten Preußen. Man kann ſich keinen deut⸗ lichen Begriff machen, ohne es geſehen zu haben, was eine Ca⸗ vallerie⸗Attaque, von ſolcher Macht ausgeführt, für einen mächtigen, alles zermalmenden Eindruck ausübt; und doch hat es ſich ja oft bewieſen, daß dieſe großen Reitermaſſen ſich gegen Infanterie⸗Colonnen, welche mit Ruhe und Ordnungfechten, macht⸗ los zerſchellen. Und deshalb eben wird das Gefecht bei Lan⸗ genſalza beſſer, als alle anderen, als Studium für die Armee die⸗ nen können; denn da, wo Ord⸗ nung und Ruhe in den Reihen herrſchte, war die ganze Kraft der anſtürmenden Hannoveraner wirkungslos, während anderer⸗ ſeits der wie die Windsbraut ſich niederriß. Oberſtlieutenant de Barres vom 11. Linienregiment lieferte hier den ſchlagendſten Beweis, was die ſtoiſche Ruhe des
anſtrömende Reiterſturm alles vor
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Capitän Werner und ſeine„Jungen“.
nuten wäre— um den in aller Eile ſich Zurückziehenden Zeit zu
laſſen, ſich zu ſammeln, ſich nicht wehrlos überreiten oder niederhauen V zu laſſen. Auch er mit ſeinem Bataillon, das, wie geſagt, bis auf 600 Mann zuſammengeſchmolzen war, muß die Stellung im Badewäld⸗ chen aufgeben und zieht ſich in geſchloſſenen Colonnen zurück, in⸗ dem er noch Verſprengte verſchie⸗ dener Regimenter aufnimmt. Einige nachſetzende Züge läßt er durch ein Paar Salven abweiſen und ſetzt ſo einige Zeit, nur von den hier und da einſchlagenden Granaten beläſtigt, ſeinen Rück⸗ zug fort. Jetzt debouchirt er aus dem Wäldchen aufs freie Feld, erlangt einen Ueberblick über das ganze Terrain und faßt den obenerwähnten Entſchluß.
Er läßt Halt machen,—
wählt einige Schritte ſeitwärts ein ihm geeignet erſcheinendes Terrain und läßt ein Quarré formiren. Dann ruft er einen Officier zu ſich heran und gibt ihm einen leiſen Befehl. Der Officier erwählt ſich fünfzig Mann— nimmtdie Fahne— und verläßt die Truppe, indem er im Sturmſchritt ſich dahin wendet, wo, wie es ſcheint, ſich ein Sammelpunkt für die Weichenden bildet.
Das Ueberſetzen des Manteuffelſchen Corps bei Harburg über die Elbe.
Führers vermag, um der Tapferleit der Soldaten ihren wahren Werth zu geben. Er begriff, ohne daß ihm von irgend einer Seite ein Befehl dazu kam, daß es ſeine Aufgabe ſei, den Rückzug zu decken,
raß um jeden Preis der wäthende Strom der hannoverſchen Reiter aulhalteHumün und wenn es auch nux auf einige Mi⸗
Die Soldaten ſehen ſich eine Zeit lang ſtumm an— niemand ſpricht eine Silhe— und alle haben begriffen!
Der Oberſtlieutenant hat die Fahne entfernt... warum?...
o das iſt nur zu leicht verſtändlich... Er will wohl unterliegen, will
und ſeine Truppen gern und bereitwillig für das Wohl aller auf⸗


