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als ſei für ihn kein Winter vorhanden.
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die erwählte Stelle. Sind dieſe angenommen worden, ſo gräbt er eine flache Grube für das Eiſen, belegt den Boden mit Häckſel, um das Roſten zu verhüten, verdeckt es mit Häckſel, breitet Pferdemiſt darüber, als hätte ein Rabe denſelben auseinander gekratzt und
bringt dann einen möglichſt duftenden Köder für die leckere Naſe Rei⸗
neckes an: einen in Butter gebratenen Hering, ſtark mit Bitterſüß gewürzte Fuchswitterung u. dgl. Ein Haſengeſcheide wird von meh⸗ reren Seiten her durch den Wald nach der Falle hingezogen, um den etwa anderswo herumſchweifenden Fuchs auf den richtigen Weg zu bringen. Trotzdem geht der ſchlaue Burſche mitunter doch nicht in die Falle, ſondern begnügt ſich damit, die ringsum liegenden Köder wegzuſchnappen und jene in der Falle nur anzuſehen. Als ehedem Wölfe und Bären noch in unſeren Waldungen hauſten, war der Winter auch zur Jagd auf dieſes gefährliche Raubzeug die geeig⸗ netſte Zeit.
Sollen wir einen botaniſchen Winterausflug friedlicherer Natur in den Wald mit einander machen, ſo wählen wir einen ſonnenhellen milden Nachmittag dazu. Das Aſtwerk der Laubbäume iſt diesmal ſchneefrei. Die Veräſtelung der verſchiedenen Baumarten, die Rich⸗ tung und Vertheilung der Zweige laſſen ſich jetzt genau ſtudiren. Der Wald liegt wie eine einfarbige graue Wand vor uns; nur die weißen Stämme der Birken oder die immergrünen Nadelhölzer bringen einige Abwechſelung hinein. Die Winterblätter der Holzgewächſe, die Knospenſchuppen werden ſelten von jemand beachtet, obſchon ſie in ihrer Form und Stellung je nach der Gewächsart viel Intereſſantes darbieten. Sie beſchützen die nächſten Sommertriebe, wie ſie ſelbſt Erzeugniſſe des vorigen Sommers ſind. An Haſelbüſchen, Birken und Erlen bemerken wir auch bereits die jungen Blütt henkätzchen. Sie warten nur auf einige warme Tage, um ſich zu öffnen.
Der Epheu glänzt an der Seite des Baumſtammes ſo friſchgrün, Die Miſtel—„nicht Baum und nicht Strauch, weder auf der Erde wachſend noch im Waſſer“— ſie nickt eben ſo unverändert vom Aſte droben herab. Immergrün ſpinnt ſeine langen Ranken über den Waldboden hin, und das Brombeerengebüſch beſitzt gewöhnlich auch noch ſeine Blätter, wenn ſie auch ihre Färbung ins Braungrüne verändert haben.
Wirklich überraſchend aber zeigt ſich gerade im Winter die Welt
der kleinen Mooſe und ihrer Verwandten. An den ſüdlichen Berg⸗ lehnen ſchmilzt in der Mittagſonne allmählich die Schneedecke. Jeder freiliegende Stein wird zum Wärmevermehrer. Die herabrieſelnden Waſſerperlen wecken die ſaftigen ſchwellenden Moosraſen zum friſchen Leben. Sie breiten freudig ihre dichtbeblätterten Stengel, heben ihre Fruchtkapſeln empor und ſtreuen ihre Samen aus. Fällt nach wenig Stunden die Temperatur wieder auf den Gefrierpunkt, erſtarren die Waſſertropfen zu kleinen Eiszapfen, ſo verſinkt auch alles niedliche Gewächs ſofort wieder in den Schlaf, ganz ſo wie das Dornröschen des Märchens. Dabei aber iſt es bereit, am nächſten milden Tage das angefangene Stück Arbeit genau da fortzuſetzen, wo es unter⸗ brochen ward.— Aehnlich wie die Mooſe benehmen ſich auch die Flechten, die an den Geſteinen und an den Baumſtämmen herabhängen. Sie erſcheinen gerade jetzt, vom Schneewaſſer aufgequellt, üppig und farbenreich. Ihr bleiches Grau ſteigert ſich zum Grün, andere leuchten goldgelb, noch andere ſchattiren ſich in Roth und Braun. Söchſt intereſſant iſt ferner das Leben jener kleinen Pilze, die während des Spätſommers auf den Baum⸗ und Krautblättern oder an den abgeſtorbenen Zweigſtücken und den⸗Baumrinden ſich ange⸗ ſiedelt hatten. Viele von ihnen benutzen die hellen, milden Winter⸗ tage, um ſich weiter zu entwickeln; ſie ſind dann beim Anbruch des Frühlings ſo weit fortgeſchritten, daß ſie ihre Fortpflanzungszellen, ihre Sporen ausſtreuen können. Für viele Pilze hat der Herbſt die⸗ ſelbe Bedeutung wie für die Blüthenpflanzen der Frühling, während umgekehrt der letztere für ſie die Zeit der Fruchtreife iſt. Der Winter wird für ſie dadurch zum Sommer. Während ſie ſelbſt ſich ent⸗ wickeln, arbeiten ſie zugleich an der Zerſetzung der organiſchen Stoffe, auf deren Koſten ſie leben, ſowie ja der Winter mit ſeinenn Froſt überhaupt ein trefflich er Bearbeiter des Bodens iſt.
Indem wir an den Baumſtämmen Flechten⸗ und Moosſtudien
Nanſtellen, treffen wir wieder mit Forſtleuten zuſammen. Sie wenden denſelben Gegenſtänden ihre Aufmerkſamkeit zu, weun auch aus anderen Geſichtspunkten. Einzelne von ihnen ſammeln langzottliche
Flechten, um dieſelben zu Bärten für Holzmännchen und ähnliche
Spielereien zu verwerthen. Andere wollen jene Flechten in Erman⸗
gelung von etwas Beſſerem zum Futter für die Ziegen benutzen. Noch
andere durchſuchen im Auftrage des Forſtwarts die Baumrinden nach ſchädlichen, waldverderbenden Inſecten, um ſelbige zu vernichten.
Da finden ſich zahlreich die Eier des Schwammſpinners; ſie ſind mit
einem dichten Ueberzug von Wollhaaren bedeckt und laſſen ſich mit
dem Meſſer leicht abſchaben. Ebenſo kann man die von einem grauen
Haarüberzug geſchützten Eier des Proceſſionsſpinners von der Eichen⸗
rinde entfernen. Schwieriger dagegen iſt es, die Eier der ebenſo
ſchädlichen Nonne wegzuſchaffen, da dieſelben meiſt hinter den Rinden⸗ ſonppen verſteckt liegen. Um ſchädliche Forſtinſetten während des
Winters zu vertilgen, läßt der Forſtmann, wenn es nöthig ſcheint,
auch das Moos am Grunde der Bäume aufkratzen. Hier finden ſich
verſteckt die Raupen des Kiefernſpinners, die Puppen der Forleule, des Föhrenſpanners und Kiefernſchwärmers. Damit aber ſelbſt aus⸗ gebildete Schmetterlinge im Winterwalde nicht fehlen, hält der kleine graue Froſtſpanner ſeine Tänze um das flügelloſe Weibchen, das einem gewöhnlichen Schmetterlinge ganz unähnlich ſieht und mühſam an dem Stamm hinaufkriecht, um droben im Geäſt die Eier abzuſetzen.
Auf das Vorhandenſein der erwähnten und ähnlicher Inſecten gründet ſich der Unterhalt einer Anzahl kleiner Vögel: der muntern Meiſen, Finken, Baumläufer, Zaunſchlüpfer u. a. Sie treiben mitten im Schnee und Froſt ihr flinkes Weſen, klettern an den Stämn⸗ men hinauf und hinab, turnen mit mancherlei Schwenkungen in dem dünnen Geäſt, unterſuchen jedes Moosbüſchelchen und jeden Rinden⸗ ſpalt und rufen ſich dabei mit hellem Pfeifen friſchen Muth zu. Andere Wintervögel nähren ſich von dem Samen der Nadelhölzer, die jetzt reifen, und es iſt bekannt, daß der Kreuzſchnabel nicht ſelten gerade mitten im Winter zu Neſte trägt und ſeine Jungen auffüttert.
Das geſammte pflanzliche und thieriſche Leben im Winterwalde iſt zwar nicht ſo mannichfach und artenreich, wie im Sommer, allein es gewinnt ein beſonderes Intereſſe durch den Gegenſatz, welchen die Schneedecke als Untergrund dazu bildet. Letztere, das herkömmliche Wahrzeichen des Todes und der Erſtarrung, bildet an ſolchen hellen, milden Tagen Rahmen um die niedlichen, friſchgrünen Gewächs⸗ gruppen mit ihrem kleinen Thierleben: ſpielenden Mücken, Spinnen und Rüſſelkäfern, wie ſich ähnliche ſcharf abgegrenzte Bilder während des Sommers in der Nähe der Gletſcher und ferner im Hochgebirge vorfinden.
Wünſcheſt du aber neben ſolchen lieblichen Scenen aus dem kleinen Leben im Winterwalde kräftige Schattenſtriche in großen, markigen Zügen,— wohl, auch ſie fehlen nicht! der nächſte tüchtige Schneeſturm kann ſie lieſern. Der wilde„Schimmelreiter“— der altnordiſche Dämon des Winters,— brauſt mit Schneegeſtöber heu⸗ lend und pfeifend durch Forſt und Gebirg. Der wilde Jäger hetzt die Waldweibel und peitſcht die tolle Jagd vor ſich her. Der Schnee thürmt ſich maſſenhaft an, der Wald ſelbſt ſcheint unter der hohen Decke verſchwinden zu ſollen.
Und doch liegt ſelbſt in dem verſchneieten Winterwald, dieſer Stätte des Hungers, der Gefahr und des ſtarren Grauſens ein troſt⸗ reicher, kräftiger Zug von lebendiger Hoffnung. Aus dem wilden Tannenwald entnimmt das naturſinnige Volksgemüth den Weihnachts⸗ baum, das ewige Grün, und ſetzt das ſtrahlende Licht darauf als Sinnbild des unvergänglichen Lichtes und Heiles, des neuen Lebens. — Der Mondſchein iſt— Sonnenlicht, vom bleichſchimmernden Geſtirn der Nacht zurückgeſendet, der Winterwald iſt ein Kind des Sommers,— jeder Holzring ſeiner Stämme, jede Knospe im Ge⸗ zweig iſt ein Stück Arbeit der vorhergegangenen ſchöneren Jahreszeit, enthält einen Theil gebundene Wärme, Licht und Leben. Unter der Schneedecke, und gerade durch ſie vor der ſcharfen Kälte beſchirmt, ſchlummern Millionen Knospen und Keime. Die Erſtarrung iſt nur vorübergehend, ſie iſt kein Tod, ſondern ein Schlaf; ihr folgt ganz ſicher bald neues Erwachen, ein neuer Frühling!


