hrundere en ihn nicht Stolze einen dem daran aben, und n ihn ſofort ſellſchaft, die Stolzeſchen enographiſche n Jahre und allmäh⸗ Curſus der end Stolze Geſellſchaft ces Gnaden⸗ l erhielt er er Verdienſte ng zur deut⸗
Auflagen er⸗
sberger eine en mono⸗ d. Nach ern Lehr⸗ hrt. Stolze einer ſteno⸗ id Lehrer und noch allein iſterium
min
ſtitukionellen ne neue Aera, amentariſchen einſchaft mit Provinzial⸗ en. Als im zuurde Jaquet z beauftragt, des zweiten verſammlung, te. In dieſen eben Gabels⸗ ihre präͤciſen teen und den
Namentlich tral von Na⸗ arck, alſo von
auszeichnenden Gewiſſenhaftigkeit und Pflichttreue im vollſten Maße nachgekommen iſt.
Seine Organiſation des ſtenographiſchen Bureaux der zweiten Kammer und des ſpäter an ihre Stelle tretenden Abgeordnetenhauſes, wie ſie noch heute beſteht, iſt eine muſterhafte und von allgemeinem Intereſſe, weshalb ſie hier kurz ſkizzirt werden mag.
Unter des Vorſtehers Leitung, der während der ganzen Sitzung ununterbrochen anweſend iſt, arbeiten 12 Stenographen, ausſchließ⸗ lich Stolzianer, die je zwei und zwei einen Turnus bilden. Stets ſtenographiren zwei gleichzeitig, damit ihre Aufzeichnungen ſich gegen⸗ ſeitig controliren und ergänzen, was wegen des häufig im Saale entſtehenden Geräuſches und wegen der verſchiedenartigen Ausſprache und Dialekte der Redner nothwendig iſt. Jeder Turnus ſchreibt 10 Minuten lang nach, und wird dann von den folgenden ſchon bereit ſtehenden abgelöſt. Während der Ablöſung pflegte Stolze, obgleich die beiden Turnus noch etliche Secunden gemeinſchaftlich arbeiten, dennoch der größeren Sicherheit halber ſelber nachzuſchreiben; ebenſo ſchrieb er alle Citate, namentlich ſolche aus fremden Sprachen, ſeltene Fremdwörter, Wortbildungen und Redefiguren mit und hatte ſich über die Tagesordnung durch vorherige Einſicht der Vorlagen, Anträge und Petitionen ſtets eingehend informirt. In den 50 Mi⸗ nuten, die der abtretende Turnus nun außerhalb des Sitzungsſaales zubringt, theilen ſich die beiden Collegen in ihre Niederſchriften, der⸗ art, daß der eine die Aufzeichnungen der erſten 5 Minuten, der an⸗ dere die der letzten 5 Minuten, jeder ſeinem Schreiber in die Feder dictirt, worauf ſie hinterher eine gemeinſame Vergleichung des Ganzen vornehmen. Hiemit ſind ſie gewöhnlich ſchon vor Ablauf der 50 Minuten fertig und benutzen die ihnen noch übrige Zeit, um ſich im Sitzungsſaale über die gerade verhandelte Materie zu orien⸗ tiren.— Ehe das Manuſcript in die Druckerei geht, wird es den Abgeordneten zur Durchſicht vorgelegt. Bei längeren Sitzungen iſt am Schluſſe ſchon der größte Theil der Reden durchgeſehen in der Druckerei. Die übrigen liegen bis Mittag des folgenden Tages zur Einſicht für die Abgeordneten aus; unterlaſſen dieſe die Reviſion, ſo hat der Bureauvorſteher ſie vorzunehmen, jedenfalls aber dafür zu ſorgen, daß das ganze Manuſcript ſich um ein Uhr in der Druckerei befindet, ſo daß am Abend unter ſeiner Aufſicht die Correctur geleſen werden kann, eine Arbeit, die oft tief bis in die Nacht dauert. Ueber die von den Rednern vorgenommenen Correcturen haben die Schrift⸗ führer des Abgeordnetenhauſes zu wachen, aber dies kann nur ge⸗ ſchehen, indem ihnen der Bureauvorſteher jeden Fall, wo ihm eine Aenderung des Inhalts, nicht blos der Redeform, vorzuliegen ſcheint, zur Entſcheidung unterbreitet. Zu dieſem Zwecke und für die Durch⸗ ſicht einzelner Reden iſt es unumgänglich, daß der Bureauvorſteher der ganzen Sitzung beiwohne und ſein Gedächtniß durch ausführliche Notizen unterſtütze; was Stolze nie unterließ. Die Arbeit der Stenographen im preußiſchen Abgeordnetenhauſe iſt im allgemeinen eine ſehr ſchwierige und war es früher noch in höherem Grade. Ein Sitzungsſaal mit anerkannt ſchlechter Akuſtik und völlig ungenügender Ventilation muß nicht nur das Hören erſchweren, ſondern auch das Allgemeinbefinden niederdrücken. Obenein befand ſich früher der Stenographentiſch, an welchem ſitzend gearbeitet wurde, ſo tief, daß die umſtehenden, mit einander oft in Privatgeſprächen begriffenen Abgeordneten den Stenographen geradezu den Schall abſchnitten; neuerdings wird ſtehend an Pulten auf einem erhöhten, mit einem Gitter umgebenen Platz unmittelbar vor der Rednertribüne gearbeitet. Weil aber das Abgeordnetenhaus eine ſehr zahlreiche Verſammlung bildet, unter ſeinen Mitgliedern viele bedeutende und ſchwierige Reduer aufzuweiſen hat, der Charakter ſeiner Debatten oft ein ſehr erregter und ſtürmiſcher iſt; weil endlich nach der neuen Geſchäfts⸗ ordnung auch längere Reden vom Platze gehalten werden— haben die Stenographen noch immer mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Trotzdem iſt über die Schnelligkeit und Zuverläſſigkeit ihrer Arbeiten nur eine Stimme der Anerkennung und des Vertrauens. Beiſpiels⸗ weiſe hat das Präſidium des Abgeordnetenhauſes bei formell wichtigen Anläſſen ſchon mehrfach die Reviſion von Seiten der Abgeordneten ganz aufgehoben; und die letzteren ſelber berufen ſich in ſtrei⸗ tigen Fällen auf die uncorrigirten ſteuographiſchen Berichte. So ging in der Sitzung vom 2. December 1863 der Abgeordnete Reichenſperger, der mit zu den ſchnellſten Rednern gehört, dem Dr. Virchow gegenüber auf den uncorrigirten ſtenographiſchen Bericht ſeiner eigenen Rede zurück, den er in Händen hatte.
295
häſſige Anklagen, Verdächtigungen und Intriguen ausartete und
Auch das ſtenographiſche Bureau des Herrenhauſes leitet ſeit 1855 ein Stolzianer, Dr. G. Michaelis, und unter ihm arbeiten fünf Stolzianer und 5 Gabelsbergianer: etwa eintretende Vacauzen ſollen mit Stolzianern beſetzt werden.
In Betreff der ſonſtigen Pflege und Verbreitung der Stolze⸗ ſchen Stenographie, ſo erſcheinen gegenwärtig 17 Zeitſchriften ſeiner Schule, die erſte ſeit 1849. An der Univerſität zu Berlin iſt ſeit 1851 Dr. G. Michaelis als Lector der Stenographie thätig, und an der Züricher Univerſität unterrichtet Däniker in der Stolzeſchen Steno⸗ graphie.
Die Zahl der Vereine und Kränzchen beträgt etwa 120, und es wirken faſt 400 Lehrer für die Verbreitung des Syſtems. An aus⸗ gebildeten Stenographen ſind mindeſtens 6000 vorhanden, wovon etwa 5000 auf Preußen und Norddeutſchland und ca. 900 auf die Schweiz kommen. Auch der eigenltiche Zweck Stolzes, ſeine Steno⸗ graphie im Privat⸗ und Geſchäftsleben anzuwenden, beginnt ſich mehr und mehr zu erfüllen. Schon ſtenographirt eine große Zahl von Studenten und Gymnaſiaſten die Vorträge ihrer Lehrer, ihre Excerpte und die Entwürfe ihrer wiſſenſchaftlichen Arbeiten; ſchon fungiren Stolzianer als Secretäre bei hohen Beamten, Gelehrten und in den Bureaux von Verſicherungsgeſellſchaften und Zeitungs⸗ redactionen. Der Chef der Kölniſchen Zeitung hat nicht blos Stolzeſche Stenographen als Berichterſtatter engagirt, ſondern läßt auch eine Anzahl von Setzern ſeiner Druckerei in der Stenographie unterrichten. Der Erfolg iſt ein ſehr günſtiger geweſen, es werden dort in ſchleunigen Fällen die Artikel den Stenographen in die Feder dictirt und Berichte über wichtige Verhandlungen unmittelbar nach den Stenogrammen der Berichterſtatter geſetzt. Endlich iſt Stolzes Syſtem auch bereits auf ſechs fremde Sprachen übertragen.
Bald nach dem Auftreten des Meiſters begann eine heftige Fehde zwiſchen ſeinen Jüngern und den Gabelsbergianern, die eine Menge von Journalartikeln und Broſchüren hervorrief, häufig in ge⸗
leider noch ungeſchwächt fortdauert. Es ergingen auch gegenſeitige Herausforderungen zu Wettturnieren und Preiskämpfen, die jedoch nie zu Stande kamen. Stolze ſelber betheiligte ſich an keiner Pole⸗ mik, ſondern überließ dieſe ſeinen Schülern, deren Eifer er noch zu zügeln ſuchte und oft ſogar tadelte. Während für die Verbreitung ſeines Syſtems von der preußiſchen Regierung nichts geſchah und daſſelbe in Baiern, Sachſen und Oeſterreich vom Unterricht an öffent⸗ lichen Lehranſtalten ausdrücklich ausgeſchloſſen wurde, fanden alle be⸗ liebigen Syſteme in Preußen einen freien Tummelplatz. Die Gabels⸗ bergianer ſtifteten hier eine Anzahl von Vereinen und erlangten ſogar Zutritt bei der Hochſchule zu Königsberg i. Pr. und mehreren Gym⸗ naſien. In Berlin trat Arendts mit einem andern Syſtem hervor, das gleichfalls viele Schüler gewann und namentlich im dortigen großen Handwerkerverein gelehrt wird.
Im Jahre 1862 ergingen gleichzeitig und wiederholt von Stol⸗ zianern und Gabelsbergianern zahlreiche Petitionen an das Abge⸗ ordnetenhaus, die Stenographie überhaupt und ihr Syſtem insbe⸗ ſondere in die Schulen einzuführen. Stolze, von einigen Mitgliedern der Unterrichtscommiſſion befragt, welches Syſtem er für das beſſere erklären müſſe, erwiderte mit edler Zurückhaltung, daß er in dieſer Frage nicht competent, weil Partei ſei, daß ſeiner Meinung nach die Commiſſion aber ihre Befugniſſe überſchreiten würde, wenn ſie ſich für ein beſtimmtes Syſtem erklären wollte, das ſei Sache der Unter⸗ richtsbehörde. Das Abgeordnetenhaus überwies die Petitionen der Staatsregierung zur Berückſichtigung, aber dieſe iſt bisher unter⸗ blieben.
Dennoch iſt die Einführung der Stenographie als facultativer Unterrichtsgegenſtand in die höhern Lehranſtalten nur noch eine Frage der Zeit. Es iſt ein charakteriſtiſches Moment der Gegenwart, daß ſie mit all ihren Unternehmungen und Projecten die größtmögliche Erſparniß an Zeit und die höchſtmögliche Verwerthung der Zeit anſtrebt: es ſteht aber feſt, daß die Stenographie nur den fünften Theil der Zeit erfordert, welche unſere gewöhnliche Schriftnöthig hat, und andererſeits hat ſich der Profeſſor der Medicin, Phöbus in Gießen, öffentlich dafür aus⸗ geſprochen, daß auch die Rückſicht auf das körperliche Gedeihen der Jugend ſowohl, wie des reiferen Alters, die Einführung einer kürze⸗ ren Schrift wünſchenswerth mache. Das preußiſche Miniſterium würde ſich auch wahrſcheinlich für ein oder das andere Syſtem be⸗


