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Wilhelm Stolze.
eine neue Reihe noch härterer Kämpfe, um ſich Glauben und An⸗ erkennung zu verſchaffen; ſein Werk ſoll die Menſchheit bereichern und fördern, aber ſie achtet nicht darauf, ſie ſtößt es gleichgültig zurück; oder hundert einzelne, die ſich in ihren Intereſſen bedroht und verletzt ſehen, erheben ſich gegen ihn. Mit jedem Schritte, den er tapfer vorwärts macht, je mehr er allmählich an Terrain gewinnt, deſto mehr Gegner und Feinde erwachſen ihm, die ihn hinterrücks verleumden und offen angreifen. Erſt ſpät, ſehr ſpät treffen ſein inzwiſchen ergrautes Haupt, die unter der Laſt der Jahre und Mühen gebeugte Geſtalt einige matte Strahlen von Ehre und Gunſt; zu⸗ weilen iſt es ihm noch vergönnt, die ausgeſtreute Saat aufgehen und emporſchießen zu ſehen: aber bevor ſie reif iſt, bevor er die Frucht einbringen und davon zehren kann— ſinkt er ins Grab. Sein einziger Lohn iſt der Nachruhm und die Segnungen ſeines Werks.
Das iſt das gewöhnliche Schickſal aller idealen Menſchen, die im Dienſte der Religion, Wiſſenſchaft oder Freiheit geſtritten und gelitten haben. Das iſt auch der Lebenslauf eines Mannes, der kürzlich von uns geſchieden. Wilhelm Stolze, der Reformator der deutſchen Stenographie, ſtarb in ſeiner Vaterſtadt Berlin am 8. Januar 1867 im 69. Lebensjahre; und wäs den Menſchen an Sorge und Noth, Schmerz und Leiden nur treffen kann, hat ihn voll und reichlich getroffen, von Kindesbeinen an bis zum letzten „ſeiner Tage.
Geboren am 20. Mai 1798, verlor er ſchon als 14jähriger
Schüler des Joachimsthaler Gymnaſiums ſeinen Vater, der ihn nebſt Bruder und Mutter mittellos zurückließ, und war nun gezwungen, für ſeinen Lebensunterhalt und ſeine weitere Ausbildung ſelber Sorge zu tragen. Ja, er unterſtützte noch die Mutter, indem er in ſeinen Freiſtunden Privatunterricht ertheilte, den ihm wohlwollende Leute zuwieſen. Es war ſeine Abſicht, Theologie zu ſtudiren, aber Armuth zwang ihn, die Schule als 21jähriger Primaner zu verlaſſen und eine Beamtenſtellung bei der ſtädtiſchen Feuerverſicherungs⸗Geſell⸗ ſchaft anzunehmen, die ihm auf Empfehlung des Predigers Reclam zu Theil wurde, und welche er 19 Jahre lang, bis 1838 bekleidete. Wie er zur Stenographie kam, und in welcher Weiſe er ſie trieb, darüber ſpricht er ſich im Vorwort zu ſeinem Lehrbuch der Steno⸗ graphie ſelber und folgendermaßen aus:„—— Schon als Schüler mußte ich mich durch Unterrichtgeben ernähren, was meine Zeit ſo beſchränkte, daß ich die ſchriftlichen Arbeiten nicht, wie die Lehrer es verlangten, liefern konnte. Ein Mitſchüler machte mich daher auf die Stenographie aufmerkſam, und ich bemühte mich um eine An⸗ weiſung dazu, konnte aber zu keiner gelangen. Es war dies im Jahre 1815. Als ſpäter, im Jahre 1820, überhäufte Berufsarbeiten in mir ein ähnliches Verlangen nach Hilfe hervorriefen, verſuchte ich es, nach Moſengeils Leſebuche vom Jahre 1819, mich mit der Steno⸗ graphie bekannt zu machen. Dies gelang mir in ſo weit, daß ich die erſten Entwürfe meiner Arbeiten kürzer und raſcher niederſchreiben konnte, wenn ich ſie gleich darauf in gewöhnliche Schrift übertragen
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