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Da ſind die Doctoren Miller, Feder und Gatterer, die ſtellen ſich freundlich zu uns. Aber die anderen möchten uns lieber verbrennen, und ſpritzen ihr Gift auf alle Weiſe gegen uns aus. Aber es hilft ihnen nichts, die Welt fällt uns zu, wir werden ſie ſiegreich unter die Füße treten.“
„Na, laß das, und erzähle mir lieber ordentlich, wie ſich alles geſtaltet hat, und was Ihr gethan, ſolchen herrlichen Leumund zu verdienen?“
„Das ſollſt Du hören, Bruderherz, und wirſt erſehen, daß die Sache bei weitem nicht ſo ſchlimm iſt, als man ſie verſchreit und daß mir namentlich die geringſte Schuld an dem, was ſich ereignet, zuzu⸗ ſchreiben iſt. Du weißt, daß es meine Leidenſchaft iſt, junge Talente an mich zu ziehen und ſie mit Rath und That ſo kräftig als möglich zu unterſtützen, daß ſie freien Flug erhalten. Zuerſt ſchloß ſich Voß mir an, dem ich aus ſeinem mecklenburgiſchen Elende nach Göttingen
verhalf, und der damals noch ganz ruhig und vernünftig war und
mit mir harmonirte. Er ſchwärmte noch für Wieland. Später kam Cramer, der einen ſtarken Klopſtockscultus ſchon aus ſeinem väterlichen Hauſe mitbrachte und ihn als den größten vaterländiſchen Dichter, der Freiheit und Volksthümlichkeit vertrete und die Kunſt des deutſchen Liedes auf den Gipfel gehoben, verehrte. Er fand in Hahn bald einen womöglich noch glühenderen Genoſſen, der Oel ins Feuer goß und den Haß gegen die Franzoſen und die ihnen nachah⸗ menden Dichterſchulen ſchürte. Von dieſen ward Voß ganz einge⸗ nommen und ging bald noch weiter, als ſie. Die übrigen, die ſich um uns ſammelten, Miller, Hölty, Wehrs, Esmarch, laſſen ſich in ihrer weichen Weiſe ganz von dieſen beherrſchen und ſchwärmen mit. Dazu kamen jüngſt die beiden Stolberge, deren jüngſter die übrigen an Freiheitsglut, Vaterlandsliebe und Franzoſenhaß noch weit hinter ſich läßt und trotz ſeines hohen Adels für Gleichheit und Brüderlich⸗ keit ſchwärmt und mit allen fraterniſirt. So wuchs der Enthu⸗ ſiasmus von Tage zu Tage, und einer ſteckte den andern immer mehr an. Cramer war ihnen bald zu ariſtokratiſch, und weil er geborner Däne iſt, zweifelten ſie an ſeiner Deutſchheit; ſie haben ihn hinaus⸗ geriſſen; ſelbſt Du, Bruderherz, obgleich ſie Dich lieben und ehren, biſt ihnen in Deinen Liedern zu leicht und wielandiſch. Ich habe immer geſucht, wider den Ueberſchwang zu halten und vieles zu mäßigen, und es iſt mir geglückt. Aber man muß den Geiſt ge⸗ währen laſſen, ich ſage Dir, er iſt gewaltig und wird einen großen Rumor anrichten, der für die Literatur nur ſegensreich ſein kann. So war die Stimmung, als eines Tages, es war am 13. September vor einem Jahre, die ganze Schar in mein Zimmer ſtürmt und mit jubelndem Enthuſiasmus mir ankündigt, daß der große Dichterbund zu Deutſchlands Erhebung geſchloſſen ſei. Voß, Miller, ſein Bruder, Wehrs, Hölty und Hahn hatten am vorhergehenden Tage einen Spazier⸗ gang in die Nachbarſchaft gemacht und brachten den Abend in einem reizenden Thälchen zu. Hier im Eichenwalde bei Vollmondsſchein erſahen ſie ſich eine Eiche zum Bundesbaume aus, ſchmückten ihre Hüte mit ſeinen Zweigen, legten ſie um den Stamm und tanzten mit verſchlungenen Händen einen Bundesreigen darum. Der Bund ward für geſchloſſen erklärt und Mond und Sterne zu Zeugen ewiger Treue und Freundſchaft angerufen. Sie warfen das Loos um den Vorſitz, und es traf auf Voß, der aber die Ehre ablehnte und forderte, daß mir dieſe Würde zuertheilt werden müßte. Das fand allge⸗ meinen Beifall, und was ſollte ich thun? Ich mußte, der Bundesſitte gemäß, einen altdeutſchen Bardennamen annehmen und bin nun als Barde Werdomar Vorſitzender des Hainbundes. Hauptgeſetz iſt die unbeding.. Aufrichtigkeit der Bundesglieder unter einander; jeden Sonnabend um 4 Uhr kommen wir wechſelsweiſe bei einem der Mit⸗ glieder zuſammen und recenſiren uns gegenſeitig unſere Gedichte mit größtem Ernſte und unerbittlicher Strenge. Was die Feuerprobe beſtanden, kommt in ein großes, ſchwarzes Buch, mit vergoldetem Ledereinband, welches das Bundesbuch heißt. Klopſtocks Oden und Ramlers Gedichte liegen auf dem Tiſche, und aus ihnen wird zum Anfange als Vor⸗ und Muſterbild ein Gedicht vorgeleſen. Dabei trinken wir gemüthlich eine Taſſe Kaffee, und wer raucht, ſetzt ſeine Pfeife in Brand.
war.„Aber Ihr müßt in dieſem Jahre ein Paar tolle Hexenfeſte losgelaſſen haben, die überall mit den gehäſſigſten Farben ausgemalt in der gebildeten Welt die Runde machen.“
„Das waren ein Paar Feſtabende, wo der Becher ein wenig überſchäumte. Ein uns befreundeter Schriftſteller, Ewald, gab ſeinen Abſchiedsſchmauß, wozu er uns und einige andere Freunde eingeladen hatte. Wir hatten tüchtig gezecht, und die Köpfe waren warm geworden; mich als Werdomar hatten ſie obenan auf einen bekränzten Lehnſtuhl geſetzt, und wir trugen ſämmtlich als Barden Eichenkränze auf dem Haupte. Ich erhub mein Glas und brachte Klopſtocks Geſundheit aus; jeder ſprach feierlich, mit langſamer Be⸗ tonung den großen Namen aus und trank ſein Glas aus. Nun folgte eine ganze Reihe von Trinkſprüchen auf unſere großen Geiſter, doch keiner wurde mit ſolcher Begeiſterung getrunken, als der ſeine. Mein Nebenmann nannte Ramler, dann erſchollen Gleims, Leſſings, Uzens, Weißens, Gerſtenbergs, Geßners und andere Namen, deren Wohl ohne Anſtoß getrunken ward. Da hatte Bürger den unglück⸗ lichen Einfall, Wielands Namen zu nennen; Du haſt keinen Begriff, welch eine tolle Scene nun folgte; da war kein Einhalt mehr, ſo ſehr ich bat und mahnte: alles erhub ſich, trank ſein Glas aus und ſchmetterte es mit lautem Geſchrei zu Boden: es ſterbe Wieland, der Sittenverderber, der Französling, der Voltairianer, der Wollüſtling u. ſ. w. Es waren ja nicht nur Glieder des Bundes da, und ſo verbreitete ſich die Kunde bald ins Publicum weit und breit und machte natürlich viel böſes Blut. Aber das ſtachelte meine Bundes⸗ genoſſen nur auf, eine noch auffälligere Demonſtration zu veran⸗ ſtalten. Die Stolberge, die bald nach der Ewaldſchen Abſchieds⸗ feier in den Bund ſich aufnehmen ließen, kamen direct von Hamburg, wo ſie mit Klopſtock in der innigſten Verbindung gelebt hatten. Ihre Erzählungen fachten die Glut der Begeiſterung aufs heftigſte an, und die Schwärmerei für unſeren großen Dichter erreichte ihren Gipfel. Er wurde, ſo zu ſagen, zum Schutzgott und Preisrichter des Bundes ernannt, und die Stolberge übernahmen es, den Bund perſönlich mit ihm in Verbindung zu bringen. Sie überſandten ihm das Bundes⸗ buch und baten um ſein unumwundenſtes Urtheil über die darin ent⸗ haltenen Productionen. Die Aufnahme war eine höchſt erfreuliche und ehrenvolle; und die Verbindung mit ihm wird unſern Bund zu einer unwiderſtehlichen Macht machen. Er überſandte uns als Antwort die letzten Geſänge ſeines Meſſias und jedem Bundesbruder einen Kuß. Der Deutſcheſte ſollte das Gedicht dem Bunde vor⸗ leſen; man konnte ſich über den Würdigſten nicht einigen, und ſo ward mir als Vorſitzendem die Ehre zu Theil. Aber das Wichtigſte iſt, daß er uns zu großen Dingen auserſehen hat. Du weißt, er will unter ſeinem Vorſitze eine deutſche Gelehrtenrepublik gründen, das Programm hat er ausgearbeitet, und wir, wir Göttinger, ſollen die erſte Stelle darin nach ihm einnehmen. Das wird Effect in der Welt machen. Dieſer erfreulichen Thatſache zu Ehren beſchloſſen wir, ſeinen Geburtstag aufs feſtlichſte zu begehen; trotz meiner Mahnungen und Bitten ließen ſich die enthuſiaſtiſchen Bundesglieder nicht abhalten, damit zugleich eine in die Augen fallende Demon⸗ ſtration gegen ſeine Neider und literariſchen Feinde, beſonders gegen Wieland, zu verbinden. Den 2. Juli, als Klopſtocks 49. Geburts⸗ tag, wählte man zu dieſem Feſte aus und bereitete ſich auf dieſe außer⸗ ordentliche Feier mit ſolchem Eifer vor, daß mehrere ſich dazu neue Kleider machen ließen. Gern hätten wir das Feſt im Bundeshaine gefeiert, allein leider regnete es den Tag über ſo in Strömen, daß wir den Gedanken aufgeben mußten. Auf Hahns Stube ging es nun in ſolennſter Weiſe vor ſich. Eine lange Feſttafel war gedeckt und überreich mit Blumen geſchmückt. Für den abweſenden Klopſtock wurde am oberen Ende ein prachtvoll mit Roſen und Levkoien be⸗ kränzter Lehnſtuhl leer gelaſſen, worauf, ſchön gebunden, ſeine ſämmt⸗ lichen Werke lagen. Zwiſchen den Füßen deſſelben lag Wielands Idris zerriſſen; auch einige andere Schriften deſſelben hatten dies Loos getheilt, und die Blätter als Fidibuſſe gebrochen, ſtanden in Bechern auf der Tafel vertheilt, und man zündete daran die Pfeife an. Auch wer nicht rauchte, mußte doch einige verbrennen, und auf den Idris mit Füßen ſtampfen. Cramer und Hahn laſen darauf einige Oden und Gedichte Klopſtocks vor, die ſich auf das deutſche Vaterland beziehen. Während deſſen wurde Kaffee getrunken; dann kam köſtlicher Rheinwein, und es wurden die Geſundheiten ausgebracht auf Klopſtock, Luther, Hermann den Cherusker, Ebert, Goethe, Herder u. ſ. w. und beſonders auf den Bund und ſeine hohe Miſſion; wäh⸗


