Jahrgang 
13-26 (1867)
Seite
223
Einzelbild herunterladen

und auch u, dieſes im rie er den

benußte den jdaß er ſich Erde ſill. Weiſe ent iſen zurück⸗ nit und be⸗ welche als ſchütze ohne ittelloſigkett es zu ver⸗ und ſeine

welche deei übt werden.

er Schützen⸗ höchſten Be⸗

der Sepp

11, lagern 4 ge⸗

utladen und

na! drängte V en der Hütte G an der alten Der

nIfor dulter.

, daß Hans Schreck am einen kleinen . DBald er Alpe von elangt, blicb

aßte einſehen, Als ſie über Auge in der aebangen war handelte, in Am meiſten , er brauchte

iſchen Fraune eldung⸗ velche

1 gelungenen

achſe geſetzt Büchſe geſet niſchein. 6

v Einlaß M

1

4

2

Hapur, aber als ich herausſprang, um ſie zu en Schlange ſich emporſchwingen und eine von ihnen am Flügel packen.

ſtrengte, die Ziffern zu unterſcheiden, griff eine gewaltthätige Hand in die ihrige: es war Hans, welcher ihr die Uhr ſammt Kette entriß und lachend ſagte:.

So, jetzt ſagſt Dei'm Sepp, er kriegt ſein Büchſ'n und ſeine Uhr, wenn er mir mein Stutzen wieder gibt!

Und damit ſchritt er, ohne ſich weiter um das Geſchrei der Dirne zu kümmern, weiter in die Nacht hinaus.

Hanſens Stutzen war hübſch, aber ſo viel, als der Stutzen des Sepp und ſeine ſilberne Uhr und Kette zuſammen, war er doch nicht werth, der Beſchädigte alſo in Wirklichkeit der Knecht und nicht der Wildſchütz.

Tag und Nacht ſann nun Sepp nach, wie er ſich für die er⸗ littene Niederlage rächen und den Hans verderben könne. Da fiel ihm bei, daß ſein vom Schützen entwendeter Stutzen am Kolben einen Fehler hatte, der mit dem Gebrauche ſich wahrſcheinlich ſo vergrößern würde, daß der Hans das Gewehr zum Büchſenmacher geben mußte. Darauf baute er ſeinen Plan, er reiſte nach dem fünf Meilen ent⸗ fernten Städtchen, ging dort zu allen Büchſenmachern, beſchrieb ihnen ſein Gewehr und forderte ſie auf, den Ueberbringer deſſelben an⸗ zuhalten.

Hans war zwar aus dem Abenteuer ohne Schlappe hervorge⸗ gangen, aber die Geſchichte hatte ihm doch allerlei zu denken gegeben. Er beſann ſich darüber, ob es am Ende nicht doch geſcheiter wäre, in irgend einen ordentlichen Bauerndienſt zu gehen, als ſich wie ein wildes Thier in den Bergen herumhetzen zu laſſen. Die Nächte fingen ſchon an, kalt zu werden, und bei der elenden Nahrung, mit

welcher er ſich behelfen mußte, wurde ihm der Aufenthalt unter freiem Himmel allmählich unleidlich. Er dachte an einen Vetter, welcher einige Stunden entfernt einen Hof beſaß, der ihn gewiß aufnehmen und ſo gegen die Verfolgungen, denen er als Wildſchütz und Deſerteur ausgeſetzt war, bergen konnte.

Gedacht, gethan. Mit dem Wildſtehlen nahm es der Vetter ſo wenig genau, wie andere Bauern der Umgegend, und Hans hütete ſich wohl, von ſeinem anderen Makel, der Fahnenflüchtigkeit, zu ſprechen. So arbeitete er in dem verſteckten Gebirgshofe, ſchnitt Grummet, droſch und half im Stall mit. Es wäre vielleicht alles auf dieſe Weiſe lange gut gegangen, wenn es ihn nicht an Sonn⸗, ja ſo⸗ gar an ſogenannten abgeſchafften Feiertagen wieder in die Berge hin⸗ ausgezogen hätte. An ſolchen Tagen war er wieder der Alte, nur daß er das erbeutete Fleiſch nicht mehr zu verkaufen brauchte, da er zu

Hauſe ſeinen reichlichen Unterhalt hatte.

Mit der Zeit aber traten wirklich die von Sepp vorhergeſehenen Schäden am Gewehr ein. Da Hans es ſelbſt nicht wagte, ſich im Städtchen ſehen zu laſſen, ſo gab er daſſelbe ſeinem Mitknechte, der

223

es zum Ausbeſſern bringen ſollte. Aber der Büchſenmacher, dem der Knecht das Gewehr übergab, hatte die mitgetheilte Warnung noch wohl in der Erinnerung. Man holte den Gemeindediener, und der Knecht wurde in die Haft abgeführt.

Dieſer aber war aus anderem Holze geſchnitzt, als Sepp. Er verweigerte jede Auskunft über das Gewehr und behauptete nur, es ſei nicht ſein Eigenthum. Zufällig wurde er jedoch, als er eben wieder zum Actuar ins Verhör geführt werden ſollte, von anderen Bauern aus der Gegend, welche bei Gericht zu thun hatten, erkannt. Sie nannten den Hof, auf welchem er bedienſtet war.

Sogleich wurden zwei Finanzwachen hinausgeſchickt, um bei dem Knechte, der vorläufig als des Wilddiebſtahls verdächtig in Haft blieb, Hausſuchung zu halten. Hans ſtand eben vor dem Hauſe und ſtellte die Wagen zur Feldarbeit zuſammen, als er die Soldaten kommen ſah. Wie damals im Branntweinhäusl, überſchaute er auch hier mit dem ſcheuen Auge des Gehetzten die ganze Sachlage. Er ließ die Wagen ſtehen und lief querfeldein davon.

Das Mißverſtändniß klärte ſich bald auf, als die Finanzwachen den Bauer befragten. Man fand in Hanſens Nachlaß dreißig Kugeln, Sepps ſilberne Uhr, große Stücke geräuchertes Wildpretfleiſch und ein Petſchaft, mit welchem er in den Zeiten ſeines Zuſammen⸗ lebens mit Sepp dieſem und anderen Wildſchützen manchmal mit Siegellack Zeichen an beſtimmte Bäume gedruckt hatte Zeichen, welche ihre Zuſammenkünfte und verſchiedenes ſonſtige Geſchäftliche anzudeuten hatten.

Hans war auf und davon. Nach zwei Tagen ſtand er in Graz vor ſeinem Oberſten und meldete ſich als Deſerteur.

Es iſt Zeit, Schlingel! morgen hätte ich Dir nicht mehr helfen können! ſagte dieſer. Hans machte erſtaunte Augen. All⸗ mählich erfuhr er, daß aus Veranlaſſung eines freudigen Familien⸗ ereigniſſes im Kaiſerhaus unter anderem allen Deſerteuren des Heeres, die ſich bis zu einem beſtimmten Tage meldeten, die Strafe nachge⸗ ſehen worden ſei. Er war am Tage vor Ablauf des Termins gekommen.

Nachdem der ehemalige Wildſchütze anderthalb Jahre lang zu Mantua in Garniſon geſtanden, wurde er für immer beurlaubt. Sepp, welcher mittlerweile der Gegenſtand der Verachtung und des Hohns aller Burſchen geweſen, war von ſeinem Herrn davongejagt worden, weil man nach und nach ſeine Schliche durchſchaute.

Hans aber wurde auf Anrathen des fürſtlichen Förſters, da inzwiſchen über ſeine früheren Abenteuer Gras gewachſen war, Jagd⸗. aufſeher in den Wäldern des Hüttenwerkbeſitzers, wo er noch heute wacker dem Waidwerk obliegt. Nos.

Am Jamilientiſche.

. Eine Schlangennmarmung. Erlebniß eines Ausgewanderten.

Seit mehreren Jahren lebte ich auf meiner Farm in Vermont nahe der

Canadiſchen Grenze. Nicht weit davon entfernt lag ein See, in welchem ich mit einem Freunde und Nachbar häufig zu fiſchen, zu ſchwimmen und zu rudern pflegte. Auf unſern Fahrten hatten wir zuweilen Schlangen bemerkt auch auf ſie wohl geſchoſſen, aber nie eine getroffen. für nicht gerade gefährlich. 3 Eines Tages ſah ich einen Schwarm ſchwarzer Enten über das Haus in der Richtung des Sees fliegen. Sogleich ergriff ich meine Jagdflinte und brach auf, um mir ein gutes Mittagsmahl zu ſchaffen. Als ich an das Waſſer gelangte, waren ſie bereits dem gegenüberliegenden Ufer ganz nahe. Raſch ſchnitt ich einige dichtbelaubte Zweige von einem Baume, takelte die Backen eines kleinen, flachgebauten Kahnes, den ich zu ſolchen Zwecken immer bereit liegen hatte, auf, ſprang hinein und fuhr ab. In dem Stern des Fahr⸗ zeuges war ein Loch, durch welches ich das Ruder legen und ſo mich fort⸗ bewegen konnte, ohne aufrecht zu ſitzen; die Zweige verdeckten mich auf dieſe Weiſe den Enten, die glauben konnten, es ſchwämme nichts weiter als ein Haufe Laubwerks auf dem Waſſer.

Bald war ich ihnen auf Schußweite nahe gekommen. Raſch mein Ruder eingezogen und auf ſie gefeuert. Zwei von ihnen wurden getroffen, flatterten noch ein Weilchen umher und fielen dann nieder inmitten des hohen Graſes, das auf einer kleinen Bucht des Sees wuchs. Das Waſſer war niedrig, und der Platz, auf den ſie gefallen, faſt trocken. Bald war ich ihnen auf der holen, ſah ich den Kopf einer

7

Wir hielten ſie übrigens

Ich ſah nur den Kopf und Hals der Schlange und konnte mir nicht vorſtellen,

gezogen und ſo ausgeſtreckt, daß ſie eine neue Umſchlingung um meing

wie groß ſie war, aber ich fürchtete mich auch nicht vor ihr, ſondern ſchritt weiter ohne meine Flinte, die im Boote geblieben war, und als ich die Ente ergriff, ruhte mein Fuß arglos auf des Räubers Nacken. 2

Der Boden war feucht und ſchlammig, und die Schlange hattenihren

Leib unter den Wurzeln des ſtarken Rohres ſtecken; ſo zog ſie leicht und ſchnell ihren Kopf unter meinem Fuße hervor, und ehe ich umkehren und meine Flinte herbeiholen konnte, fühlte ich etwas mein Bein berühren, als ob jemand ein Tau herumgeſchlagen hätte. Es war die Schlange, die ſich mit ihrem Schwanze herumgewunden und die nun ihren Leib aus dem Graſe hervorzog. Ich ließ die Ente fallen, ſchlug nach der Schlange, aber vergeblich ich verſuchte, meinen rechten Fuß auf ſie zu ſetzen und mein Bein ſo loszumachen ich hätte ihn eben ſo gut auf einen Blitzſtrahl ſetzen können. Nun ward ich auch den Umfang des Thieres gewahr es mochte 8 9

Fuß lang ſein. Doch hatte ich noch keine Furcht ich bildete mir ein, mich noch durch meine ſehr kräftigen Arme losmachen zu können. Eitle Hoffnung! ehe ich dazu kam, es zu verſuchen, erſchien der ganze Leib des unheimlichen Geſchöpfes ich ſchauderte. Unten gehalten durch die Umſchlingung meines Beines, ſchoß es jäh empor und brachte ſeinen Kopf gerade dem meinen gegen⸗ über. Ich greife nach ihm. verfehle es.. es ſchießt ſeinen Kopf unter meinen Arm, gerade um meinen Leib herum und... blickt mir aufs neue ins Geſicht; ich packe noch einmal, ſo ſchnell ich kann, nach ihm, aber es weicht gewandt aus. 1 8

Ich fühlte nun, wie der Leib der Schlange ſich hinaufarbeitete. Die Krümmung des Schwanzes war um meinen Schenkel gewunden, unde meinem Magen fühlte ich einen ſpannenden Druck. Neue Verſuche, ſie zu machten die Sache nur noch ſchlimmer. Sie hatte ſich nun ſo hoch