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davon ſoll, denn er kann die Hexen nicht leiden. Wartet.“
arina ſetzte ſich in einen der mit gepreßtem Leder überzogenen Seſſel. Vor ihr auf dem mächtigen Tiſche brannten zwei Kerzen auf kupfernen Leuchtern. Das Mädchen ſchien hier ſehr bekannt, denn ſonſt hätte wohl die Umgebung, in welcher ſie ſich befand, die Nacht mit ihren Schrecken und die Einſamkeit ihre Wirkung auf ein minder beherztes weibliches Weſen ausgeübt.
Geradeüber von dem Tiſche dehnte ſich ein ungeheurer Schrank die Wand entlang, deſſen Inhalt man durch die Glasſcheiben der Thüren deutlich zu erkennen vermochte. An der Hinterwand dieſes Behälters gewahrte man einige zehn bis zwölf breite, nicht allzu lange Schwerter. Die Klingen dieſer Waffen waren äußerſt ſauber gehalten und funkelten im Glanze der Kerzen gleich Silber. Die Griffe mit rothem, ſchwarzem oder gelbem Sammt überzogen, liefen alle in dicke, vergoldete Knöpfe aus. Einige dieſer Schwerter waren mittels eines in der Nähe ihrer Spitze angebrachten Loches aufgehängt, ſo daß die Griffe nach unten hingen. Bei jedem fand ſich eine Tafel angebracht, auf welcher Jahreszahlen zu leſen waren. Sie gingen weit zurück; man las auf einer Tafel:„Hat gedient von Anno 1496 bis 1510,“ dann wieder,„Hat gedient von 1516 bis Anno 1530. Iſt ehrlich gerichtet.“ Eines der Schwerter war in der Scheide, es hatte neben ſich einen Zettel, worauf mit feſter Hand die Worte geſchrieben ſtan⸗ den:„Mit dieſem Schwerte hat man am 13. Januarii 1514 dem Herrn Johann vom Berchem uff den Domhoff zu Cöllen am Rhein abgethan. Fiel ſein Haubt aber erſt uff den dritten Streich. Von dieſer Stund an ſoll man das Schwert nicht mehr nützen.“— Die letzte Klinge hatte die Bemerkung:„Eingeweihet am 16. Februarii 1675 an Gottholdt Freiruffern auß Weſel“ erhalten. Den unteren Theil der Hauptwand füllten allerlei ſeltſame und ſchreckhaft an⸗ zuſehende Werkzeuge aus. Es lagen, hingen und ſtanden hier wun⸗ derlich geformte Schrauben, einige Räder, Zangen von mehreren Fuß Höhe umher; dann lehnten an Haken eiſerne Keulen, lange metallne Stäbe mit großen, in ein Quadrat geſchobenen Buchſtaben, auch Stricke, Meſſer, Beile und kleine Theerpfannen waren aufgeſchichtet.
Die übrige Ausſtattung des großen ſaalartigen Gemaches ſchien Wenngleich auf den Simſen des Täfelwerkes zierliche Krüge und Gefäße aller Art paradirten, ſo blickten doch von den Wänden herab eine genügende Anzahl finſterer Portraits in Lebensgröße gemalt. Einige zeigten Männer in ganzer Figur, andere deren Bruſtbilder. Viele trugen Inſchriften, aus denen erſichtlich war, daß die Originale entweder den Genoſſen eines ſchauerlichen Handwerkes, oder ſolchen Perſonen angehört hatten, welche mit jenem Handwerke in genaue Berührung gekommen waren, denn man las z. B.„Kunz Widman, ein Scharff⸗ richter zu Onoltzbach. Aet. suae 44.“ oder„Dieſes iſt der berühmte Meiſter Roſenfeld ſo zu Hamburg den Störtebekker ſammt deſſen Kumpanen auf dem Graasbrook hingerichtet, ihrer 70 an der Zahl in einem Tage, wozu der Meiſter 4 Schwerter gebrauchet.“ Hin und wieder zeigte ſich ein Bild, das einen Gefeſſelten darſtellte, oder es war ein Menſch äbgebildet, der ein Werkzeug in Händen hielt, welches er in die Mauer bohrte. Ein Portrait trug die Inſchrift:„Adam von Forcheim, Straßenräuber“, gleich daneben las man unter einer abſcheulichen Fratze:„Velten Glaſer, ein Ertzſchelm und Mordbrenner, ward gerichtet 1540 zu Merßburg,“ zwiſchen beiden Bildern befand ſich eine Tafel mit wunderlichen Figuren bemalt und der Erklärung: „Dieſes ſind der Mordbrenner Zeichen“ verſehen. Endlich folgten in langer Reihe Portraits aus einer und derſelben Familie. Das erſte Gemälde zeigte die Jahreszahl 1542, und dann folgten die an⸗ deren, wie die Zahlen angaben, in kurzen Zwiſchenräumen von zehn, oder längeren von fünfzehn bis zwanzig Jahren aufeinander. Sämmt⸗ liche Portraits gehörten Mitgliedern der Familie Zwoller an, welche das Scharfrichterhandwerk demnach aus dem Grunde verſtehen mußte, und der Leſer wird wohl errathen haben, daß er ſich im Hauſe dieſer Familie, in dem Hauſe des Henkers befindet. In der That lieferte die Familie Zwoller bereits ſeit über hundert und vierzig Jahren dem Schöffenſtuhle des Cleviſchen Gebietes gewandte Nachrichter. Die Zwoller beſaßen ein großes Vermögen.
Leute. e und die Mutter ſind noch bei dem Alten, der nichts
Katharina Ricker ſchien mit der grauſigen Umgebung ſo voll⸗
ſtändig vertraut, daß ſie nicht die geringſte Aufmerkſamkeit oder Be⸗ wegung zeigte, bis die Saalthür, geäffnet ward und drei Perſonen
2I einen Augenblick hier, Jungfer,“ ſagte Jan,„ich hole gleich unſere
eintraten. Es waren ein junger Mann und zwei alte Frauen. Wenn man das Geſicht des Mannes betrachtete und dann einen Blick auf die an der Wand hängenden Portraits der Familie Zwoller warf, ſo mußte ſogleich die Aehnlichkeit auffallen, denn der junge Mann ſchien ein aus dem Rahmen geſtiegenes Bild, jener langen Reihe an⸗ gehörend, zu ſein. Er war ſchlank und kräftig gewachſen, hatte ſehr edle Geſichtszüge und trug, nach Sitte der Cavaliere jener Zeit, einen ſpaniſchen Stutz⸗ und Knebelbart. Die ihn begleitenden Frauen, von denen er die eine führte, mochten etwa 60— 62 Jahre zählen. Die Frau, welche von dem Jungen geführt ward, zeigte ein elfenbeinblaſſes Geſicht, in deſſen Runzeln und Falten viele Schickſals⸗ und Leidens⸗ geſchichten zu leſen waren. Die Alte hatte kohlſchwarze Augen, welche ſich gleich Rädern fortwährend im Kopfe drehten, ſie war einfach in ſchwarze Serge gekleidet und trug einen Stock in der Hand. Die dritte Perſon zeigte ein höchſt gemeines, widerwärtiges Antlitz; ſie hatte das faſt ganz von Haaren entblößte Haupt mit einem geſtreiften Tuche umwunden, über ihre Schultern fiel eine zerriſſene Decke, welche, gleich der Toga eines Römers, in Falten gelegt war und die übrigen, nicht allzu ſauberen Kleider bedeckte. Die Geſichtsfarbe des Weibes war ein ſchmutziges Gelb. Der junge Mann ging auf Katharina zu und reichte ihr die Hand, wobei ſeine ernſten Züge ſich in ein freund⸗ liches Lächeln verwandelten, Katharina erwiderte den Gruß. Der junge Mann war David Zwoller, der Sohn des Scharfrichters, die Frau, welche er führte, ſeine Mutter, Frau Barbara Zwoller. „Ei— ei!“ begann die Mutter.„So ſpät doch noch? ich meinte, Du würdeſt nicht kommen, Katharina. Der Rhein brauſt heute Nacht recht gefährlich.“—„Bin ich nicht ſchon häuſig genug in ſolchem Wetter herübergekommen, Frau Barbara?“ ſagte die Ricker.„Ich weiß ja, daß die Sache, um welche ich komme, bei ruhigem Wetter gemacht werden kann, aber ich liebe den Sturm, das Blitzen, die Nacht, deshalb ſuchte ich mir dieſe Zeit aus, als David mir geſagt hatte, ich möge kommen.“ „Du biſt nicht ganz aufrichtig,“ ſagte David Zwoller.„Du wählſt Dir ſolche Nächte nicht aus, weil Du Luſt am Toben der Elemente haſt, ſondern weil eine ſo ſtürmiſche Nacht ſicher gegen die Nachſpäher und Lauſcher ſein läßt. Ich weiß, Katharina, daß Du es vorzieheſt, bei Nacht zu uns zu kommen, denn wer zeigt es der Welt gern, daß er des Henkers Haus beſucht? Du fährſt über den Strom, weil Dir niemand zu folgen vermag, und birgſt Deine Liebe zu mir, dem Sohne des unehrlichen Handwerkes, im Dunkel der Nacht.“ David ſeufzte ſchwer. Katharina reichte ihm die Hand.„Laß es meine Sorge ſein, David,“ ſagte ſie.„Ich fürchte keines Menſchen Reden oder Zorn. Wenn ich dem Henkersſohne meine Hand reichen will, reiche ich ſie ihm, und mögen ſie mich drum verfluchen oder bemitleiden.“—„Recht ſo, Kind,“ ſagte die Alte,„das iſt brav. Man hat uns genug angethan um unſeres Standes willen, und David, der nach altem Brauche ſeines Vaters Handwerk erben muß, iſt gemieden von aller Welt, ſeit er in Weſel den ſchwarzen Dietrich abgethan und ſein Meiſterſtück gemacht hat. Oh— was haben wir alles ertragen? und doch ruft man uns jeder Zeit, wenn Krankheiten zu heilen ſind, die kein Doctor er⸗ forſcht hat, oder wenn ein Zauber das Haus unſicher macht— und wenn ein Mordbrenner unter des Vaters Händen verendet, dann jubelt alles hoch auf.“—„Laß gut ſein, Mutter,“ rief David.„Sie machen es noch ärger mit den Juden, und was thun die ihnen? wenn die Cavaliere aber Geld brauchen, dann iſt der Jude hochwillkommen. Wenn Katharina mir gut bleibt, was frage ich nach dem Geſchwätz? alſo— ans Werk. Ich habe jenes Weib dort, die Hexe aus dem Siebengebirge, vom Feuertode gerettet und ſeit drei Tagen hier verborgen. Sie iſt ein hocherfahrenes Weib und will eine Probe der ſchwarzen Kunſt geben, will uns wahrſagen. Du haſt den Wunſch, Katharina, die Weiſſagung zu hören, alſo ſoll es geſchehen in dieſer Nacht.“ Katha⸗ rina blickte die Hexe mit durchdringender Schärfe an.„Ihr ſollt mir weiſſagen, Alte,“ rief ſie.„Ich will mein Schickſal hören ohne Rückhalt, und wenn ich erfahre, daß ich in wenig Wochen ſterben müſſe— laßt Euch nicht irre machen.“—„Ich werde thun, wie Ihr wollt, ſchöne Dirne,“ meckerte die Alte,„heut' iſt eine gute Nacht zu ſolchem Treiben, kommt herbei.“ Die Hexe nahm nun ein Bündel Reiſig und warf es auf den Feuerblock des im Saale befindlichen Kamines, dann zündete ſie das Holz mit einem Spane an.„Schließt die Thüren, Meiſter David,“ ſagte ſie. Nachdem David gehorcht hatte, näherte er ſich der Gruppe wieder. Vor dem Feuer ſaßen Frau Barbara, Katharina und David. Die Hexe beſchäftigte ſich mit Vor⸗ bereitungen zu ihrem Werke. Sie ſtreute eine Anzahl ſchwarzer


