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Jahr⸗
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ſcheinlich ſchon in alter Zeit zum Theil mit den Gebrauch des Tannen⸗ und Ballen glücklich vorüberſegelt, ohne Schiffbruch zu leiden. Der
baumes hervor. England nahn ſtatt deſſelben die Stechpalme und die Miſtel. Das freie Gartenbeet bietet Ende December nur die „Chriſtblume“, die weißblühende Nießwurz. Der Gärtner findet deshalb höchſtens an den Fabrikanten künſtlicher Blumen, ſo wie an den Verkäufern von getrockneten Sträußen und Mooskränzen mit Immortellen Concurrenten. Er wählt zur Herſtellung einer Winter⸗ flora hauptſächlich ſolche Gewächſe, welche in der freien Natur im erſten Frühling zu blühen pflegen, ſetzt ſie im Herbſt in Töpfe und bringt ſie durch geſteigerte Wärme zum Entfalten ihrer Keime und Knospen.
Maiblumen, die man vorher drei Jahre lang in offenen Garten⸗ beeten herangezogen hat, ſo daß ſie Blüthenkeime anſetzten, bringt man im Herbſt in feuchten Sand in Treibkäſten und unterhält hier drei Wochen lang Tag und Nacht eine gleichmäßige Wärme von 25 bis 30 Grad. Die Berliner Gärtner erzeugen auf circa fünfzehn Morgen Land gegen drei Millionen Maiblumenkeime, auf einem Morgen 200,000, von denen gewöhnlich der dritte Theil zur Blüthe gebracht wird. Zwei Drittel von dieſen gehen nach außerhalb, und wird das Tauſend Keime dann mit zehn Thalern bezahlt. Für den Topf mit acht bis zwölf blühenden Stengeln und einem Kranze grüner Blätter am Rande gibt der Händler zu Weihnachten 10— 15 Sgr.
Einen noch großartigeren Maßſtab hat die Treiberei von Tulpen und Hyazinthen angenommen. Allein in den Handelsgärten Berlins erzeugt man auf 25 Morgen Land gegen 4 ½ Millionen Hyazinthen, von denen jährlich der dritte Theil zum Blühen gebracht wird und die 75,000 Thaler eintragen, desgleichen auf 3 bis 3 ½ Morgen zwei Millionen Tulpenzwiebeln. Eine anſehnliche Menge dieſer Blumenzwiebeln, ſo wie zahlreiche Crocus und Amaryllis werden ſo zeitig im Herbſt angetrieben, daß ſie bereits zu Weihnachten in voller Blüthe ſtehen.——
Je näher das Weihnachtsfeſt heranrückt, je mehr ſich endlich der letzte Tag ſelbſt zur Rüſte neigt, deſto lebhafter wird das Getümmel und Treiben auf den Straßen und Plätzen. In den letzten Stunden gewährt die Stadt völlig das Anſehen eines gewaltigen Ameiſenhaufens, welchen ein loſer Burſche mit dem Stocke geſtört hat. Man bewun— dert die Geſchicklichkeit, mit welcher einer am andern trotz aller Packete
allgemeine Eifer fängt an, uns ebenfalls anzuſtecken, und wir ver⸗ lieren die Ruhe, noch alle die vielen Metallarbeiten, echten und un⸗ echten Gold⸗ und Silberſachen, die Schätze des Meeres von friſchen, geſalzenen und geräucherten Fiſchen bis zum Bernſtein, den Perlen, Perlmuttern und Edelkorallen, die Möbel aus einheimiſchen oder feinen fremden Hölzern, die Schmuckfedern, die Leder⸗, Glas⸗, Por⸗ zellan⸗ und Steingutwaaren und vollends die zahlloſen und vorzüglich für die Frauenwelt wichtigen Gewebſtoffe naturwiſſenſchaftlich zu betrachten.
Dort eilen Männer und Frauen noch hurtig mit Packeten zur Stadt; ſie haben noch Arbeiten abzuliefern, die ſo eben fertig geworden ſind und noch zur Beſcheerung müſſen,— eine neue Schar folgt
jenen. Man würde ihnen den Staub der Werkſtelle noch anmerken,
wenn es nicht bereits dunkelte und das Gaslicht nicht trübe durch die Nebel hindurch ſchimmerte. Sie haben eben erſt Feierabend gemacht, eilen im Trabe noch in die Läden, um mit dem eben erhaltenen Wochen⸗ lohne noch den Freunden und Lieben ein Geſchenk einzukaufen. Selbſt die Entſchlafenen draußen erhalten ihr Bäumchen auf den friſchen Hügel!
„Platz, ihr Herren!“ rufen ein Paar Packträger, die keuchend ein Pianino vorbeitragen.„Platz da!“ ſchallt's von der andern Seite, an welcher ein Sopha anmarſchirt kommt.— Kaum flüchten wir uns nach dem Fußwege, ſo ſtachelt uns das Geäſt eines Fichtenbaumes an die Naſe, der noch für morgen früh angeputzt werden ſoll,— unſere Hand berührt etwas Feuchtkaltes, eine gerupfte Gans, die aus dem Korbe einer Köchin hervorſchaut. Jetzt balanciren wir vorbei an einem wandelnden Kaffeeſervice, dann an einer Flaſche Schlummer⸗ punſch, die ein ehrbarer Familienvater ſtill vergnügt vor ſich herträgt. Er hat ſich ſeit vier Wochen angeſtrengteſter Arbeit mit den Seinen auf ein luſtiges Gläschen am heiligen Abend gefreut. Der Omnibus, der vorbeitrabt, iſt überfüllt, ſelbſt ſein Verdeck trägt einen Berg von Weihnachtsgeſchenken,— keine Droſchke iſt mehr zu haben. Machen wir uns deshalb, trotz unſerer müden Beine, zu Fuß auf den Weg nach unſerer Wohnung, um dort die Beſcheerung gleicher Weiſe zurecht zu machen!
Glückliche Feiertage!
Mecklenburgiſche Originale. Von Ednard Hobein.
(Schluß.)
Einen Uebergang zu ſeinen unvergleichlichen Jagdgeſchichten macht die Mittheilung:„Giſtern up de Jagd was't en gefährliches Weder! Fothoch wat'ten wi dörch den Dreck un de Been wiren bet äwer de Knee vull Smutz. So löppt denn de lütt Danzmeiſter R., de dor ok mit to't Jachtern lad wir, uns ümmer in ſiden Strümp un Schoh mank de waterſtebelten Been rümmer un ſo ſauber, dat dor ok nich en Placken up wir. So frag ik em denn, wo dit enmal mäglich wir, bi dat Weder un in den Uptog?
„Je“, ſeggt he un kickt mi fründlich an,„in de Schoh heff ik ümmes an drögen Fot. Baben löppt frilich dat Water rinn, äwer unnen löppt dat wedder rut. So heff ik alle Tid en drögen Fot!“
„Nülig,“ ſo erzählt unſer W. ein andermal,„up de Rapphöhner⸗ jagd harr ik grad nich lad't, as ik ſonn ganzen Rudel in Feld drap. Wat heff ik to dohn? Ik hal minen Taſchendok rut, fat em an de bütelſten Zippels, ſlik mi von achter to rann an de Dinger un ſmit ehr dat Dok üwer'n Kopp. So, nu künn ik jo laden, ſo vel ik wull. Ik lad alſo un mak denn vörn in dat Dok ſon oll lütte Tüt, wo grad een Rapphohn dörchkammen kann un ſcheet ſe nu enzeln na de Reeg: Puh, Puh, Puh!“
„So raſch künnen ſe je doch unmäglich laden“,— wirft ein Mit⸗ glied des Clubs ein.
„Dor was ok gor keen Tid to!“ erwidert W. ſchlagfertig wie immer.
„Un nu gor,“— ſo fährt er fort—„de niemodſche Anten⸗ jagd! Ik legg mi en grote Körbs upt Water un lat ſe ſwemmen. Uenner heff ik en grotes Lock rinner ſneden, dat min Kopp dor bequem
dörch geit. Nu dücker ik mi un ſtek den Kopp rin, wenn ik up de
Jagd will,— vör de Ogen ſünd en Poor Löcker as en Brill in⸗
ſneden. Ik äwerſeh mi nu min Jagdrevier,— dat Waterflagg, wo min Anten ſwemmen. Ik ſwemm nu ok up min Poten, as de ollen dummen Dinger mi dat ſülbn liehrt hebben und lat mi mirrn mank ſe driben. De ollen Dinger ſünd ja ſo dumm, ſe marken gor nicks. Ik lat mi indes ok nicks marken, blos aff un to föhl ik mal een von de ollen Dinger ünnerwärts an de Mag, ob ſik dat woll ok all lohnt un ſök mi de beſten ut,— de annern lat ik noch wedder irſt en beten ſwemmen. Klöker warrn ſe doch nich, bet ik wedderkam. Kannen dat bequemer hebben as mit de ollen dummen Dinger? Se meenen nich anners, as dor drifft en olle Körbs upt Water rümmer!“
Dabei konnte er ſelbſt ſo herzlich über ſeine Geſchichten lachen, und man ſah ihm die Freude ſeiner Ueberlegenheit über„die alten dummen Dinger“ beſcheidentlich ſchelmiſch aus den alten grauen Augen leuchten.
Ich muß mich beſchränken dieſem prächtigen Original gegenüber. Nur noch eine Perſiflage der neueſten Erſindungen, die wieder auch einen Beleg der Geiſtesgegenwart ſeines Witzes zur Beſeitigung plötz⸗ lich gemachter Einwürfe gibt.
„Hefft ji all hürt von dat grote Magnetſchipp? Dat führt tüſchen Liwwerpool un New⸗York. Vör hett dat en groten iſen Snabel un to Liwwerpool un to New⸗York ſteit an'n Strand en grote Magnet, den vör gewöhnlich en grot Futteral äwer de Uhren trocken ward. Ward dit Futteral nu in New⸗York to beſtimmte Tid raffer nahmen, is in Liwwerpool all kang packt un alls parat, un wutſch!— geit dat oll Schipp, dat em de Ribben gnaſtern, in eenen Gang von Liwwerpool na New⸗York räwer un ward naſten to be⸗ ſtimmte Glockentid dis Magnet to, un de to Liwwerpool apen makt, — wutſch! geit de Rüggreiſ' los.“
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