Teil eines Werkes 
2. Band (1910) L bis Z
Entstehung
Seite
173-174
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173 Messing

Metaphysik 174

mat n. und meli m., afries. mete, met, meit m., ags. mete m., Pl. mettas, engl. meat, anord. matr m. und mata f., got. mats m.«Speise»), und ahd. sahs, ags. seaæ, anord. saæ n.«Messer, kurzes Schwert» zu Hieb und Stich(das Messer aber war in der Urzeit zuerst ein scharfer Stein), urverw. mit lat. saxum n.«Stein, Fels», und weiter mit lat. secãre«schneidenꝰ, secula f. Sichel», sechris f. Beil). ZUS. Messer- schmied, m., mhd. mezzersmit m.

Messing, n.(-s, Pl.-e): aus Kupfer und Zänk gemischtes Metall. Mhd. messinc m., auch missinc, meschinc, möschinc, mnd. missink; dazu ags. mœs(t)ling n., anord. messing, mas- sing, mer'sing f., schwed. mãssing, dän. messing. Nach Weigand mittels-inc von glbd. mhd. messe n.(älternhd. u. noch schwäb.-schweiz. Meß, Möß, Mösch), neben mhd. messe, mässe f. « Metallklumpen, bestimmtes Maß an Metall), aus lat. massa f.=(Metall)klumpen»(s. Masse). Doch wird dies jetzt bestritten. Eher wird M. auf den Namen der Mossynoiten zurückgehen, eines Volkes am Schwarzen Meer, das nach (Pseudo-) Aristoteles zuerst M. durch Zusam- menschmelzen von Kupfer mit Zinkerz her- stellte. Aus dem Germ. stammen poln. mosie, tschech. mosaz«Messingy. Vgl. Idg. Forsch. 17, 31. 4BL. messingen, adj., spätmhd. im 15. Jh. messing(en), neben mhd.(von messe n. abgeleiteten) messin, mössin, möschin. mes- singisch, adj.: aus Messing(Mischmetall) bestehend, 1482 im Voc. theut. v 2 b; dann bildl. von der Sprache, nd. u. hd. gemischt(ndd. missingsch), z. B. messingisch reden, 1777 bei Adelung. Es liegt kein Grund vor, an eine Umgestaltung aus meißnisch zu denken, wie Scheffler ZADSV. 1906, 45 annimmt.

Meßkette, s. messen.

Meßner, m.(-s, Pl. wie Sg.): Kirchen- diener, Küster. Mhd. mes(se)ncxære, mesner, ahd. mesinãri m., im 14. Jh. im Voc. opt. S. 36 b, 52 mensner m. Nicht von ²2 Messe, sondern aus mlat. mesenarius, üblicher mansionarius m. « Tärhüter des Tempels, der Kirche», von lat. mansio f.«das Bleiben, Wohnung, Haus».

Meßopfer, s.*Messe.

Meste, f.(Pl.-n): Malter haltendes Fruchtmaß; Gefäß od. Kastenzu Salz, Mehlusw. Mitteldeutsch. In der 1. Bed. 1327 im Breslauer Urkundenbuch hgb. v. Korn 1, 122, 26, in der Bed. Salzgefäß als Maß des Salzmannesim 14.Jh. Mit dem im Md. öfter vorkommenden s für 3 statt mezte von ahd. megzan«messen»(s. d.).

Mestize, m.(-/, Pl.-n): in Amerika Misch-

ling aus Weißen und Indianern. Bei Goethe 41, 1, 217, an Schiller 4, 182. Aus span. mestizo m. «Kind von Eltern verschiedner Rasses, urspr. auch verschiednen Standes, von mlat. mäiæti- cius, lat. miætus«vermischt.

Met, m.(els, Pl.-e): ausgegorner Honig- trank. Noch bayr., ostpreuß. 1678 bei Krämer Meeth, 1642 bei Duez Meth, bei A. Gryphius 1, 635 Methe, 1588 bei Tabernämontanus Meth, 1537 bei Dasypodius Mätt, mhd. met(e), md. me(d)de, ahd. metu, meto, medo, mito m.; dazu mund.-ndl.-afries. mede, ndl. mee, ags. medla, meodu, engl. mead, anord. mjödy m.(Gen. mꝗadar, Dat. midi), dän. schwed. mjõd n.«Mety. Urverw. mit abg. medä m. Honig, Wein, lit. medils m.«Honig»(lit. midas«Met» wohl aus dem Got. entlehnt), gr. uéOu n. cberauschendes Getränk, Weiny, altir. med«Mets, awest. madavu- n. Beerenwein?, aind. mädha n.«Honig, be- rauschender Honigtrank». Aus dem Germ. spätlat. medas m., woraus afrz. mies, miez«Meto.

Metäll, n.(*S, Pl.-e): von Gestein und Erde geschiedner schmelz- u. dehnbarer Körper. 1482 im Voc. theut. v 3a metall n.«Erz», mhd. 1314 metalle n., auch f.(Frauenlob 30, 33, 3); dazu 1477 clev. metail. Aus gr. lat. metallum, gr. uércXov n. urspr.«Grube, Stollen in der Erde⸗, dann das darin Gefundne», endlich &Erz, Metally. 4BL. metällen, adj., im 15. Jh. mrhein. metaeln(Diefenb. gl. 359b), 1639 bei Micrälius Pommern 1, 254 u. 1678 bei Krämer metallin. metällisch, adj., 1531 bei S. Franck Chron. 376a, nach glbd. gr.-lat. metallicus, gr. Heraiöc.

Metamorphöse, f.(Pl.): Um-, Ver- wandlung in eine andre Gestalt(Goethe 3, 89).

1703 bei Wächtler Metamorphosis, aus glbd.

gr. ueraupqucicf., 2gs. aus uerd, eig.«zwischen', in Zss. oft eine Veränderung ausdrückend, und uopgeiv ægestaltens, von uopoi f. Gestalt, Form». 48L. metamorphosieren, v. (Goethe Nat. S. 6, 92).

Metãpher, f.(Pl.-n): uneigentllicher, bild- licher Ausdruck, z. B.«Sohn des Waldes» für Jäger,«die Rosen der Wangen» für die Röte derselben. Bei Goethe 8, 73. Aus glbd. gr.-lat. metaphora, gr. ueraqopd f. eig.«das Weg-, Anderswohin-, Übertragen», von leroqépeiv v., einer Zs. von uerâ(S. Metamorphose) u. Pépetv ctragen». metaphörisch, adj.: uneigentlich, bildlich, durch die Blume(d. h. Anspielung) in der Rede verdeckt. Nach gr. ueroqopuòc cübertragen», dann«uneigentlicho.

Metaphysik, f.: Wissenschaft von den