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Lexikon 60
got. Rliuma m. Gehör», hliuß n. zuhören, Aufmerksamkeit, Stilley», anord. Aljömr m. «Laut, Tony, hljöd n.«Gehör, Tony. Urverw. mit lat. claére cheißen?, gr.«Xbewv chören», Xéoc n.«Ruhm), air. clanim chörey, cli Ruhmꝰ, cloth«berühmt», abg. slati ge- nannt werden, berühmt seinꝰ, 6louo n.«Wortꝰ, slavd f. Ruhmꝰ, aind. grömatam m. cguter Ruf, Berühmtheit»(genau= L.) von grävas n. «Ruhmy. Die Silbe-munt entspricht lat. mentzum, gr.-u(Gen.-uœεroc). S. verleumden.
Leute, Pl.: Personen aus dem Volke, bes. dem gewöhnlichen. Mhd. liute, ahd. läati, asächs. liudi, afries. liode, liude, ags. léode, anord. Mdir«Leutey, Plur.«Leutey, von mhd.- ahd. Iiut m. n.«Volk», auch ceinzelner Mensch» (daher noch obd. Leut n.«einzelne Person), md. Iãt m. n., and. lid m., afries. liod, ags. léod f.«Volk» und léod m. Mann, Fürsty,
Versammlungy. Verw.(oder entl.) ist abg. Hudu m.«Volk», Pl. judije«Leute», lett. Iau³ dis, Pl.«Menschen». Nach Schrader RL. 808 zu gr. eEkebGepoc«freiy oder mit der urspr. Bed.«Masse der Erwachsenen, herangewach- senes Geschlechty, zu ahd. liotan(in arliotan chervorsprießen»), asächs. liodan, mnd. loden, ags. léodan, got. liudan«wachsen, sprossen), wozu auch got. daußs«gewachsen, großy (Gen.-dis) in samalaups«gleich großy, jugga- laups m.«Jüngling» gehört. Weiter dazu gr. eEuG-«kommen» in exeucououν, uov. ZUS. leutescheu, adj.: scheu vor den Leuten, 1691 bei Stieler leutschen. Leutpriester, m. Welt- priester, Pfarrer, im Gegensatz zum Ordens- geistlichen, mhd. liutpriester m. leutselig, adj.: dem Volke, bes. Niedern freundlich zu- geneigt u. wohlgefällig, mhd. litsœlec(s. selig); davon Leutseligkeit, f., mhd. liutsœlecheit f. Leutspiel, n.(wetterau. f.): Volksmenge, 1776 bei Hahn Aufruhr zu Pisa 132, s. Spiel.
Leutgeb, m.(-en, Pl.-en): Schenkwirt. Obd. Mhd. Itgebe m., spätmhd.(öst.) leutgebe, zgs. aus mhd. lit m.«Obstwein»(s. Leikauuf) u. mhd. gebe(in Zss.), ahd. gebo m. Geber'.
Leutnant, m.(-S, Pl.-S,-e): Unterster Offizier als«Stellvertreter des Hauptmanns» 1522 bei Murner luth. Narr 2113 lietenant, 1536 bei Liliencron 4, 149 b leutinande, 4, 557 b vom J. 1552 leutenampt, 1546 bei Schertlin Briefe 91 leuttenant, 1556 bei Frisius 761 b lutenant, schweiz. Lütenant(1545 Lütinampt), aus frz. eutenant m. Stellvertreter», von frz. lieu m.«Platz, Stelley und tenant chaltendy,
dem Part. Präs. von tenir chalteny. Dafür im 16. Jh. auch Locotenent(Liliencron 3, 430 b von 1525), von lat. locus m.«Platz, Stelles und tenens, Part. Präs. von tenére chalten).
Levänte, f.(ohne Pl.): das Morgenland, besonders die asiatische Türkei. 1703 im Zeit-Lex.«als allgemein gebrauchtes Wort». Von Venedig ausgehend. Eig. Ostgegend, im 15. Jh. bei Wolkenstein 17, 20 levant f.«Ost- windy. Aus ital. levante f. Osten, Morgenland, Ostwind, eig.«Sonnenaufgang», subst. ge- brauchtes Part. Präs. von ital. levare c«heben, erheben)y, refl. levarsi«sich erheben, aufgehen? (von der Sonne). 43L. Levantiner, m:: Morgenländer. leväntisch, adj.: morgen- lündisch, 1716 bei Ludwig.
Levit, m.(-en, Pl.-en): Priestergehilfe; in der Kirche des Mittelalters Vorleser des
Evangeliums(1506 bei S. Brant 202 b Z.). anord. Mdr, jödr m. Volko, norw. Igd«Leute,
1487 bei Brack e 6 b levit«Mann vom Stamme Levi», aus gr. lat. lévĩta, gr. Xeuirnc m.«einer vom Stamme Levi»(hebr. LéꝛG*), dem heiligen Priesterstamme der Hebräer. RA. Einem die Leviten lesen«lange Verweise erteilen, eine Strafpredigt halten», im 15. Jh. bei Mone Schausp. 2, 280, 2362 die leviten lesen, 1449 in der Mayhinger Hdschr. von des Teufels Netz 10476 ain leviten lesen, im 17. u. 18. Jh. häufig Einem den Leviten lesen(Duez 1664), urspr. wohl«das Gesetz lesend vorhalten), mit Anspielung darauf, daß die Leviten alle sieben Jahre das Gesetz vorlesen mußten (5. Mos. 31, 9— 11); Leviten ist vielleicht Kürzung aus Leviticus, mlat. Benennung des 3. Buches Mosis, das die Verordnung für die Priester und Leviten enthält.
Levköjie, öst. Levkéje, f.(Pl.-n): die Pflanze matthiola, Stockveil. Zu Anfang des 18. Jh.(Günther 218 Leugoyen), aus glbd. ital. Teucoſo m., von gr. Jat. leucoion n., gr. Xeuxétov n. das weiße Veilcheny, z88. aus gr. Xeuköc«licht, weißy und iov n.«Veilchen.
Lex, s. Lelction.
Lexikon, n.(-S, Pl.-S, Lexika): Wörter- buch. Im 17. Jh. Aus glbd. gr. XeEixév. n. (zu ergänzen Bißkiov n.«Buch»), dem sub- stantivierten N. des von gr. Xctic f.«Rede, Wort» abgeleiteten Adj. Xekiwéc«ein Wort betreffendy. Davon lexikälisch, adj.: zum Wörterbuche gebörig, wörterbuchartig, 1801 bei Campe, aus neulat. lexicalis adj. ZUS. Lexikogrãph, m.(-en, Pl.-en): Verfasser eines Wörterbuches, 1791 bei Roth, aus gr. XEEKO†ο adj.«ein Wörterbuch schreibend',


