3 Lach
Lack 4
adj., im 16. Jh.(bei Paracelsus, Fischart Garg. 151), aus spätlat. labyrinthicus.
Lach, m.: einzelner Lachton(Goethe 39, 54). Mhd. lach m., noch wetterau. Lach, Pl. Läch, schweiz. Lach m., els. Lach f.«Gelächtery. Von lachen(s. d.).
1Lache, f.(Pl.„n): ein in einen Baum gehaunes Merkzeichen, Einschnitt in Nadel- holz zum Harzausfluß. Mhd. läche, lächene f., ahd. and. Iãh, m., latinisiert lachus m. Ein- schnitt in den Grenzbaum oder Grenastein, Grenzzeichen). 4BL. lachen, v.:(einen Waldbaum) durch einen Einschnitt oder ein- gehaunes Merkmal bezeichnen, mhd. lächenen, 1165 lächén(de Lang Regesta 1, 252)«mit Kerben als Grenzzeichen versehen). 08. Lachbaum, auch Lochbaum m.: Grenzbaum mit Merkzeichen, mhd. läch(en)-, lo(i)chboum, ahd. lähboum m.(Grimm Rechtsalt. 545). Lachstein, m.: Grenzstein, Wegestein, 1777 bei Adelung, spätmhd. läken-, lochstein.
2Lache, f.(Pl.-/): Pfütze, Tümpel. Mhd. lache, ahd. lacha f.«sumpf, Pfütze, Kotwasserꝰ, aber auch ahd. laccha(in cruntlaccha f. «Quellen), bayr. im 15.— 16. Jh. lake(ZfdA. 14, 171), jetzt Lacken f., 1562 bei Mathesius Sarepta 196 b Lake f., noch bei Krämer 1678, Rädlein 1711 Lacke f. neben Lache, dazu andd. in Ortsnamen laca, mnd. laxe f.«seichte Stelle, Sumpfy, ags. laku f.«Pfuhly, engl. lake Landsee, Pfützey. Als Mask. 1561 bei Maaler Kaatlach und vielleicht schon ahd. lach m. Unsicher bleibt, ob L. aus lat. lacus m.«der See,(Quell-) Wasser, Röhrtrog, Bassin, Wanney (ähnlich wie Weiher aus lat. vivdrium) entl. ist, womit sich ein germ. Stamm vermischt hätte(ags. lagu, lago m.«See, Wassers). Eher zu leck, lecken(s. d.). Entl. abg. 1oxeν f. Laches.
3Lache, f.: das Lachen(Klopstock öfter, Wieland, Voß), jetzt nur noch in eine L. aufschlagen, mhd. lache f. Von lachen, v.: Freude worüber in gewissen Gesichts- muskeln und schnell aufeinander folgenden, kurz abgebrochnen, stoßartigen Ausatmungen kundgeben. Schwachb. mhd. lachen, ahd. lachén, afries. hlakxia, abgel. von glbd. starkem ahd. (HMlahhan(Prät. hlôc), asächs. hlahan(Prat. Nlog, Part. hlagan), mudl. lachen(Prät. loech, noch nndl. Part. Prät. gelachen), got. hlahjan (Prät. RIOh), ags. hlehhan, hlihhan(Prät. hloh), engl. laugh, anord. hlcja(Prät. hlö), schwed. le(Prät. log), dän. le(Prät. loe). Urverw. mit gr. x«diccetv aus lökj-«glucken». ABL. lächeln, v., mhd. lecheln(hinterlistig freund-
lich sein), wovon mhd. lechelœre, lechler m. Lächler). Lacher, m., 1556 bei Frisius 11622. lächerig, adj.: zum Lachen gestimmt oder geneigt(1561 bei Maaler); zum Lachen rei- zend, lächerlich(1. 1537 bei Dasypodius, leche- rich bei Luther 6, 82 W.). lächerlich, adj., mhd. lecherlich«lüchelnd, zum Lachen rei- zend». lächern, v. impers., 1777 bei Adelung.
Lachgas, n.: Stickstoffoxydulgas, zum Betäuben verwendet. Im 19. Jh.
1Lachs, m.(Gen.-Ses, Pl.-se), Name des Salmes in gewissen Entwicklungsstadien oder in geräuchertem Zustande; bildl. für Geld(md., bei Bürger 426.) In eig. Bed. mhd.-ahd. Iahs m.(Pl. mhd. lehse); dazu and. lahs, mnd. lass, ags. leaæ, anord.-schwed.-dän. lax m. Urverw. mit lit. lãsis, lasisd, apreuß. lasasso, lett. lasis«Lachs, lasens Lachs- forelle, russ. 108687 m. Lachsforelle, tschech. losos, poln. 1⁰0806 m. Lachsy. ZUS. Lachs- forelle, f. der Fisch salmo trutta, im 16. Jh. Lachsforel(bei Gesner de pisc. 147).
*Lachs, m.(Gen.-es), ein feiner Dan- ziger Branntwein. 1747 in Dethardings Ubers. von Holbergs politischem Kanngießer S. 66, bei Lessing 1, 511. Der Name von der Dan- ziger Branntweinfabrik zum Lachs.
Lachstein, s. 1Lache.
Lachtaube, f.: Taube mit Lachtönen, die ostindische Turteltaube(1734 bei Stein- bach); gern lachendes Mädchen.
Lachter, f.(Pl.-n), auch n.(-s, Pl. wie Sg.): die Klafter, bes. im Bergbau, eig. das Maß der ausgespannten Arme. Mhd. lachter f., im Bergbau schon im 14. Jh. la(c)hter, nd. ndl. lachter f., aber obd. Lafter f., mhd. lãfter f. n., im 12. Jh. läftere f. Nicht zu Klafter. L. könnte zu gr. NXaußdvetv(Stamm Xaß)«nehmen, erfasseny, aind. Iäbhaté«faßt» gehören.
1 Lack, m.(-els, Pl.-e): ostind. Harz- saft zum Firnissen; aufgetragner glänzender Firnis; Siegellack(1663 bei Schottel Lack, Lakk n., 1678 bei Krämer Siegellach m.). In 1. Bed. 1534 bei Franck Weltb. 220 2 Lacca f., 1741 bei Frisch Lack f. u. n., 1678 bei Krämer Lack m.; dazu ndl. lak n. Gummi-, Siegellack», 1599 bei Kilian lacke carabischer Harzsafty. Aus glbd. ital. lacca, span.-port. laca, frz. laque f., mlat. im 14. Jh. lacca f. Lackschildlaus sowie der von ihr herrührende purpurne(fleischfarbne) Harzsaft», aus glbd. pers. lack, aind. Iãkad f., prakrit lackh.
2 Lack, m.(-els, Pl.-e): die gelbe Viole, Goldlack, cheiranthus cheiri. Im 18. Jh.(1727


