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dazu ahd. spildan«vergeuden, verschwenden», ags. spildan, spillan und anord. schwed. spilla, dän. spilde«verderben, zugrunde richten?, asächs. spildian«töten», nd. und ndl. spillen «verschwenden», verwandt mit Spalten(s. d.). Wahrscheinlich dachte man bei der Schreibung kostspielig an Kostenspiel(Menge der Kosten in ihrem Belaufe), vgl. Geldspiel n. in der Bed.«Geldmenge» bei Goethe, 8, 77.
Kostüm, n.(-Lels, Pl.-e): Kleidertracht nach Zeit und Brauch. Im 18. Jh.(Costume bei Lessing 7, 190, Herder 1, 279) aus gleichbed. franz. costume m. und dies von ital. costume m. Gewohnheit, Sittey(daher auch mnd. Xostüum m. Gewohnheit», 1782 bei J. G. Müller Siegfr. v. Lindenb. 3, 41 Kustühm), aus lat. consué- küdo f. Gewohnheitꝰ.
1Kot, m.([els): ekelhafte Unreinigkeit. In Luthers Bibel Kot statt des oberd., noch im 17. Jh. vorkommenden Kat m., älternhd. auch n., mhd. quãt, kãt, guöt, im 15. Jh. kõt n., ahd. guũt(in quãtgazʒa f.«Kotgassen, codex Laures- ham. 2, 346, 1976 vom J. 776); dazu ndrhein. um 1200 quait n., mnd. guãt n., ags. czwead n., vielleicht urverw. mit aind. gãtha- m. n.«Ex- kremente», aw. gãtha- n.«Kot, Schmutz», und mit mnd. und ndrhein. Adj. guãt, mndl. gudet cböse, schlechts, nndl. kraad«böse, häßlichy, afries. quad, qiwad«böse». Nach Brugmann Idg. Forsch. 5, 375 gehören diese zu lit. géda f. «Schande, Unehre», apreuß. gidan«Schamꝰ, poln. Zadny chäßlich, garstig», russ. gadit«be- schmutzen», so daß man die Verbindung mit den arischen Wörtern aufgeben müßte. 4 L. kotig, adj., spätmhd. quãtig, quõtig, kõtig, md. quädig, im 15.—17. Jh. obd. katig, bei Luther Hiob 7, 5 kötticht, 1540 bei Alberus kõticht. ZUS. Kothahn, m.: Wiedehopf (1510 in der Hagenauer Gemma i 1d kathan), weil er nach dem Volksglauben sein Nest mit Kot verdichtet und sich von Kot nährt.
2Kot, n.(Jels, Pl.-e), Kote, f.(Pl.-n), auch Kotten, m.(-s): kleines schlechtes Haus; Wohnhütte, kleines Bauernhaus. Bei nordd. Schriftstellern. Mnd. kote, kate m. f., md. kote(schon im 12. Jh.), kot m., spätmd. 1424 kot n., 1562 bei Mathesius Sar. 1782 Köt n. (vgl. Salakote); dazu ndl. kol n., ags. cot n. und cote, cyte f., engl. cot, anord. kot n. und Kytja f. (in hüskytja), norw. kot«kleines Haus», dän. kod«schlechte Hütte». Dazu mit Ablaut norw. (dial.) köyta«Waldhütte von Zweigen», nhd. Kötze(s. d.). Aus dem von kot abgeleiteten engl. cottage stammt franz. oottage«Landhauss.
Ebenso ist abg. kotic m.«Kammer» entlehnt. 4BL. Köter, m.(-S, Pl. wie Sg.): Inhaber oder Bewohner einer Kote, Kossat(s. d.), Kleinbauer, mnd. Koter und koterer, westfäl. im 14. Jh. kotter, gegen 1500 kötter, md. 1455 koder; Nebenform Kötner, hess. 1560 kodener, 1600 ködener, ditmarsisch 1546 Kôötener.
Kotau, m.(—*p, Pl. wie Sg.): aus dem Chines. koõöu-tou«Verbeugung des Untergebnen vor dem Höhergestellten». Jetzt bei uns-⸗Demütigung, Unterwerfungo. In der neusten Zeit Schlagwort.
1Köte, f.(Pl.-n): unterstes Gelenk am Pferdefuße. Mnd. kole, kute, 1501 im Leipziger Voc. opt. C 4 b kote«Knöchel», in den Fast- nachtsp. des 15. Jh. 459, 16 kœte, 1562 bei Mathesius Sar. 80 b Köthe; dazu mnd. kote, kute Huf, Klaue, Knöchel, Würfel», ndl im 16. Jh. kote, ndl. koot f., afries. kate f.«Knõchel, Ge- lenkknocheny. Weil man aus Knochen Würfel schnitt, schon mhd. kœte f.«Würfel», 1582 im Voc. theut. q 7 b u. 21² pickelkot«Würfel⸗ (auch bickel m. bedeutet«Knöchel, Würfels), 1470 md. pickelkutte.
„Köte, f.(Pl.-n): Schrank. In Obersachsen. Bei Gellert Lustsp. 346 Köthe, schon 1501 im Leipziger Voc. opt. Ee l² koete. Wohl das- selbe Wort wie Kote f.«Häuschen», s. 2Kot.
Kotelétte, f.(Pl.-n): auf dem Roste ge- bratnes Rippenstückchen. 1715 bei Amaranthes, aus glbd. franz. cõtelette f.«Rippchen», Dim. von franz. cõte f.«Rippe», aus glbd. lat. costa f.
Köter, m.(*, Pl. wiesg.): kleiner bissiger Hund, Dorfhund. In Norddeutschland. Mnd. koterhunt, 1566 hess. kotter, bei Rollenhagen Froschm.(1598) 3, 3, 12, 30 baurköter. Nieder- deutsche Dialekte weisen auf altes*õt-, so daß das Wort nichts mit 2 Kot zu tun hat. Die Wurzel kaut(vgl. rheinfrk. kauzen, gauzen cbellen, kläffeny, norw. Kyte, dän. Kyde«prah- len») vielleicht zu gr. fodw cklagen». Vgl. Feist Btr. 40, 402.
2Köter, Kötner, s.*Kot.
Kotze, f.(Pl.-n): grobes Kleid, grobe zottige Wolldecke, sehr grobes Oberkleid; grobes Wollentuch. Obd. Kotzen m.(⁸s und wie Nom.), mit schwacher Flexion bei Bren- tano Goldfaden 284. Mhd. kotze m., ahd. chozzo und starkbiegend choz m., chozza- f.«grober wollner Mantel, grobes zottiges Wollenzeug, grobe wollne Decke», asächs. cot m.«wollner Mantel, wollner Rock». Daneben mhd. kütze f. Oberkleid», ahd. chuzi f.(in umbichuz? f.«Ober- gewand als Umwurf»). Fick Bezz Btr. 6, 211 hat es zu gr. Beodoc n.«kostbares Kleid» gestellt.


