1107 Konfession
König 1108
274 conferieren in der 1. Bed.), aus gleich- bed. franz. conférer, von lat. conferre«mit- teilen, zuwenden.
Konfessiön, f.(Pl.-en): Bekenntnis(mhd. confession f.); Religions-, Glaubensbekenntnis (nach der confessio Augustana von 1530, bei Rot 1571 Confession), aus lat. confessio f.«Be- kenntnis», von confitéri«bekennen».
konfirmieren, v.: rechtskräftig bestä- tigen(mhd. im 13. Jh. confirmiren Germania 28, 363); zur Bestätigung des Taufbundes ein- segnen(1534 bei Franck Weltb. 127 b con- firmieren), aus lat. confirmãre æfestmachen, bestätigen». Konfirmãnd, m.(-en, Pl.-en): der als Mitglied der christlichen Kirche be- stätigt und eingesegnet werden soll, aus lat. confirmandus, dem Part. Perf. Pass. von con- firmãre. Konfirmatiõn, f.(Pl.-en): rechts- kräftige Bestätigung(1487 im Stadtrecht von Gera Einleit. confirmacion); Investitur(im 15. Jh. confirmaz f.); Einsegnung zur Be- stätigung des Taufbundes(1534 bei Franck Weltbuch 127 b Confirmation); aus lat. con- firmãtio f.«Befestigung, Bestätigungs.
konfiszieren, v.: gerichtlich einziehen. 1507 bei Janssen Reichscorr. 2, 738 confisciren, aus lat. confiscãre«für die kaiserliche Schatz- kammer(lat. fiscus m.) einziehen». Kon- fiskatiön, f.: Verfallserklärung, aus lat. con- ſiscãtio f.«vermögenseinziehung». Im 17. Jh.
Konfitüren, Pl.: Eingemachtes; Zucker- gebäck. Aus gleichbed. franz. confiture f., das auf lat. confectãra f. von conficere(s. Konfelt) zurückgeht. 1711 bei Rädlein.
Konflikt, m.(„els, Pl.-e): feindlicher Zu- sammenstoß. Im 18. Jh., aus gleichbed. lat. conflictus m., von confligere cfeindlich zu- sammenstoßeny.
Konföderatiön, f.(Pl.-en): Verbindung (im 17. Jh.). konföderieren, v.: verbünden, im 17. Jh.(bei Nehring) aus lat. confoederäre «durch Bündnis vereinigen», davon(um 400 n. Chr.) lat. confoederdtio f.«Bündunis).
konförm, adj.: gleichförmig, überein- stimmend. Im 17. Jh.(bei Nehring conforn), aus glbd. späterlat. conformis, von lat. forma f. & Formꝰ.
konfrontieren, v.: zum Verhöre Stirne gegen Stirne, d. h. gegenüberstellen, 1616 bei Henisch coufrontiren, aus mlat. confrontare, von lat. frons f.«Stirney. Konfrontatiön, f., mlat. confrontatio f. 1728 bei Sperander.
konfüs, adj.: verwirrt, im 16. Jh. in der Zimm. Chron. ² 1, 529, 23 confus, aus glbd.
lat. confasus, Part. Perf. Pass. von confandere czusammengießen, verwirreny. Konfusiön, f. (Pl.-en): Verwirrung, Durcheinander. 1571 bei Rot Confusion, aus glbd. lat. confãsio f. Kongréß, m.(Gen.-sses, Pl. sse): Zu- sammenkunft von Abgeordneten in Staats- angelegenheiten. 1703 im Zeit.-Lex. Congreß, aus lat. congressus m. Zusammenkunft». König, m.(-S, Pl.-e): Fürst der höchsten Würde nach dem Kaiser. Bei Luther Konig, König, md. im 15. Jh. Konig mhd. kinec, ahd. kuning,(mit Auswerfung des Nasals wie in Ho- nig, Pfennig, verteidigen) kunig m.; dazu asächs. cuning, mnd. onink, mndl. coninc, afries. kining, ags. cyning, cyng, engl. king, anord. Konungr, kõngr m., schwed. konung, kung, dän. Konge (got. dafür iuddans m.). Mittels der Ableitungs- silbe-ing von got. Kuni, ahd. cunni, mhd. Künne, asächs. cannt, ags. cyn, anord. kyn n. Ge- schlechty(s. Kind), also eig.«Mann von edlem Geschlecht». Doch scheint neben ahd. chuning, ags. Cyning ein aus ahd. chuniriche, ags. cynerlce n.(Königreich), cgmecyn n.(Königsgeschlecht), cynelie(königlich) sich ergebendes ahd. chani, ags. Cyne«König» vorhanden gewesen zu sein, von dem jene alten Formen für König abge- leitet sein könnten, bekräftigt durch die Ab- leitung des anord. kKonungr von konr m.«Mann vornehmer Abkunfts, demnach eig.«Sohn eines Mannes von edlem Geschlecht. Nach Tacitus Germania 7 wählten die Germanen die Könige nach edler Geburt. Mit einem unmittelbar dahinterstehenden Eigennamen bleibt König, das man mit diesem als eins ansieht, unver- ändert und wird nur jener Name dekliniert, 2z. B. mhd. Kiünec Artêses hof, nhd. König Fried- richs Macht; hat aber K. den bestimmten Artikel vor sich, so bog mhd. nur der Name, 2z. B. des künic Guntheres man, oder auch zugleich Künec, z. B. von des küneges Sige- bandes wibe(Gudrun 156, 4), doch biegt heute nur König, z. B. des Königs Karl. Mit einem Beinamen dekliniert man z. B. König Fried- richs des Großen, aber des Königs Fyriedyich des Großen. 48L. Königin, f.(Pl.-nen), bei Luther Königin, mhd. küniginne, Küne- ginne und kunigin, Künegin, md. Kuniginne, ahd. Kunninginna und kunningin, mnd.-mndl. koninghinne f. königisch, adj., bei Luther und Goethe, ahd. chuningisc, jetzt veraltet. königlich, adj., mhd. Küniclich, küneclich, ahd. Kaninglih, kuniglih, anord. Komungligr, engl. kingly, aber ags. cynelic. Königtum, n., 1691 bei Stieler verzeichnet als frühres,


