Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
1105-1106
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1105 Komplott

Konferenz 1106

Komplött, n.(-Lels, Pl.-e): geheime Ver- bindung zu Schlimmem; Meuterei. Im 17. Jh. (1686 bei Liebe) aus dem in seinem Ursprung dunklen franz. complot m.«heimlicher böser Anschlag unter Mehrern»(in der ersten Hälfte des 16. Jh. Verabredung, Ubereinkunft»).

Davon komplottieren, v., im 17. Jh. aus franz. comploter.

komponieren, v. eine Tondichtungschöp- ferisch zusammensetzen. 1571 bei Rot com- ponirn, aus lat. compõnére«zusammensetzen. Komponist, m.(en, Pl.-en): Tonsetzer, bei Luther Briefe 4, 586 und bei Rot 1571 Componist. Kompositiõn, f.(Pl.-en): Zu- sammensetzung(um 1522 bei Ickelsamer 32 Composition der Wörter); Metall- oder Erd- mischung(LZimm.-Chron. ² 4, 139, 8); Ton- dichtung(1571 bei Rot). Aus lat. compositio f. Zusammensetzung.

Kompöst, m.(-els, Pl.-e): gemengte Düngererde. Neures Lehnwort der Gärtner und Winzer aus gleichbed. franz. compost m., mlat. compostum n.«Dünger», von lat. coyl- positum ᷣzusammengesetztes»(s. Kompott).

Kompött, n.(Jels, Pl.-e): eingemachtes gedämpftes Obst, bei Campe 1801, aus gleich- bed. franz. compote f., ital. composta f., aus lat. composita, dem Fem. des Part. Perf. Pass. compositus von componére«usammen- setzen». Dafür im 16. bis 18. Jh. Compost m. (1567 bei Junius 111², Schlehenkompost 1575 bei Fischart Garg. 210).

kompréß, adj.: zusammengedrängt, enge. Im 17. Jh., aus lat. compressus«knapp, enge, dem Part. Perf. Pass. von comprimére zu- sammendrücken, pressen». Davon Kom- présse, f.(Pl.-n): Umschlag um eine Wunde, Beule und ähnliches. 1813 bei Campe.

Kompromſß, m. und n.(Gen.-Sses, Pl. -sse): gegenseitige Übereinkunft, besonders streitiger Personen; Urteil, dem sie sich unter- werfom. Im 15. Jh. compromiss n.(Oheim 154, 13), aus lat. compröomissum n.«gegen-¹ seitiges Versprechen», dem substantivischen Neutr. von compröomissus, Part. Perf. Pass. von compromittére(s. d. folg.).

kompromittieren, v.:(dem Schimpfe) bloßstellen. Im 17. Jh. compromittiren(1694 bei Nehring), aus gleichbed. franz. compro- mettre, von lat. compromittére«gegenseitiges Versprechen geben».

Komtür, m.(-S, Pl.-e): Ordenspfründner; Vorgesetzter eines Ordenshauses oder Ordens- gebietes. Mhd. kommentiur, commendär, Kome-

Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl.

Begleiter, Schaffner. «Leitery,

dnr, kumtur m., aus afranz. ommendeor(nfranz. commandeur), von mlat. commendator m.«Be- fehlshaber eines geistlichen Ordensgebietes oder Ordensgutes», von lat. commendäre«emp- fehlen», im Mlat.«befehlen». Vgl. Kommende.

kondensieren, v.: eindämpfen, eindicken. Nach lat. condensãre«dicht machen, zusammen- pressen». 1791 bei Roth.

Konditiön, f.(Pl.-en): Bedingung; Zu- stand; Dienst. Im 16. Jh. Condition f.«Be- ding, Vorschlag)(1580 bei Schwartzenbach Syn. 14 ²),«Dienst, Stelles(bei Luther Briefe 5, 528), aus lat. conditio f. Bedingung, be- dangene Ubereinkunfty, von condére zu- sammmengebeno. 4B L. konditionieren, Vv in Diensten stehen. Im 17. Jh.

Konditor, m.(-s, Pl. wie Sg.): Zucker- bäcker. 1716 bei Ludwig Conditor, 1728 bei Sperander Conditer, aus lat. conditor m., von condire«durch Zutaten lecker machen, Früchte einlegen»(1616 bei Henisch Condit«Konfekt», ebenso mhd. condiment n. aus lat. condimentum n.). 4B L. Konditorei, f.: Zuckerbäckerei.

Kondolénz, f.: Beileidsbezeugung. Im 17. Jh.(bei Schuppius 617 Condolentz), aus gleichbed. ital. condolenza f. kondolieren, v.: sein Beileid bezeugen, 1694 bei Nehring condoliren, von lat. condolére«sehr leiden?, dann Mitleid, Beileid bezeugeny.

Kondor, m.(-S, Pl.-e): südamerikanischer Greifgeier. 1721 bei Jablonski, über span. condor m. aus peruanisch cuntur.

Kondottiére, m.(-s, Pl.-n und Kon- dottieri): Führer einer Söldnerbande. Aus gleichbed. ital. condottiere(14. Jh.), abgeleitet von ital. Part. Perf. Pass. condotto, lat. con- ductus, zu ital.-Jat. condücere«führen».

Konduktéur,(spr.-ör), m.(*s, Pl.-e): Aus franz. condlcteur von conduire«führeny». 1728 bei Sperander.

Konfékt, n.(-S, Pl.-e): Zuckergebacknes. Mhd. im 14. Jh. confect n., aus gleichbed. mlat. confectum n., urspr. Neutr. des Part. Perf. Pass. von conficèére«verfertigen». Konfektiön, f. (Pl.-en): Anfertigung von Kleidern usw. Aus gleichbed. franz. confection f., nlat. confectio f. Im 19. Jh. Davon Konfektiönsgeschäft, n.

Konferénz, f.(Pl.-en): Beratschlagung, 1678 bei Krämer Conferentz, aus mlat. con- ferentia f.«Unterredung», von lat. conferre zusammentragen, mitteilen». konferieren, v.: gemeinschaftlich beraten;(ein Amt) über- tragen. Früh im 16. Jh.(bei Fischart Garg.

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