Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
1089-1090
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1089 Kodak

Kohl 1090

Kodak, m.(-s, Pl.-s): photographischer Apparat. In neuerer Zeit aus dem Englischen, wo es als Schutzwort für photographische Artikel frei erfunden ist.

1Köder, m.(J, Pl. wie Sg.): in die Kappe des Schuhes oder Stiefels eingestochner schma- ler abgeschärfter Sohllederstreifen, um daran den Absatz zu befestigen. Um 1480 im Voc. inc. teut. 1 3 b koder, 1482 im Voc. theut. r 12 f. koder, Korder, guerde, im 15. Jh. köder, cörder, querder, guerdel, quirdel(Diefenbach gl. 324°, 433 b). Eine bildliche Anwendung des folgen- den Wortes, indem man den schmalen gebog- nen Sohllederstreifen einem«Regenwurme), dem gebräuchlichsten Köder, verglich, ähnlich wie im 16. und 17. Jh. Kerdel, Kärder m. die als Verzierung auf Kleider genähten schmalen (wurmförmigen) farbigen Tuchstreifen» und wie ahd. querdar m. Dochty.

Köder, m.(, Pl. wie Sg.): Lockspeise. Im 17. und selbst bis ins 18. Jh.(Steinbach 1734) Keder, wie spütnhd. keder n., im 13. Jh. vereinzelt köder, älternhd. Kerder, Querder, mhd. chorder, korder, Kkerder, querder u. querdel n. m., ahd. querdar m. Lockspeisey. Herkunft unklar. Kaum zu gr. dexheap n., äol. BAüp Köder. Vgl. Zupitza 86. 4B L. ködern, v., 1691 bei Stieler ködern, 1618 bei Schönsleder ankedern, im 16. Jh. guerdeln, spätmhd. kedern.

Kodex, m.(Pl. Kodize u. Kodizes): alte Handschrift; Gesetzbuch. Lat. cõdeæ m.«Baum- stammp, dann«Buch»(urspr. aus beschriebnen Holztafeln). Kodizill, n.: Testamentsan- hang; testamentartige letztwillige Verfügung. Aus lat. cödicillus m.«Handschreiben, Testa- mentsanhangy, dem Dim. von lat. cõdex. In der Rhetorik(15. Jh.), bei Henisch 1616 verzeichnet.

Kofen, s. Koben.

Kofent, m., auch seltener n.(-Lels, Pl.-e): Halb-, Dünnbier. Eingebürgert mit Betonung auf der ersten Silbe, aber noch bei Rachel Sat. 2, 101. 4, 125 und in nordd. Mundarten auf der zweiten betont. Spätmhd. im 14. und 15. Jh. covent, cofent, eig.«Konventsbierꝰ, wie es die Klosterbrüder tranken, zum Unterschied von dem stärkern Biere der Obern in den Klöstern. Aus mlat. coventus(daher franz. couvent m.), conventus m.«Kloster, Stift, urspr. «eusammenkunfty(s. Konven).

Koffer, m., auch n.(s, Pl. wie Sg.): mit einem gewölbten Deckel versehener verschließ- und tragbarer kastenartiger(Reise-) Behälter. 1691 bei Stieler Koffer, Kuffer, 1577 bei Junius 1842 Koffer, hochd. im 16. Jh. auch Kopfer

Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Aufl.

(noch bayr.-kärnt. kupfer n.), 1561 bei Maaler Koffran, 1541 bei Frisius(arca) koffren; dazu 1477 clev. cofferen, ndrhein. im 14. Jh. coffer, cuffer, mndl. koffer m. Noch im 18. Jh. coffre. Entlehnt aus afranz.-prov. cofre, nfranz. coffre m. Kiste, Kasten» m., diese nebst ital. cofano m. Kiste, Korby und span. cuebano m. Korby aus gr. Jat. cophinus, gr. kptvoc m.«Korb».

Kog, m.(-els, Pl. Köge): eingedeichtes, der See abgewonnenes Land. In Dithmarschen, im 15. und 16. Jh. Köch m.(Schiller-Lübben 2, 509), 1755 bei Richey Koog, mndl. cooch, entlehnt dän. Kog. Unerklärt.

Kogel, f.(Pl.-n), auch n.(, Pl. wie Sg.): Kapuze an einem Rock oder Mantel, die über den Kopf gezogen werden kann; Mantel mit

einer solchen Kapuze; über den Kopf hüngende

hohe Frauenmütze; Bergkuppe. Auch Kugel, Gugel. Mhd. gugele, gugel, kugel, kogel f., seit der zweiten Hälfte des 14. Jh. auch von der Frauenmütze, ahd. cucula, cugala, cugela f., entlehnt aus mlat. cuculla f., lat. cucullus m. Kapuze, Kopfhülley. Vgl. Gugelhopf.

Kogge, f.(Pl.-n): breites, hinten und vorn rundliches Schiff. Die niederdeutsche Form für hd. Kocke, mhd. kocke m., vereinzelt kucke, koche, gocke, spätahd. kocho m., md. und mnd. kogge m., Anfang des 15. Jh. bei Schiltberger 159 kock f.; dazu ndl. 1598 bei Kilian kogghe, Koghschip, anord. kuggr, isländ. Kuggi m.«klei- nes Fahrzeug», mengl. cogge, engl. cog, cock Beischiffy. Aus afranz. coque, nfranz. choque, coche m.«Schiffy, span. coca, ital. cocca f. ckleines Wasserfahrzeugy. Dazu kymr. cavh Nachen, Kahn).

Kognak, m.(-s, Pl.-e und-s): Franz- branntwein, nach der französisch. Stadt Cognac benannt. Im 19. Jh. entlehnt.

1Kohl, m.(-s, Pl.-e), die Pflanzenart brassica. Mhd. köl(Pl.-e), auch kol, ahd. cο* m. Daneben älternhd. Köl, Köhl(noch mundart- lich), mhâ. Kœle, Kœl, auch kol, ahd.-and. kõlim.; ferner ahd. chõölo, mhd. Köle m. und ahd. chõla f. Der Name ist mit der Pflanze aus dem Süden überkommen, lat. caulis, cölis m., gr. kauxc m. «Stengel, besond.«Kohlstengel, dann«Kohb; woher auch ags. cawwel, cazol m., engl. cole, anord. kãl n., schwed. kdl, dän. Kaal, ebenso afranz. chol, nfranz. chou, ital. cavolo m. und kymr. cawl. RA. aufgezwwärmter Kohl alte, abgetane Geschichten als Neuigkeiten vorge- brachty, bei Günther 778, nach lat. crambe repetita bei Juvenal Sat. 7, 154. ZVS. Kohl- garten, m.: Gemüsegarten, bei Luther, spät-

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