Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
1081-1082
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1081 Knopf

Knoten 1082

anord. knollr m. Bergkuppes, dän. Knold«Aus- wuchs an Bäumen, Knoteny. Aus bnadla- (Sievers Idg. Forsch. 4, 339) und daher zum vorigen. 4L. knollicht, adj., 1428 Knollet, 1588 bei Tabernämontanus knollicht, knollecht. knollig, adj., in der 1. Hälfte des 18. Jh., nd. Knallig. In der Umgangssprache auch als Adverb in dem Adverb sehr». Knopf, m.(-els, Pl. Knöpfe): runder dichter Körper woran(am Kleide, 1541 bei Frisius(nodus), aber schon mhd. Knöpfelan n.). Mhd. knopf m.«Knorren an Gewächsen, Knospe, Knoten, Knauf,, ahd. chnoph, chnopf m. Kno- ten» und dann«Knotenartiges»; dazu mud., mndl. und afries. Wnoy m., engl. Mmnop, schwed. knopp, dän. knop«Knospey und mit Ablaut knauf, mnd. knôp m.«Knoten, Knopf, Knauf, Knospey, ndl. Knoop«Knopf, Knoten». Vgl. Knubbe und knipfen. 4BL. knöpfen, v., 1482 im Voc. theut. q 85 knopffen. Knopper, f.(Pl.-/): Gallapfel am jungen Kelche der Eichel. In Osterreich und Ungarn. Eine Weiterbildung von Knopf(s. d.). Knorpel, m.(-v, Pl. wie Sg.): fester gallert- artiger Knochenansatz. Bei Luther Knörbel, Knorbel, im 15. Jh. Wnorpel-, Knorbel-, gnarpel- bein(Diefenbach gl. 103), 1495 in der Kölner Gemma D 32 knerbelbeyn, in der Straßburger 1508 knorfelbein, dagegen in letztrer v3d norpel «das knollige Muskelfleisch». Verwandt mit Knorren(s. d.) und spätmhd. Xnorf m.«Knor (in paurenlcnarff Beheim Wiener 216, 22). Neben Knorpel älternhd. Knorspel, Knospel, Knõspel m., sowie in gleicher Bed. Krospel, Kröspel m. n. f., ahd. crospel, und Krostel, Kröstel,

mhd. krostel, kröstel m. f., krustel f., ahd. crostela, crustula f. 4BL. knorpelicht, und Stettin) ist das nd. genote«Genosse?.

knorpelig, adj., 1664 bei Duez 1, 113 b Knorp- licht, knorpelicht.

Knorren, m.(-S, Pl. wie Sg.): harter Kno- tenauswuchs; knotenverwachsener Körper; Knöchel; Halm-, Rohrknoten oder-gelenk.

Lessing Nathan 2,5 Knorr, mhd. Knorre, nurre m. Knotenauswuchs, hervorstehender Kno- chen, Knorpel, kurzer dicker Menschy, und knhre, Knür m. Knoten, Fels, Klippe, Gipfelb, spätmhd. Knaur«grober Mensch», ahd. nur im Adj. ehmiurig«knotig derb, fest und stark»; dazu mnd. und ndl. Knorre m., mengl. Xnarre, knorre, engl. knar. Mundartliche Formen wie schwäbisch knaus m.«knopfichter An- satz am Brot, Brotanschnitt», schweiz. knas

m.«Knorren, Auswuchsy, nd. wniũst, Knaust m.

cknotiger Auswuchs, Broteckey, weisen auf eine ursprünglich auf-s ausgehende Wurzel. 4BL. knorricht, adj., mhd. knorroht, knor- rot, im 15. Jh. knorreht, 1540 bei Alberus dict. Q4 nörricht. knorrig, adj., um 1480 no- rig im Voc. incip. teut. n 3 b.

Knorz, m.(-es, Pl.-e, Knõôrze): Astknopf im Holze; knotenverwachsner Körper, bes. solches Holz. 1482 im Voc. theut. ff Sa norta, ahd. chnorz(erhalten im Dat. Pl. chnorcin). 4BL. Knorzig, adj., 1440 Knortzig bei Die- fenbach gl. 589 e, ahd. chnorzig(in manac- chnorzig«vielknotig»).

Knospe, f.(Pl.-n): unentfalteter Blätter., Blütenknopf. Mhd. im 14. Jh. xnospe m. «Knorren am Steiney» und noch im 16. Jh.

cknorriger Auswuchs», md. um 1350 das Dim. Anospechin n. ckleine Pflanzenknospen(Fundgr.

1, 379 b) 1558 bei Eber-Peucer H 8b knospe in der heutigen Bed., 1664 bei Duez 284 Knospen

m. und 411 Knosp m. Man stellt es entweder

zu Knorren(s. d.), mit Bewahrung des wurzel- haften s, besser aber(aus knopse wie Wespe aus Wepse) zu Knopf. Der ältere Ausdruck für den Blätter- oder Blütenknopf war Auge, Knopf, im Mhd. bolle f., broz n., ahd. proz, woher noch hess. brospe f. 4BL. knospen, v.: Knospen treiben, im 18. Jh., aber 1691 bei Stieler Knospung f.

Knote, m.(-n, Pl.-n): roher plumper Kerl (1707 bei Schmidt Rockenphilosophie 2, 190); (student.) Handwerksbursche(1781 bei Kind- leben Gnoten, 1786 bei Miller Walther 148 Knoten). In der 1. Bed. bildliche Anwendung des folg. Wortes, in der studentischen viel- leicht aber nur Anlehnung, denn gnote(Be- nennung der Handlungsdiener in Königsberg

Knoten, m.(, Pl. wie Sg.): durch feste Verschlingung entstandner Knopf; harter Aus- wuchs; hartes Stengel-, Halmgelenk. Alternhd.

S Runote(-n, Pl.-n), so noch bei Schiller Turan- KAltenrhd. Knorre(-n, Pl.-n), daher noch bei

dot 4, 6, 1664 bei Duez Knot, Knott, 1678 bei Krämer Knotte, mhd. Knode, md.«note, ahd. chnodo(Riemenknopf, Knöchel, Baumknospe), zerdehnt kinoto m.; dazu clevisch 1477 Knode, mnd. cnode, knautte, nnd. Knudde, knatte, ags. enotta m., engl. knot, anord. nãtr m.«Knoten, Knorren⸗, schwed. knut, dän. Xnude«Knoten?; dazu auch anord. Engte m. ein mit den vier Ecken zusammengeknotetes Tuchy». Das Wort erweist sich durch seine Vokal- und Konsonantenverhältnisse als uralt, sichere An- knüpfungen fehlen. Uber Verwandtschaft mit