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Klüngel 1066
Klub, m.(-S, Pl.-s): geschloßne Gesell- schaft. In der zweiten Hälfte des 18. Jh.(1774 bei Gotter Ged. 1, 63 Clach und Schubart 2, 80 Klubb) aufgenommen aus gleichbed. engl. clach, von altengl. clacb, clubbe«Keule, Kolbey, anord. klubba f.«Keuley. Die Bedeutung stammt von dem Stock oder der Kolbe, die zur Einla- dung herumgeschickt wurde. 4 L. Klubist, Klubbist(Bayrisch) m.(en, Pl.-en): Mit- glied eines Klubs(bei Goethe 33, 289 Clubhist, vom J. 1793), aus gleichbed. engl. clubbist, franz. clubiste m.
Klucke, s. Glacke.
1Kluft, f.(Pl. Klüfte), meist das Dim. Klüftchen, n.(-S, Pl. wie Sg.): leichtes Kleid. Aus gaunerdeutschem Kluft m., rot- welsch 1510 claffot n., um 1450 klabot«Ge- wand, Kleidv, abgeleitet von hebr. Kalſot &Feierkleidery, daher noch schles. Klaft f., 1652 pei Scherffer Ged. 597, 612 Klofft f. neben Klaffot(Ged. 424); am Ende des 18. Jh. Klüftchen studentisch.
2KlIuft, f.(Pl. Klufte): klaffender Spalt; abgespaltnes großes Holzstück; lange Feuer- zange. Mhd. kluft f.«Spalte, Felsenkluft, Höhle, Gruft, Klotz, Zange», ahd. luft, chluft f. Zange, Schere, Lichtschere; dazu mnd. kluft, klucht f., clevisch 1477 clucht«Zange, Vogel- falley, ndl. Kluft f., engl. cleft, clit«&Spaltes. Zu klieben(s. d. und vgl. Kluppe). 4 BL. klüftig, kluftig, adj.: spaltig, 1562 bei Mathesius Sar. 48 b klüfftig, um 1480 im Voc. inc. teut. d 6 b cluftig, ahd. cluftig; dazu mnd. kluftich«klug, schlau, gewandt».
klug, adj.(Komp. Klüger, Sup. klügst): geistig fein, ein- und umsichtsvoll. Mhd. (seit der zweiten Hälfte des 12. Jh.) Xluoc cfein, zierlich, schmuck, netty, dann geistig fein, höfisch, mit dem Verstande durchdringend und gewandt, listigy, auch«weichlich, üppig», md. Klüc; dazu mnd. klô«klug, listig, schlau, gewandt, behende», ndl. kloels«klug, tapfer, großy, aus dem Nd. entlehnt anord. Klöker cklug, listig», schwed.-dän. Klog. Entweder zu ir. glicc«weisen(Zupitza KZ. 36, 236) oder zu gr. TXwxtvec Spitzen, was der ursprüng- lichen Bedeutung«fein» noch mehr gerecht wird. 4 BL. klügeln, v.: klug tun, überfein ausdenken, bei Luther; davon Klügelei, f., 1691 bei Stieler, Klügler, m. und Klüg- ling, m. bei Luther. Klugheit, f., mhd. xluocheit(d. i. Kluoc-heit), kluokeit f.«Fein- heit, Zierlichkeite, dann«Kunstgeschick, Ver- standes-, Geistesfeinheit, Schlauheit», auch
«Weichlichkeit», mnd. klökheit«Klugheity. klüglich, adj., mhd. Kluoclich, und Adv. kluocliche, md. Kläclich, innd. Klökliken. Klumpen, m.(-, Pl. wie Sg.): unförm- liche Masse. Eig. Klumpe, wie noch bei Goethe 6, 16, Faust 5943, aber schon im 16. Jh. bei Fischart Ehezuchtb. E 7 Klumpen, md. im 15. Jh. clumpe(Diefenbach gl. 350°), 1410 Klumpe(Elsen von Holczhusen Inventar im Archiv zu Frankfurt a. M.), 1495 Klompe in der Erfurter Freizinsordnung(Thüring. Rechtsdenkm. 316), hochd. 1542 bei Alberus (der Barfuser Münche usw. Nr. 262) Klumpffe m. Die starkbiegende Form ist Klump m. (Tels, Pl. Klümpe, md. und nd. volkstümlich Klümper), md. 1482 bei Melber Q 1² chump m., bei Luther 4, 270 b und noch bei Lessing 2, 477 Klump, 1517 bei Trochus D 32 Klumph m.(Kegelkugel), im 17. Jh. bei Opitz 1, 33 und Logau 2, 10, 24 Klumpff. Das Wort ist ins Hochdeutsche durch Mitteldeutschland aus dem Niederdeutschen vorgedrungen, mnd. klumpe, klompe m., 1420 Klom Holzschuh» (Diefenbach gl. 91 b), ndl. klomp m. Masse, Klotz, Holzschuhy, engl. clump Klumpen, Kloß, Klotz», anord. Klamba, Klubba f.«Keules, schwed.-dän. Klump«Klumpen, Kloßy. Dazu ohne Nasal norw. Klach«Blutkloß, Mehlkloßy, adän. klub«Erdklumpen». Weitre Verwandt- schaft ist unsicher. 4BL. Klumper, f.: Klümpchen, 1719 bei Kramer; davon klüm- pern, v. refl., 1716 bei Ludwig, aber sich klumpern 1719 bei Kramer, und klümperig, adj., 1691 pei Stieler Klüumpericht. klumpig, adj., 1678 bei Krämer. ZUS. Klumpfuß, m., 1719 bei Kramer 1, 150 b, ndl. Klompuoet, entlehnt engl. clubfoot, vgl. isl. Klumbafotr. 1Klüngel, n.(-s, Pl. wie Sg.): Kugel von gewickelten Fäden. 1540 bei Alberus dict. P1 b klüngel, 1537 oberrhein. bei Dasy- podius 87° klungele, schweiz. 1541 bei Frisius glomas, Klungle n., 1410 klungel und kKlängel n. (in Elsen von Holczhusen Inventar im Archiv zu Frankfurt a. M.); daneben als Fem. schweiz. Klungel, Klungele, als Mask. 1711 bei Rädlein Klüngel, 1719 bei Kramer Klangel. Mhd. klungelinn., md. klongelin(Diefenbach gl. 266 ³), Dim. von ahd. clunga f.«Knäuely. Noch schweiz.-elsass.-bayr. Dazu schwed. Klanga, dän. Klynge«gedrängter Haufen, und weiter ags. clingan«sich zusammenzieheny, engl. cling «sich klammerny. Weitres bei Falk-Torp. 2Klüngel, f.(Pl.-n): Klunker; Troddel, Quaste. Am Mittelrhein, auch Klungel. Bildlich


