Teil eines Werkes 
1. Band (1909) A bis K
Entstehung
Seite
1059-1060
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1059 Klingklang

Klischee 1060

Ludwig, Klincken 1678 bei Krämer) schwach- biegend Prät. Klingte, Part. gelingt(im 18. Jh., pei Voß lyr. Ged. 1, 120, 59, Idyllen 16, 31, geklinckt 1734 bei Steinbach), s. anlclingen.

Klingklang, m.(-s): Geklinge, bei Klop- stock, Herder, im 16. Jh. bei Schweinichen 2, 136, ein Ansatz dazu schon im mhd. Klingen Klank(Gesamtabenteuer Nr. 90, 238), s. Xling.

Klinik, f.(Pl.-en): die ausübende Heil- kunde; der Unterricht am Krankenbette; Heilanstalt zum Unterricht in der Heilkunde (früher Klinikaum n.); dazu das Adj. klinisch, 1791 bei Roth Klinisches Institut. Aus gr. xMvii f.(zu ergänzen rexvn«Kunst)«die Heilkunde am Krankenbette», Fem. des Adj. XMvixòc«bettlägerigy, von k«ivn f. Lager?.

Klinke, f.(Pl.-n): Drücker am Tür- schloß(1691 bei Stieler), früher der Fall- riegel an der Tür. Md. im 14. Jh. clinke f. ceinfallender schließender Türriegel», mrhein. im Voc. ex quo 1469 clinch«Falleisen an der Tür», Anfang des 15. Jh. oberrhein. Klinke f. «Schlagbaum»; dazu mnd. xlinke, klenke f. «der einfallende Türriegel», clevisch 1477 clynck f.«Tür-, Fensterriegely». Wahrschein- lich zu klingen(s. d.), Zweifel bei Falk- Torp. 48L. klinken, v.: auf die Klinke drücken, 1691 pei Stieler duf-, zueklinken.

klinken, s. klingen.

Klinker, m.(-s, Pl. wie Sg.): kleiner sehr hart gebrannter Mauerstein, der einen hellen Klang gibt, wenn man daran schlägt, bes. glasierter Ziegel, Fliese. Nd. 1767 im Brem. Wbch., 1775 bei Adelung, ndl. Klinkert, 1598 Klinckaerd m. Zu klingen(s. d.).

Klinse, Klinze, f.(Pl.-n): Riß, Ritz, Spalt. Alter Klimse, 1466 klymms bei Diefen- bach nov. gl. 319, 1469 bei Wyle 278, 22 klimse, ebenso 1561 bei Maaler, dann bei

Schottel, Stieler, noch oberdeutsch. Dafür

md. Klinse 1775 bei Adelung, Klinze 1797 bei Schlegel Shaksp. Sommern 3, 1. Daneben Klunse(s. d.). Zu klamm, Mlemm(s. d.).

lklipp! Ablautsform zu klapp(s. d.), 1600 bei Adrian Mitteilungen 371 kxlip vnd klap, bei Luther 3, 180 als Verb hie klipts, da klapts, verbunden klippklapp! in der zweiten Hälfte des 18. Jh., 1663 pei Schottel Klipklap Spielen, als Subst. 1691 bei Stieler Klipp-Klapp m., 1648 im Harnisch aus Flecken- land 229 das Klipplelappen.

2klipp, in der Formel k. und Mlar, zu klippen, Ablautsform von klappen«stimmeny.

ausgehender schroffer Fels. Bei Luther Judith 5, 1 Klippen Pl.«Felsspalten, Felsschluchten, Felsenpässe», aufgenommen aus ndrhein. im 14. Jh. und nd. im 16. Jh. Klippe f.«spitzer Felsy, 1495 in der Kölner Gemma U 6 b eyn clip in die zee; dazu clevisch 1477 cloppe, mndl. clippe, clip, ndl. klip f.,(entlehnt) dän. Klippe, schwed. Klippa f. Dafür obd. im 15. Jh. bei Behaim cliffe f., im 16. u. 17. Jh. neben Klippe auch Klüppe f., 1588 bei Fischart Bienenkorb II1a2 Kluppe m.(Var. Klippe m.), 1664 bei Duez Klipp m., 1588 bei Taber- nämontanus 1230 der Pl. Kläpfe. Daneben die gleichbed. Wortsippe ahd. clep, chlep n. «Vorgebirg», d. i.«ins Meer vorragender Fels», asäãchs.-mnd. Klif n.«Fels, Berg», ndrhein. im 15. Jh. Klyff«das hohe Ufer längs dem Strom? (Wierstraat 157 u. 1751), ags. clif n.«Klippe, Anhöhe, Vorgebirgy, engl. cliff, anord. Klif n. Bergrücken, Klippey, Kleif f.«Bergrücken», so daß also das pp auf n-Assimilation be- ruht. Weitre Verwandtschaft fehlt. 4L. klippig, adj., 1691 bei Stieler klippig, kxlip- picht, 1477 clevisch clippich. ZUS. Klipp- fisch, m.: der Bandfisch mit borstenartigen Zähnen, chaetodon(1563 bei Forer Fisch- buch 63 Klüipfisch, 1798 bei Schiller Taucher Str. 20 Klippenfisch m.); der Stockfisch(1775 bei Adelung), ndl. Klipuisch,(entlehnt) dän.- norweg. Kläipfisk, angeblich weil er auf den Klippen gedörrt wird.

Klippkram, m.: Kram mit geringen (hölzernen usw.) Waren, 1666 bei Comenius Sprachentür 492, davon Klippkrämer, m., im 17. Jh., nd. 1652 bei Lauremberg 3, 451 Kliplramers Pl., mnd. Klippekcramers; Klipp- schenke, f.: geringe Schenke, 1775 bei Ade- lung, wie Klipplerug m. 1741 bei Frisch; Klippschuld, f., wie Klipper-, Kläpper- schuld: kleiner Schuldposten, bei Campe, da- gegen mnd. clepschulde, afries. lep-, Klip- skelde«Abgabe in klingendem Gelde»; Klipp- schule, f.: Winkelschule, Elementarschuley, 1663 bei Schupp 917; Klippwerk, n.: geringe hölzerne usw. Ware, Klapperware, 1741 bei Frisch. Diese norddeutschen Wörter sind Ableitungen von Klippen(s. Klipp), Klippern (im 16. Jh., Luther 8, 11 b, Goethe 1, 208), die im Ablaut stehen zu klappen, kKlappern.

klirren, v.: einen hellen zitternden Klang von sich geben. 1697 im Schelmuffsky 11. Schallnachahmend. 1787 bei Schubart 2, 119

von einer Taube, wie girren. Klippe, f.(Pl.-/): hervorstehender, spitz

Klischée, n.(-s, Pl.-s): Abguß von